20.01.2026
Fluchthelfer Burkhart Veigel erforschte Beweggründe und Lebensverläufe ehemaliger Flüchtlinge und ihrer Helfer
Gerold Hildebrand rezensiert „Mut und Freiheit“ von Burkhart Veigel
Veröffentlichungen über die Fluchtbewegung aus dem Unrechtsstaat DDR sind überwiegend gekennzeichnet von tragischen Schicksalen. Zumeist geht es um gescheiterte Fluchtversuche, die im Stasi-Knast oder mit dem Tod endeten. Ein Beispiel ist die Studie über gescheiterte Ostseefluchten (https://www.havemann-gesellschaft.de/beitraege/hildebrand-rezension-ostseeflucht/). Andere kamen allein wegen eines Ausreisebegehrens in Haft (https://www.havemann-gesellschaft.de/beitraege/das-zwangsleben-unter-anderen/).
Nun liegt ein Buch vor, dass von geglückten Fluchten im ersten Jahrzehnt nach dem Mauerbau kündet. Motto der Veröffentlichung ist ein treffendes Zitat des Atheners Perikles:
„Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit,
aber das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.“
Seit 2007 forscht Burkhart Veigel intensiv über die Geschichte der Fluchthilfe. 2010 gab er bei Suhrkamp das Buch „Ich wollte keine Frage ausgelassen haben“ heraus, das Interviews des Schriftstellers Uwe Johnson enthält, die dieser im Januar 1964 mit den Fluchthelfern der ersten Stunde Detlef Girrmann und Dieter Thieme führte.
2011 folgte bei der Edition Berliner Unterwelten im Ch. Links Verlag das derzeit vergriffene „Wege durch die Mauer – Fluchthilfe und Stasi zwischen Ost und West“. 2018 veröffentlichte er beim Europa Verlag den Roman „FREI“.
Über Mut, Freiheit und Glück
Für seine aktuelle Veröffentlichung hat Burkhart Veigel Interviews mit zwanzig ehemaligen Flüchtlingen, mit denen er enger verbunden blieb, und acht Fluchthilfemitstreitern ausgewählt. Insgesamt hatte er an die hundert von ihnen nach ihren Erinnerungen und Einschätzungen befragt. Warum flüchtet ein Mensch aus seiner Heimat, verlässt seine Familie, Freunde, Arbeitsplatz, alle Vertrautheiten und beginnt ein völlig neues Leben? Warum wird jemand Fluchthelfer? Und wie lief das konkret ab?
Bewegende Lebensgeschichten kommen hier zur Geltung. Die biographischen Verläufe unterscheiden sich naturgemäß. Eine chronologische Kurzübersicht bedeutsamer Lebensdaten ist den Porträts jeweils vorangestellt, dann folgen die Entwicklungen bis zur Flucht, die atemberaubenden konkreten Fluchtumstände (gefälschte Pässe, Versteck im Cadillac) und die Vita danach.
Das Leben der der SED-Diktatur Entkommenen änderte sich nach ihrer Flucht grundlegend, wie sie berichten: Endlich Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit sowie freie Wahlmöglichkeiten des Studienfaches, des Berufs, der Freizeitgestaltung und des Reisens. Vor allem aber keine Übergriffe mehr durch die kommunistische Geheimpolizei.
Die Flüchtlinge
Sabine Baumgärtner, die erste im Buch Porträtierte, gehörte einem Leipziger Freundeskreis um Uwe Johnson an. Ihr Vater war als Jude von den Nationalsozialisten ermordet worden. Anfangs hatte sie in der DDR Hoffnung auf eine demokratische Entwicklung. Nach dem Mauerbau stellte sich ihrem Mann und ihr aber sofort die Frage: „Wie kommen wir raus?“ Noch vor Weihnachten gelang beiden die Flucht. Sie zogen zunächst nach München und waren verwundert über die dortige von Desinteresse geprägte Unkenntnis über die SED-Diktatur.
Fluchtgründe für andere waren versagte Studienwünsche, Meinungsäußerungsverbote und aus der sozialistischen Gesetzlichkeit erwachsene Schikanen bis hin zu willkürlicher und menschenunwürdiger Haft. Nicht wenige hatten Vertreibung und den Terror der russischen Besatzer erlebt.
Prägend war auch die Niederschlagung des Volksaufstands von 1953. Einige hatten vor dem August 1961 bei Besuchen in West-Berlin oder als „Grenzgänger“ an der Freiheit schon gerochen. Einer war Mitglied der bis 1961 lediglich noch in Ostberlin geduldeten Ost-SPD. Ein anderer organisierte in Jena einen illegalen Lesekreis, was schnurstracks ins Gefängnis hätte führen können.
Manche hatten bereits (gescheiterte) Fluchtversuche hinter sich. Die meisten waren zum Zeitpunkt ihrer Flucht Mittzwanziger und Akademiker.
Aus rein wirtschaftlichen Gründen floh niemand. Eher ließen sie ihren bescheidenen Wohlstand zurück und fingen ganz von vorn an. Strebsam und erfolgreich waren sie im „kapitalistischen“ Westen dann alle.
Fluchthelfer-Freunde - die Girrmann-Gruppe
Fluchthelfer Dieter Thieme aus Magdeburg war selbst in den Westen geflüchtet. Er hatte einem studentischen Kreis in Halle angehört, der die DDR-kritische Zeitschrift „Der Monat“ und Orwells „1984“ las und heimlich verteilte. Bald stellte er eine verblüffende Parallelität von Sozialismus und Nationalsozialismus fest. Mit seinen Freunden klebte er kleine grüne Plakate mit einem großen weißen „F“ – für „Freiheit“ im Stadtgebiet. Der Stasi-Spitzel Walter Hofmann verriet die Gruppe, was im Oktober 1950 zwölf Inhaftierungen nach sich zog. Thieme setzte sich nach dreijähriger entwürdigender Haft inklusive körperlicher Gewalt im „Roten Ochse“ nach West-Berlin ab.
Veigel lernte Thieme an der FU Berlin, der „Fluchthilfe-Zentrale“ im Studentenwerk kennen. Zuvor war Detlef Girrmann, der ebenfalls der Studenten-Gruppe in Halle angehört hatte, geflohen. Beide unterstützen zunächst Angehörige von aus politischen Gründen Inhaftierten. Nach dem Mauerbau beschlossen sie, Fluchtwilligen zu helfen und stellten, einer Idee Eberhard Nedorns folgend, gefälschte Pässe her. Der für das Studentenwerk verantwortliche Professor Ernst Heinitz beendete jedoch bald ihr Arbeitsverhältnis, um ihr menschenrechtliches Wirken vom Universitätsgelände zu verbannen. Weitermachen konnten sie im „Haus der Zukunft“. Hier stieß Bodo Köhler zur Gruppe. Diese blieb kreativ und organisierte nun Tunnelfluchten. Insgesamt verhalf die „Girrmann-Gruppe“ etwa 1.600 Menschen in die Freiheit.
Bodo Köhler war als Schüler im humanistischen Gymnasium Sankt Afra Meißen bereits in Widerspruch zu den Nationalsozialisten geraten. Lehrer und Mitschüler verschwanden einfach, was ihn misstrauisch gegenüber jeder Ideologie bleiben ließ. In Leipzig studierte er 1949 kurz Theologie und floh 1951. Auch er hatte den „Monat“ und weitere indizierte Literatur verteilt.
Mitarbeiterin Joan Glenn war die „gute Seele“ der Gruppe. Leider erkrankte sie Anfang der 1970er Jahre an einer Schizophrenie. Könnte dies eine Auswirkung der Zersetzungsarbeit der Stasi gewesen sein?
Verhängnisvoll hatten zwei eingeschleuste Spitzel (Georgios Rhaptis und Siegfried Uhse) gewirkt. Es war zu Verhaftungen gekommen und es stellte sich die existenzielle Frage: „Wer ist der Verräter?“ Erst die Einsichtnahme in die Stasi-Akten konnte hier Klarheit bringen. Damals säten die klandestinen Stasi-Zersetzungsmaßnahmen mit dem Ziel der Liquidierung Zwietracht.
Der Senat von West-Berlin mahnte zur Zurückhaltung und leistete keine finanzielle Unterstützung für die „Störenfriede“. Deren Schulden, die durch nötige Aufwendungen entstanden waren, betrugen bald 100.000 Mark.
An ein berufliches Fortkommen konnten alle erst einmal nicht denken. Dieter Thieme arbeitete später als Jurist. Detlef Girrmann war nach der Friedlichen Revolution „Aufbauhelfer“ in Thüringer Behörden.
Der Tunnelbauer Hasso Herschel
Auch mit dem aus Dresden stammenden Hasso Herschel, der vor seiner Flucht im Gefängnis saß und bis 1972 einer der erfolgreichsten Fluchthelfer war, arbeitete Veigel zusammen. Mit ihm brachte er etwa 120 Flüchtlinge in die Freiheit. Herschel war der Bau des spektakulären Tunnels 29 gelungen.
Bedrängten geholfen hatte schon dessen Mutter. Sie hatte den Wehrmachts-Deserteur Werner Kaltofen versteckt, der sich nicht mit Exekutionen schuldig machen wollte. Hassos anfängliche Sozialismus-Begeisterung als Schüler wich zunehmender Distanzierung, als er die sozialistische Realität zu durchschauen begann. Er las nun erkenntnisreiche verbotene Bücher wie Wolfgang Leonhards „Die Revolution entlässt ihre Kinder“.
Der 17. Juni 1953 wurde für ihn zum endgültigen Wendepunkt. Er führte eher zufällig eine Demonstration zum Dresdner Fučíkplatz an und wurde deshalb zehn Tage lang inhaftiert. Da war er gerade einmal 17 Jahre alt. Weil er wenige Jahre später eine Schreibmaschine, eine Kamera und ein Fernglas aus Ostproduktion in West-Berlin verkaufte, wurde er 1955 als „Wirtschaftsverbrecher“ zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Beteiligt daran war der am Beginn seiner juristischen Laufbahn stehende marxistische Rechtsphilosoph Hermann Klenner, der stets eifrig den Unrechtscharakter der SED-Klassenkampfjustiz leugnete und in Gremien der Partei „PDS/Die Linke“ weiterwirkte. Einst war er NSDAP-Parteigenosse, Mitgliedsnummer 9756141.
https://hubertus-knabe.de/ein-nazi-bei-der-linken/
Haftstationen Hasso Herschels waren die Keibelstraße in Berlin, der Stasi-Knast Dresden, Rummelsburg und Spremberg (Schwarze Pumpe). Nach seiner Flucht mit einem gefälschten Pass holte Herschel zunächst auf die gleiche Weise Verwandte rüber. Um dessen Aktivitäten ausführlich darzustellen, nutzte Veigel auch Veröffentlichungen von Maria Nooke.
Als Hasso Herschel beim Durchforsten seiner Stasi-Akten in einen verstörenden Abgrund blickte, weigerte er sich, weiterzulesen. Sogar Verwandte, die auf Westbesuch kamen, hatten ihn bespitzelt. Burkhart Veigel setzte das Aktenstudium fort.
Eine angemessene Würdigung
Beschrieben werden im Buch desweiteren die Aktivitäten von Ulrich Pfeifer, Bundesverdienstkreuzträger Joachim Neumann (beide waren selbst geflohen), von John Ireland und Rudolf von Oertzen, der 1962 in Ostberlin verhaftet wurde. Erwähnung finden weitere Fluchthelfer wie Wolfgang Fuchs, Harry Seidel und der spätere Astronaut Reinhard Furrer.
Unterstützung leisteten viele Helfer unterschiedlicher Nationalität, die Kurierdienste übernahmen, Pässe schmuggelten, Tunnel gruben und Fluchtfahrzeuge steuerten. Spannend sind die Erzählungen allemal. Berichte über Hafterfahrungen (Thieme, Herschel und von Oertzen) verdeutlichen die kommunistische Herrschaftspraxis.
Burkhart Veigel hat all diesen verdienten Fluchthelfern, die erhellende Anekdoten und Hintergründe preisgeben, mit seiner akribischen Arbeit ein würdiges Denkmal gesetzt. Immer wieder konnte er hierbei seine eigene Expertise einfließen lassen.
Es handelte sich um klaren politischen Widerstand gegen das kommunistische Regime, wie erstmals der Politikwissenschaftler und Journalist Karl-Wilhelm Fricke betonte. Auf die Zuschreibung „kriminelle Menschenhändlerbande“, die DDR-Medien verbreiteten, waren die Akteure eher stolz, denn solcherlei zeigte, dass die marxistisch-leninistischen Gefängniswärter nicht unverwundbar waren. Freilich ergriff das Regime von Moskaus Gnaden Gegenmaßnahmen und verfeinerte ständig den tschekistischen Überwachungsstaat bis sich die DDR-Insassen mit ihrer Friedlichen Revolution erhoben: Exit and Voice. Ein wirkmächtiger Kernbestand dieser Entwicklung hin zur Entmachtung der sozialistischen Menschenverwalter ist die frühe Fluchthilfe.
Es wurde höchste Zeit
Höchste Zeit für die jahrelangen Recherchen war es, da einige der Protagonisten in den letzten Jahren verstarben. Gespeist aus jahrzehntelanger Verbundenheit und Nähe offenbaren die Erzählungen ein authentisches, intimes und allgemeingültiges Bild der politischen und persönlichen Verhältnisse zu Zeiten der SED-Diktatur und darüber hinaus.
Zahlreiche Fotografien, Briefe und Dokumente unterfüttern die Schilderungen. Die bis 2009 bekannt gewordenen, durch kommunistische Täter ermordeten Menschen an der Mauer in Berlin von 1961 bis 1989 sind in einer Übersicht namentlich aufgelistet. Dem Buch ist ein Personenregister beigefügt und ein Glossar, in dem auch Robert Havemann vorkommt und das mittlerweile aus der Mode gekommene Begriffe erläutert.
Das Resümee des Autors
Der Autor resümiert, dass die Wiedervereinigung vermutlich besser und schneller gelungen wäre, wenn es nach 1989 eine „Entkommunistifizierung“ und ein Verbot kommunistischer Symbole gegeben hätte. Die lebensweltliche Expertise der Geflohenen wurde auch in der alten Bundesrepublik kaum wahrgenommen. In einer Zeit, in der dümmliche Stasi-Vergleiche und Diktatur-Verklärungen grassieren, haben diese erfahrungsgestützten Stimmen nicht nur Jüngeren etwas zu sagen über Freiheit und Wagnis. Weitgehend in den Hintergrund geratene kritische Einordnungen der kommunistischen Diktatur zeigen sich bereits in der authentischen Wortwahl.
Der Autor
Dr. Burkhart Veigel, Jahrgang 1938, Pfarrerssohn mit humanistischer Schulbildung, war als Student und junger Arzt von 1961 bis 1970 selbst Fluchthelfer. Als er damit begann, war er 23 Jahre alt. Gelernt hat er das „Handwerk“ der Fluchthilfe in der „Girrmann-Gruppe“. Über 950 DDRlern verhalf er zu einem Leben in Freiheit. Danach arbeitete der Baden-Württemberger als Orthopäde in Stuttgart.
Für die SED-Funktionäre waren Fluchthelfer „Kriminelle“, „Terroristen“ oder „CIA-Agenten“, die es mit allen Mitteln zu bekämpfen und „auszulöschen“ galt. Veigel entkam 1964 und 1965 zwei Entführungsversuchen durch die Stasi. Blutrichterin Hilde Benjamin hatte schon die Todesstrafe in Aussicht gestellt.
Spitzel wurden in Fluchthelfergruppen eingeschleust. Veigel blieb wachsam, wie er in seinem ausführlich einordnendem Vorwort beschreibt. So konnte er bis 1970 weiterhin Menschen in die Freiheit holen. Dabei reduzierte er sein Studium auf ein Minimum und gab das Musizieren auf. Beflügelt wurde er durch die Solidarität der West-Berliner mit ihrer damaligen Grundstimmung: „Lieber tot als rot!“. Späterhin ist eher von einem bundesweiten „Tal der Gleichgültigen“ zu sprechen.
Darüber hinaus diskreditierten bundesdeutsche Politiker, wie der Realitätsverweigerer und „Erzfeind“ Egon Bahr, die Fluchthelfer. Aussicht auf finanzielle Unterstützung gab es keine, sodass die Fluchtwilligen künftig Schuldscheine für die entstandenen Kosten unterschreiben mussten.
Veigel weist in diesem Zusammenhang auf eine Kontinuität hin: von der damaligen Blindheit einiger bundesdeutscher Politiker gegenüber dem verbrecherischen Charakter der kommunistischen Zwangsherrschaft bis hin zu gegenwärtigen Falscheinschätzungen des KGB-Mannes Putin.
Ausgezeichnet
2012 wurde Veigel für sein langjähriges, lebensgefährliches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt und seit 2017 stiftet er den Karl-Wilhelm-Fricke-Preis, der jährlich von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur an herausragende Aufarbeitungsinitiativen und Einzelengagierte vergeben wird.
Über sein nicht ungefährliches Engagement als Fluchthelfer sagt er: „Mir lag die Rolle des „heimlichen Helden“ – das war ich in den Augen der West-Berliner, auch der Politik, der Polizei und der Presse tatsächlich, ein Held, der im Gegensatz zu den Politikern etwas unternimmt, die Kommunisten immer wieder austrickst, ohne dass die etwas dagegen tun können, und auf den man deshalb stolz ist.“
Seine anlässlich der aktuellen Buchpräsentation vorgenommenen Analysen und Vergleiche mit gegenwärtigen Fluchtbewegungen, bei denen er offenkundige Unterschiede benennt, sind hier nachhörbar:
https://www.youtube.com/watch?v=S4CvxoUeGuk&t=6597s
Renommierte Verlage waren leider nicht bereit, das Buch in ihr Programm aufzunehmen, sodass sich der Autor dafür entschied, es bei Books on Demand selbst zu publizieren.
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Burkhart Veigel: Mut und Freiheit – „Meine“ Flüchtlinge und meine Fluchthelfer-Freunde. Books on Demand 2025. 494 Seiten. ISBN 9783695128662. Hardcover 40 €.
E-Book 4,99 € über https://vkyuq1-ay.myshopify.com/products/mut-und-freiheit-e-book-version?variant=55887414165849
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geboren 1955 in Lauchhammer. Ab 1976 fand er in Jena Kontakt zur Offenen Arbeit der Jungen Gemeinde Stadtmitte und besuchte systemkritische Lesekreise, 1982 Umzug nach Berlin. Dort Mitarbeit in verschiedenen oppositionellen Gruppen, wie der Berliner Umwelt-Bibliothek. Im Herbst 1989 war er einer der Organisatoren der Mahnwache in der Berliner Gethsemanekirche. Ab 1990 war er Mitarbeiter des Matthias-Domaschk-Archivs und zeitweilig Pressesprecher der Bürgerbewegung Neues Forum. 1997 bis 2005 studierte er Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universtiät zu Berlin und ist Diplom-Sozialwissenschaftler.
Bis zum Renteneintritt arbeitete er in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Gerold Hildebrand lebt in Berlin-Prenzlauer Berg.