Revolution in Berlin

 

Als deutscher Partner ist die Robert-Havemann-Gesellschaft mit rund 70 Exponaten und einer Online-Ausstellung an dem weltweiten Geschichtsprojekt beteiligt.

Der Internetkonzern Google hat am 08.11.2012 sein neues History Projekt vorgestellt. Dieses Projekt wurde u.a. mit der Steve Biko Foundation, Fondation France Israel, Imperial War Museums und der Robert-Havemann-Gesellschaft verwirklicht.

Zum 23. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer veröffentlichte das Google Cultural Institute u.a. mit der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. und dem DDR-Museum eine Sammlung von Online-Ausstellungen über das Ende des Kalten Krieges. Historiker, Museen und Archive haben insgesamt 13 Ausstellungen zu Ereignissen in Deutschland, Polen und Rumänien zusammengestellt. Jede Ausstellung erzählt anhand von Dokumenten, Fotos, Videos und Augenzeugenberichten Geschichten über das Leben unter der kommunistischen Herrschaft, die wachsende Unzufriedenheit der Bürger und die Entstehung einer neuen politischen Ordnung.

Die Online-Ausstellung „Revolution in Berlin” der Robert-Havemann-Gesellschaft skizziert die dramatischen Ereignisse und die gespannte Atmosphäre in den Wochen vor dem Fall der Mauer in Berlin - von der Mahnwache in der Gethsemanekirche über die größte Protestdemonstration seit 1953 bis zur Öffnung der Grenze. Viele der verwendeten Dokumente sind Originalzeugnisse der Opposition, wie beispielsweise Flugblätter, Aufrufe oder Gründungsdokumente oppositioneller Gruppen. So entstand ein authentisches Bild von der Situation in Ost-Berlin, das im Herbst 1989 ein Brennpunkt der Friedlichen Revolution war.

Wieland Holfelder, Google Engineering Director: „Diese Ausstellungen sind ein gutes Beispiel dafür, warum es so wichtig ist, Archive online zu bringen. Jede erzählt ihre eigene Geschichte über einen wichtigen Moment in der Geschichte und erinnert uns daran, warum die Vergangenheit aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden muss. Historisches Material im Internet zu veröffentlichen, schafft nicht nur ein potenziell größeres Publikum, sondern bewahrt zudem diese verschiedenen Perspektiven für zukünftige Generationen.” 

Tom Sello, Projektleiter und Pressesprecher der Robert-Havemann-Gesellschaft: „Für uns als Archiv ist das Cultural Institute eine gute Möglichkeit, Teile unserer Sammlung auch Menschen zu zeigen, die unser Haus nicht besuchen können, weil sie weit entfernt leben oder vielleicht niemals ein Archiv betreten würden. Und natürlich hoffen wir, dass internationale Historiker, Ausstellungsmacher und Publizisten auf unsere Bestände aufmerksam werden und die Geschichte der DDR-Opposition weiter erforschen und erzählen.” Die Themenwelt des Eisernen Vorhangs ist das neueste Kapitel in der Arbeit des Google Cultural Institute nach dem Art Project und dem World Wonders Project. Google arbeitet weltweit eng mit Museen, Stiftungen und Archiven zusammen, um mehr Kultur- und Geschichtsmaterial online zugänglich zu machen und es so für künftige Generationen zu erhalten. Jede der insgesamt 13 Ausstellungen aus Deutschland, Polen und Rumänien zeigt eine andere Perspektive der Ereignisse vor und nach dem 9. November 1989. Die Vielfalt der Ausstellungen lässt sich unter google.com/culturalinstitute und über die Google+ Seite entdecken.

Die Online-Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft „Revolution in Berlin” entstand mit Unterstützung des Berliner Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen.


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