bis 16. September 2016

Ausstellung: Verordnete Freundschaft -Die Sowjetische Besatzung 1945 bis 1994-

Veranstalter: Konrad-Adenauer-Stiftung Thüringen, Robert-Havemann-Gesellschaft und der Thüringer Landtag
Ort: Thüringer Landtag Jürgen-Fuchs-Straße 1 | 99096 Erfurt

Ein halbes Jahrhundert lang lebten sowjetische Besatzer und DDR-Bewohner neben- und miteinander. Bis 1989 die Mauer fiel und die letzten 546 000 Soldaten friedlich abzogen. Wie haben DDR- und Sowjetbürger einander wahrgenommen zwischen hermetisch abgeriegelten KGB-Vierteln, Kasernengeländen und frei zugänglichen „Russen-Magazinen”, zwischen der Furcht vor gewaltsamen Übergriffen und Mitleid mit dem harten Leben der einfachen Soldaten?

 

Die Ausstellung spannt einen historischen Bogen über fast fünf Jahrzehnte sowjetischer Besatzungsherrschaft im Osten Deutschlands. Zahlreiche Fotos und Dokumente beleuchten dieses besondere Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Und immer wieder fließen dabei auch persönliche Erinnerungen an die „verordnete Freundschaft” ein.

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2. September, 17:00 Uhr (Eröffnung) bis 02. Oktober 2016

Ausstellung: 30 Jahre Umweltbibliothek „ANARCHIE UND KELLER(T)RÄUME“ -Die Umwelt-Bibliothek zwischen Gründung und Mauerfall in Comics von Dirk Moldt -

Veranstalter: Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Ev. Kirchengemeinde am Weinberg und der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.
Ort: Zionskirche, Zionskirchplatz • 10119 Berlin Fahrverbindung: Tram 12, M1 Zionskirchplatz oder M8, U8 Rosenthaler Platz

Mitte der 1980er Jahre sind die gesellschaftlichen Missstände und die Zerstörung der Umwelt in der DDR nicht mehr zu übersehen. Das SED-Regime unterdrückt jede öffentliche Diskussion. Pfarrer Hans Simon öffnet seine Kellerräume: Am 2. September 1986 gründet sich in der Ostberliner Zionskirche die Umwelt-Bibliothek. Oppositionelle drucken Untergrundzeitschriften und Flugblätter, die sich kritisch mit den drängendsten Problemen auseinandersetzen. Fester Bestandteil: die Karikaturen von Dirk Moldt. In der Ausstellung ist eine Auswahl seiner Comics zu sehen, die einen humorvollen Blick auf das Wirken der Umwelt-Bibliothek werfen

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25. September, 11.00 Uhr

„Populismus oder Demokratie“ Vortrag von Konrad Weiß

Veranstalter: Robert-Havemann-Gesellschaft, Bartholomäusgemeinde Berlin, Mitbegründer von Demokratie Jetzt, mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung
Ort: Bartholomäuskirche Berlin, Friedenstraße 1, 10249 Berlin

„Der Hass, der sich jetzt gegen Ausländer und Flüchtlinge richtet, wird am Ende auch diejenigen treffen, die sich den Feinden der Demokratie nicht unterwerfen, Ostdeutsche und Westdeutsche gleichermaßen. Es ist an der Zeit, dass Ostdeutsche und Westdeutsche gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus kämpfen, und zwar im Osten wie im Westen. Alle Haarspalterei, wer denn nun fremdenfeindlicher sei, stärkt nur die, die Deutschland ins Unheil führen wollen“, so Konrad Weiß am 15. Juni 2016 im Thüringischen Landtag in Erfurt.

Mit dem Aufstieg der rechtspopulistischen Partei „Alternative für Deutschland“ verbindet sich eine Ansage gegen die Demokratie. Hass und Abgrenzung gegenüber Minderheiten sind alte Muster, um schlussendlich Grundwerte für das Miteinander in Frage zu stellen. Minderheitenrechte und Gewaltfreiheit gehören zum Kernbestand der Menschenrechtstradition und einer Theologie der Barmherzigkeit. Im Gründungsaufruf von Demokratie Jetzt vom 12. 9. 1989, den auch einige Mitglieder der Bartholomäusgemeinde unterzeichneten, heißt es:

„Lasst uns gemeinsam nachdenken über unsere Zukunft, über eine solidarische Gesellschaft, in der der gesellschaftliche Konsens im öffentlichen Dialog gesucht wird …“

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Gefördert mit Mitteln der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Neue Publikationen

Verordnete Freundschaft -Die Sowjetische Besatzung 1945 bis 1994 -

Sowjetsoldaten am 8. Mai 1978 im Berlin-Friedrichsfelde; Foto: Harald SchmittEin halbes Jahrhundert lang lebten sowjetische Besatzer und DDR-Bewohner neben- und miteinander. Bis 1989 die Mauer fiel und die letzten 546 000 Soldaten friedlich abzogen. Wie haben DDR- und Sowjetbürger einander wahrgenommen zwischen hermetisch abgeriegelten KGB-Vierteln, Kasernengeländen und frei zugänglichen „Russen-Magazinen", zwischen der Furcht vor gewaltsamen Übergriffen und Mitleid mit dem harten Leben der einfachen Soldaten?

Die Ausstellung spannt einen historischen Bogen über fast fünf Jahrzehnte sowjetischer Besatzungsherrschaft im Osten Deutschlands. Zahlreiche Fotos und Dokumente beleuchten dieses besondere Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Und immer wieder fließen dabei auch persönliche Erinnerungen an die „verordnete Freundschaft" ein.

 

Anfragen zur Verfügbarkeit der Ausstellung bitte an: fe(at)havemann-gesellschaft.de

 

Internetseite mit weiteren Information und Ausstellungsterminen

Bildband: "GESICHTER der friedlichen Revolution"

Poträt-Fotografien von Dirk Vogel, Herausgeber: Robert-Havemann-Gesellschaft. Fotos von 63 Frauen und Männern, die zu den Akteuren der Friedlichen Revolution zählten, ergänzt durch biografische Texte verschiedener Autoren, sowie ein Essay von Claudia Rusch.