Bestand Freiheit e. V.

Am 17. 3.2007 fand das Gründungstreffen von „Freiheit e. V. – Förderverein Gedenkstätte Andreasstraße“ in der Begegnungsstätte „Kleine Synagoge“ in Erfurt statt. Viele der Gründungsmitglieder engagierten sich damals bereits seit 2005 in der „Arbeitsgemeinschaft der Zeitzeugen“ bei der Thüringischen Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen. Zwei Arbeitsgruppen arbeiteten zu den Themen „Haftgeschichte“ und „Besucherführungen“. Mit der Gründung des Vereins wollten die Mitglieder, zumeist ehemalig politisch Verfolgte und in der Andreasstraße Inhaftierte, den weiteren Verfall und Abriss der seit 2002 leerstehenden Haftanstalt verhindern. Durch öffentliche Information, Führungen durch die Haftanstalt und Projektarbeit wollten die Zeitzeugen sich in die politische Bildung einbringen. Ziel des Vereins war, die ehemalige MfS-Untersuchungshaftanstalt Andreasstraße in Erfurt zu einer Gedenk- und Bildungsstätte auszubauen. Außerdem forderte der Verein fortlaufende Mitarbeit an der Gestaltung der zukünftigen Gedenk- und Bildungsstätte und schon früh, begleitet von heftigen politischen Auseinandersetzungen, die Trägerschaft für die Gedenkstätte. Seit 2012 ist die Stiftung Ettersberg Trägerin der Einrichtung. Der Verein Freiheit e. V. hat in der Gedenkstätte seine Geschäftsstelle und organisiert u. a. jährliche Zeitzeugentreffen. Die Robert-Havemann-Gesellschaft e. V. hat die unten aufgeführten Materialien am 8.2.2017 vom ersten Vorsitzenden des Vereins Joachim Heise übernommen.

Bestand

Laufzeit: 1993-2014
Umfang: 36 Bde.
Findmittel:
Signatur: Freiheit e.V.
Benutzungsbeschränkungen: Personalunterlagen sind für die Benutzung gesperrt

  1. Geschäftsunterlagen (2007-2012): Unterlagen zu Vereinsgründung, Korrespondenz, Protokolle der Gründungsversammlung, Jahreshauptversammlungen und Vorstandssitzungen, Jahresberichte, Verträge, Kooperationsvereinbarungen, Unterlagen zur Trägerschaft der Gedenkstätte, Finanzunterlagen, Personalunterlagen (gesperrt);
  2. Unterlagen zur Vereinsarbeit (2007-2012): Korrespondenz, Konzeptentwürfe, Veranstaltungsprogramme, Tagungsunterlagen, Einladungen, Erklärungen zur Zukunft der Gedenkstätte, Redemanuskripte, Korrespondenz und Mitgliederbefragung zur Besetzung der MfS-U-Haftanstalt im Januar 2009, Unterlagen zu den Ideenwerkstätten 1-4 von Freiheit e.V. zur Zukunft der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Pressemitteilungen, Protokolle und Stellungnahmen zur Trägerschaft der Gedenk- und Bildungsstätte;
  3. Konzeptarbeitsgruppe Andreasstraße (2007-2011): Korrespondenz, Protokolle der konstituierenden Sitzung und von Arbeitstreffen, Entwürfe einer Geschäftsordnung, Unterlagen zur Überprüfung von Mitarbeitern und Betreibern der Gedenk- und Bildungsstätte auf Stasimitarbeit, Konzeptentwürfe für die geplante Dauerausstellung;
  4. Projektunterlagen (2007-2011): Korrespondenz, Konzepte, Förderanträge, Zuwendungsbescheide, Sachberichte, Protokolle, Veranstaltungsprogramme zu den Projekten: Ausstellungsprojekt „Von Liebe und Zorn. Jung sein in der Diktatur“ (2009-2010), Sommeröffnungszeit Andreasstraße (2009), Zeitzeugentreffen (2007-2011) Veranstaltungsprojekt – Politische Bildung 2010 und 2011. Außerdem Projektunterlagen zu verschiedenen kleineren Projekten wie u. a. Schüleraustausch und Bildungsreisen für Vereinsmitglieder und Zeitzeugenreferenten;
  5. Thematische Materialsammlungen (1993-2014): Pressesammlungen zu den Themenschwerpunkten: Opferverbände, MfS, Geschichtsaufarbeitung, Gedenkstättenarbeit und Aufarbeitung der SED-Diktatur in Thüringen



Kontakt

Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.
Archiv der DDR-Opposition
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tina.krone(at)havemann-gesellschaft.de

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