Sammlung Archiv der DDR-Opposition

Grundstock des Bestandes bildete eine von der Berliner Umweltbibliothek übernommene Sammlung an Samisdat-Schriften, die später vom in der Bibliothek eingerichteten Matthias-Domaschk-Archiv übernommen wurde. Nachdem dieses Archiv im Sommer 1993 unter das Dach der Robert-Havemann-Gesellschaft kam, ging es in dem von der RHG getragenen Archiv der DDR-Opposition auf. Den Schwerpunkt der Sammlung bildet mit knapp 150 überlieferten Titeln der politische Samisdat, etwa Publikationen wie die „Umweltblätter”, der „grenzfall” oder der „Friedrichsfelder Feuermelder”. Darüber finden sich in dieser Sammlung auch einige wenige Publikationen des künstlerischen Samisdat, wie etwa Einzelausgaben von „Glasnot” und „Papierlaube”.


Bestand

Laufzeit: 1978-1989
Umfang: ca. 160 Titel
Erschließungszustand:
erschlossen
Findmittel:
Findbuch
Signatur:
PS; KS
Benutzungsbeschränkungen:
keine

Zu den online recherchierbaren Verzeichnungseinheiten des Bestands (PS)
Zu den online recherchierbaren Verzeichnungseinheiten des Bestands (KS)

Inhalt:

  • u.a. Abtreter, aktuell, Anschlag, Arche Nova, Arbeitsmaterial der Dresdner Friedens-, Umwelt- und Zweidrittelweltgruppen, ariadnefabrik, Art. 27, Aufbruch, Aufrisse, Bizarre Städte, Blattwerk, Bekenntnisse, Erfurter Schlagloch, Forum für Kirche und Menschenrechte, Friedensnetz, Friedensreader, Friedrichsfelder Feuermelder, Fußnote3, Gehversuche, Glasnot, grenzfall, Grubenkante, Kontext, Kopfsprung, Lausitzbotin, Merkwürdiges, Mikado, mOAning STAR, Morsche Meiler, Die Mücke, Nachtgebete, Öffnungszeit, Ostkreuz, Papiertaube, Raster, Schalom, Schwalbenfeder, Spuren, Stahl, Streiflichter, Unkraut, Umfeldblätter Oel, Umweltblätter, Wahlfall, Varia, Verwendung, Vorläufige Verfassung, wendezeit, Zweierlei Land – eine Lektion, Zweite Person.
  • Enthält auch:
    dialog [in West-Berlin von Jürgen Fuchs, unterstützt durch Roland Jahn, Lilo Fuchs, Ralf Hirsch und Rüdiger Rosenthal, u. a., Anfang 1986 bis Ende 1989 meist monatlich zusammengestellte Pressesammlung. Teilweise auch eigene Texte, überwiegend über Ereignisse in der DDR und Osteuropa, die in den DDR-Medien verschwiegen oder verzerrt dargestellt worden waren. Die Auflage von 200 bis 300 Exemplaren dieser "Kopierzeitschrift", wie Fuchs sie nannte, wurde in Büros der Grünen kopiert und über akkreditierte Korrespondenten in die DDR transportiert. Die Staatssicherheit besaß seit Dezember 1987 Kenntnis von dieser Reihe, nicht aber davon, wie sie in die DDR gelangte. (vgl.: Udo Scheer: Jürgen Fuchs. Ein literarischer Weg in die Opposition, Reihe: Inhaftiert in Berlin-Hohenschönhausen, Jaron Verlag, Berlin 2007, S. 200, Fn 20)].



Kontakt

Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.
Archiv der DDR-Opposition
Ruschestraße 103, Haus 17
10365 Berlin

Rebecca Hernandez-Garcia
r.garcia(at)havemann-gesellschaft.de
+49 30 5779980 16

Wegbeschreibung

Öffnungszeiten Archiv

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Montag, Donnerstag, Freitag 9 bis 16 Uhr
Mittwoch 9 bis 20 Uhr

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