Spendenaufruf für Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo

 

Liebe Freunde,

den „arabischen Frühling" in Ägypten haben sicher viele mit besonderen Sympathien verfolgt, denn er erinnert uns an die Revolution von 1989. Der „arabische Frühling" beseitigte das Folterregime von Husni Mubarak. Ob die Menschen in Ägypten jedoch zukünftig unter demokratischen Verhältnissen leben können, ist längst nicht sicher. Noch immer wird deshalb in Kairo für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte demonstriert. Das Ergebnis der Parlamentswahlen im Januar 2012, bei dem islamistische Kräfte eine breite Mehrheit errangen, erfüllt viele der Bürgerbewegten dort mit großer Sorge.

Mit einer Besetzung des Tahrir-Platzes im Herzen Kairos demonstrieren sie den festen Willen, ihr Land zu einer Demokratie zu entwickeln und aus dem Würgegriff von Gewaltherrschaft, Korruption und religiösem Extremismus zu befreien.

Mohamed Goda (28) ist einer dieser Demonstranten. Seit drei Monaten harren Mohamed Goda und seine Freunde in einem Zelt auf dem Tahrir-Platz aus. Bis heute sind sie auf dem Tahrir-Platz Polizeischikanen ausgesetzt. Trotzdem und trotz der massiven Gewalt des Regimes 2011 - es gab hunderte Tote und viele Menschen, die durch Wasserwerfer ihr Augenlicht verloren - sehen sie nur einen friedlichen Protest als zielführenden Weg. Die Revolution in Mittelosteuropa 1989 ist ihr Vorbild.

Christiane Schidek und Gerald Praschl, (Mitglieder des Bürgerkomitees 15. Januar e.V.), besuchten Ende Februar die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz, um sich ein eigenes Bild zu machen. Sie sprachen mit Mohamed Goda und sahen, dass er und seine Freunde am Rande des Existenzminimums leben. Viele Demonstranten wurden von ihren Eltern verstoßen, die als Funktionäre Teil des Mubarak-Regimes waren - so wie Mohamed Godas Eltern.

Wir möchten gerne ein Zeichen der Solidarität setzen und Mohamed Goda und seine Freunde vom Tahrir-Platz mit einer Spende unterstützen. Bitte helfen Sie, spenden Sie für Mohamed Goda und seine Freunde an:

Konto-Nr.: 5787029029
Verwendungszweck: Kennwort Tahrir
Kontoinhaber: Bürgerkomitee 15. Januar e.V.
BLZ: 10090000
Berliner Volksbank

Alle Spenden, die bis zum 15. April 2012 eingehen, werden an diesem Tag per Western Union Money Transfer an Mohamed Goda zur Abholung in Kairo angewiesen. Diese Spenden sind leider steuerlich nicht absetzbar.

Mit besten Grüßen
Joachim Goertz und Reinhard Schult, Bürgerkomitee 15. Januar e.V.
Tom Sello, Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.

 

Gefördert mit Mitteln der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Veranstaltung

22. Mai 2013, 18.00 Uhr

Das bessere Deutschland? Juden in der DDR. Gespräch mit Salomea Genin sowie der Historikerin Dr. Ulrike Offenberg.

Besonders manche Gegner des Nationalsozialismus und Angehörige von Opfern sahen in der DDR eine Chance auf einen Neuanfang. Ein antifaschistischer Staat, getragen von Menschen, die unter Hitler im KZ gesessen hatten, galt auch für Juden als das "bessere Deutschland". Aber wie kam es dazu, dass vor 60 Jahren, im Laufe des Jahres 1953 Hunderte Juden nach West-Berlin flüchteten?

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Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft
-Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht!
Frauenwiderstand in der DDR der 1980er Jahre-

Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht! Frauenwiderstand in der DDR der 1980er Jahre Die Plakatausstellung zum Frauenwiderstand in der DDR erzählt „eine Geschichte vom Sprechenlernen, Verantwortung übernehmen, von Solidarität und der Verteidigung der Menschenwürde in einer Gesellschaft, die von Willkür und Lüge beherrscht wurde"...

Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
"Jugendopposition in der DDR"

Plakatausstellung Der Widerstand gegen das SED-Regime blieb während 40 Jahren DDR ungebrochen. Immer wieder haben vor allem junge Menschen viel riskiert, indem sie die politischen Verhältnisse kritisierten. Für Einzelne war die Sehnsucht nach Freiheit und Demokratie stärker als die dauerhafte Einschüchterung durch den Staat.

Bildband: "GESICHTER der friedlichen Revolution"

Poträt-Fotografien von Dirk Vogel, Herausgeber: Robert-Havemann-Gesellschaft. Fotos von 63 Frauen und Männern, die zu den Akteuren der Friedlichen Revolution zählten, ergänzt durch biografische Texte verschiedener Autoren, sowie ein Essay von Claudia Rusch.