7. Dezember 2016, 19.00 Uhr

Der Kommunismus – was bleibt von seiner Ideologie und Politik?

Veranstalter: Der Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen in Kooperation mit der Robert-Havemann-Gesellschaft und dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst
Ort: Deutsch-Russisches Museum, Zwieseler Straße 4, Berlin-Karlshorst

Vor 25 Jahren – am 26. Dezember 1991 – löste sich die Sowjetunion auf. Ideologisch war das nicht vorgesehen. Aber der Kommunismus hatte keine Antworten für die drängenden Probleme mehr. Er hinterließ nicht nur heftige ökonomische, sondern auch enorme politische Probleme. In Russland ging das Bruttosozialprodukt von 1990 bis 1996 um 40 Prozent zurück. Putin versucht, russische Weltgeltung durchzusetzen, und sieht im Ende der Sowjetunion „die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts“. In China ist die Kommunistische Partei weiterhin an der Macht. So ist nach dem Fortwirken

einer überwunden geglaubten Ideologie und Politik zu fragen.

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8. Dezember 2016, 19.00 Uhr

Wolfgang Schnur – der verratene Verräter - eine kritische Auseinandersetzung mit der Biografie eines inoffiziellen Mitarbeiters der Stasi.

Veranstalter: Stiftung Berliner Mauer in Kooperation mit dem Wilhelm Fraenger-Institut und der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., unterstützt durch den Mitteldeutschen Verlag
Ort: Gedenkstätte Berliner Mauer – Besucherzentrum, Bernauer Straße 119, 13355 Berlin

Über 25 Jahre lang arbeitete Wolfgang Schnur mit der Staatssicherheit der DDR zusammen. Einerseits war er einer der wenigen Rechtsanwälte, die sich um Oppositionelle in der DDR kümmerten, andererseits verriet er seine Klienten an die Stasi. Bei der Diskussion geht es um die Widersprüche im Leben von Wolfgang Schnur, der wahrscheinlich der erste frei gewählte Ministerpräsident in der DDR geworden wäre, wenn die Stasi ihn nicht am Ende verraten hätte.

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Gefördert mit Mitteln der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Neue Publikationen

Verordnete Freundschaft -Die Sowjetische Besatzung 1945 bis 1994 -

Sowjetsoldaten am 8. Mai 1978 im Berlin-Friedrichsfelde; Foto: Harald SchmittEin halbes Jahrhundert lang lebten sowjetische Besatzer und DDR-Bewohner neben- und miteinander. Bis 1989 die Mauer fiel und die letzten 546 000 Soldaten friedlich abzogen. Wie haben DDR- und Sowjetbürger einander wahrgenommen zwischen hermetisch abgeriegelten KGB-Vierteln, Kasernengeländen und frei zugänglichen „Russen-Magazinen", zwischen der Furcht vor gewaltsamen Übergriffen und Mitleid mit dem harten Leben der einfachen Soldaten?

Die Ausstellung spannt einen historischen Bogen über fast fünf Jahrzehnte sowjetischer Besatzungsherrschaft im Osten Deutschlands. Zahlreiche Fotos und Dokumente beleuchten dieses besondere Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Und immer wieder fließen dabei auch persönliche Erinnerungen an die „verordnete Freundschaft" ein.

 

Anfragen zur Verfügbarkeit der Ausstellung bitte an: fe(at)havemann-gesellschaft.de

 

Internetseite mit weiteren Information und Ausstellungsterminen

Bildband: "GESICHTER der friedlichen Revolution"

Poträt-Fotografien von Dirk Vogel, Herausgeber: Robert-Havemann-Gesellschaft. Fotos von 63 Frauen und Männern, die zu den Akteuren der Friedlichen Revolution zählten, ergänzt durch biografische Texte verschiedener Autoren, sowie ein Essay von Claudia Rusch.