Friedensgebet und Montagsdemonstration am 2. Oktober 1989. An den Fenstern der Nikolaikirche wurden für die in den Wochen zuvor inhaftierten Demonstranten Blumen und Zettel angebracht und Kerzen aufgestellt. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_8921a07
Friedensgebet und Montagsdemonstration am 2. Oktober 1989. Schon vor und während des Friedensgebetes versammeln sich Demonstranten auf dem Vorplatz zur Nikolaikirche. Ein Teil des Platzes wurde kurz zuvor als "Baustelle" abgesperrt, um die Sammelfläche zu reduzieren. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_8921a16
Friedensgebet und Montagsdemonstration am 2. Oktober 1989. An jedem Montag werden auf den Gebäuden rund um die Nikolaikirche und entlang des Innenstadtrings Überwachungskameras aufgebaut (Bildmitte). Die Bilder werden direkt zur Polizei und Staatssicherheit gesendet. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_8921b02
Friedensgebet und Montagsdemonstration am 2. Oktober 1989. Schon vor und während des Friedensgebetes beziehen Einheiten der Volkspolizei rund um die Nikolaikirche Stellung. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_8921b13
Nach dem Friedensgebet am 2. Oktober 1989 zieht ein großer Zug Demonstranten über den Karl-Marx-Platz (heute Augustusplatz) auf den Leipziger Innenstadtring. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_8921b23
Nach dem Friedensgebet am 2. Oktober 1989 zieht ein großer Zug Demonstranten über den Karl-Marx-Platz (heute Augustusplatz) auf den Leipziger Innenstadtring. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_8921b30
Marode Altbauten im Oktober 1989 in Leipzig. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_8922A00
Marode Altbauten im Oktober 1989 in Leipzig. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_8922A01
Freya Klier und Stephan Krawczyk während der Aufführung des Programms "Pässe und Parolen" in der Lukaskirche in Leipzig im März 1987. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_870372
Konzert des Liedermachers Stephan Krawczyk im April 1987 in der Leipziger Lukaskirche. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_870931
Über den Friedhof der Sophiengemeinde verlief der Grenzstreifen; er endete an der Mauer. Auf Westberliner Seite ist dort die Bernauer Straße. Heute befindet sich dort die Gedenkstätte für die Maueropfer. Das Bild stammt aus dem Mai 1987. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_871250
Friedensgebet und Montagsdemonstration am 18. September 1989. Einheiten der Bereitschaftspolizei sperren alle Zugangswege zum Nikolaikirchhof ab. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_891805a
Friedensgebet und Montagsdemonstration am 25. September 1989. Erstmals demonstrieren nach dem Friedensgebet ca. 8.000 Menschen von der Nikolaikirche über den Karl-Marx-Platz (heute Augustusplatz) in Richtung Hauptbahnhof. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_891906b
Friedensgebet und Montagsdemonstration am 25. September 1989. Erstmals demonstrieren nach dem Friedensgebet ca. 8.000 Menschen von der Nikolaikirche über den Karl-Marx-Platz (heute Augustusplatz) in Richtung Hauptbahnhof. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_891912b
Friedensgebet und Montagsdemonstration am 25. September 1989. Erstmals demonstrieren nach dem Friedensgebet ca. 8.000 Menschen von der Nikolaikirche über den Karl-Marx-Platz (heute Augustusplatz) in Richtung Hauptbahnhof. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_892046
Friedensgebet und Montagsdemonstration am 25. September 1989. Erstmals demonstrieren nach dem Friedensgebet ca. 8.000 Menschen von der Nikolaikirche über den Karl-Marx-Platz (heute Augustusplatz) in Richtung Hauptbahnhof. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_892126
Friedensgebet und Montagsdemonstration am 23. Oktober 1989. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_892301
Friedensgebet und Montagsdemonstration am 23. Oktober 1989. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_892459
Friedensgebet und Montagsdemonstration am 23. Oktober 1989. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_892724a
Friedensgebet und Montagsdemonstration am 23. Oktober 1989. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_892868
Demonstration in Rostock am 4. November 1989. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johannes Beleites/RHG_Fo_JBe_893043a
 

Bestand Johannes Beleites

Johannes Beleites wurde 1967 in Halle (Saale) geboren. Er besuchte die Schule in Trebnitz, in der Nähe von Zeitz. Nach dem Abschluss der Zehnklassigen Oberschule wurde er aus politischen Gründen nicht zum Abitur zugelassen.

Ab 1980 beteiligte er sich zusammen mit seinem Bruder Michael an der oppositionellen Arbeit in der kirchlichen Umwelt- und Friedensbewegung. Er dokumentierte die Aktivitäten der Gruppen, arbeitete bei Samisdat-Projekten mit und erstellte Fotocollagen zu umwelt- und friedenspolitischen Themen. Sein Engagement blieb der Staatssicherheit nicht verborgen, die ab 1985 einen Operativen Vorgang zu ihm anlegte, ihn überwachte und mit Hilfe sog. Zersetzungsmaßnahmen versuchte seine Aktivitäten einzuschränken.

Von 1983 bis 1985 machte Johannes Beleites einer Lehre als Elektromonteur im Braunkohlewerk Deuben, wo er im Anschluss an seine Ausbildung bis 1986 als Betriebselektriker arbeitete. 1986 machte er dann seine eigentliche Passion, das Fotografieren, zum Beruf und arbeitete in einem privaten Fotogeschäft, sowie als Aufsicht und Fotograf im Museum des Kunsthandwerks in Leipzig. Nebenbei holte er von 1987 bis 1989 das Abitur an der Volkshochschule in Leipzig nach.

Im Herbst 1989 machte Johannes Beleites eine Reise nach Rumänien. Dort wurde er von der rumänischen Staatssicherheit Securitate kurzzeitig unter dem Vorwurf der Spionage inhaftiert. Sein einziges Vergehen: er hatte Fotos vom Alltagsleben der Menschen in der Sozialistische Republik gemacht. Wieder zurück in der DDR begleitete er die zentralen Ereignisse der Friedlichen Revolution in Leipzig dokumentarisch. Dabei machte Johannes Beleites einzigartige Aufnahmen von den Leipziger Friedensgebeten und den anschließenden Montagsdemonstrationen im September und Oktober 1989.

Nach dem Mauerfall engagierte sich Johannes Beleites in Leipzig bei der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit und ist zeitweilig Sprecher des Bürgerkomitees. Von Juni bis Oktober 1990 ist er Mitarbeiter und Beauftragter für den Bezirk Leipzig im Sonderausschuss der Volkskammer der DDR zur Kontrolle der Auflösung MfS und wirkt bei der Ausarbeitung des ersten Stasi-Unterlagen-Gesetzes (StUG) mit. Auch nach der Wiedervereinigung beschäftigt sich Beleites mit der Aufarbeitung der Diktatur in der DDR. Er studierte Jura in Göttingen und Berlin, war freier Mitarbeiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und arbeitete in der Forschungsabteilung der damaligen Gauck-Behörde zu MfS-Gefängnissen in der DDR.

Beleites war später Studienleiter der Evangelischen Akademie in Thüringen und ist heute selbständig.

Der Bestand Johannes Beleites umfasst zahlreiche historische Aufnahmen. Zu folgenden Themen und Ereignissen können Sie u. a. Fotos in dem Bestand finden:

  • Montagsdemonstrationen und Friedensgebete in Leipzig (18., 25. September, 2., 23., 30. Oktober)
  • Städteverfall in Leipzig
  • Neubaugebiet Frankfurt/Oder
  • Aufführung und Konzerte von Stephan Krawczyk und Freya Klier in Leipzig 1987
  • Oderbergerstraße in Berlin
  • Demonstration in Rostock am 4. November 1989

 

Fotobestand: Johannes Beleites

  • Zeitraum:  1987 - 2000
  • Umfang: 1.851 Fotos
  • Im Rahmen eines Archivierungsprojektes werden die Fotos 2019 archiviert und in der AUGIAS-Datenbank verzeichnet.

Hinweis:

Zurzeit sind noch keine Fotos aus dem Bestand Johannes Beleites in der Online-Datenbank recherchierbar. Bei Fragen zu Fotos aus dem Bestand wenden Sie sich bitte an den zuständigen Mitarbeiter.

 

 




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