©Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Walter
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Austellungskuratorin Elske Rosenfeld. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Walter
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„wildes wiederholen. material von unten“ - Künstlerische Forschung im Archiv der DDR-Opposition

Künstlerische Forschung im Archiv der DDR-Opposition. Was das ist, und wie das funktionieren kann?

In einer Kooperation zwischen dem Kunstraum District Berlin und der Robert-Havemann-Gesellschaft waren Künstler*innen und Autor*innen eingeladen, in einem mehrmonatigen Arbeitsprozess im Archiv zu forschen und zu arbeiten. Für die Ausstellung sind so Performances, Videoarbeiten, Installationen und weitere, in Form von Zines publizierte Beiträge entstanden, darunter eine Deponie für (materiellen, sprachlichen, ideologischen) West- und Ostmüll, eine Bildgeschichte verstrahlter Landschaften, eine Autobiographie politischer Gewalterfahrung 1988-2016, oder ein fiktiver Piratensender einer afrikanisch-antikolonialen Befreiungsbewegung, der sich mit der DDR-Opposition solidarisiert.

Von den Ergebnissen der künstlerischen Forschung im Archiv der DDR-Opposition kann sich jeder Interessierte bei einem Besuch der Ausstellung „wildes wiederholen. material von unten“ selbst überzeugen. Die Ausstellung wird noch bis zum 16. Dezember in den Räumen der Robert-Havemann-Gesellschaft und des Kunstraums District gezeigt.

Das Projekt wurde konzipiert und kuratiert von Suza Husse und Elske Rosenfeld. Mit Installationen, Performances und Zines von Mareike Bernien und Alex Gerbaulet, Claude Gomis, Suza Husse und Maria Josephina Bengan Making, Saskia Köbschall, Ernest Ah und Sabrina Saase und Lee Stevens vom Kollektiv der Raumerweiterungshalle, Henrike Naumann und Technosekte, Peggy Piesche, Elske Rosenfeld, Nadia Tsulukidze, Anna Zett, Kai Ziegner, sowie Arbeiten von Bärbel Bohley und ausgewählten Dokumenten aus dem Archiv. 

ORTE:

Archiv der DDR-Opposition (Haus 17) 
Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin
Öffnungszeiten: montags, 15.00 bis 18.00 Uhr und mittwochs, 15.00 bis 20.00 Uhr

District Berlin 
Bessemerstraße 2-14, 12103 Berlin
Öffnungszeiten: Donnerstags bis Samstags, 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Weitere Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "wildes wiederholen. material von unten.":

5. Dezember 2018 District Berlin
** 18.00 Uhr – Deponie.  Ausstellungsgespräch mit Anna Zett zu Sprache als Teil der menschlichen Umwelt, zur toten, „zubetonierten Sprache“ des DDR-Systems, zu ihrer (Wieder-)belebung in der Opposition. 
** 19.00 Uhr – Umwelt, im erweiterten Sinne. Gespräch zu politischen Umwelten, zur Umweltbewegung der DDR, zu (materiellem, sprachlichem, ideologischem) West- und Ostmüll, dem (Nach)Strahlen von Landschaften und Geschichte/n. Mit Mareike Bernien & Alex Gerbaulet, Frank Ebert, Sebastian Pflugbeil und Anna Zett, moderiert von Suza Husse und Elske Rosenfeld.

15. Dezember 2018 Haus 22 – Stasizentrale. Campus für Demokratie 
** 18.00 Uhr – Gastspiel D’EST: Eine multikuratorische Online-Plattform für Videokunst aus dem ehemaligen „Osten“ und „Westen“ präsentiert Screening Kapitel #6 RETOPIA Videokunst- und Filmscreening zu den politischen Verschiebungen und Erinnerungsformen der paneuropäischen und globalen Dimension post-/sozialistischer Transformation. Mit Arbeiten von Marwa Arsanios, Pauline Boudry & Renate Lorenz, Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová, Renata Poljak, Belit Sağ, Katrin Winkler, kuratiert und präsentiert von Katja Kobolt und Bettina Knaup.

16. Dezember 2018 Archiv der DDR-Opposition und Haus 22 – Stasizentrale. Campus für Demokratie
** 16.00 Uhr – A Vocabulary of Revolutionary Gestures. Ausstellungsgespräch mit Elske Rosenfeld und Wolfgang Templin. 
** 18.00 Uhr – Über das Nein hinaus / Der Anfang von Etwas. Runder Tisch zur Revolution 1989/90 und deren politischen und (sub-)kulturellen Formen und radikal demokratischen Praktiken, zu ihrem Nachleben und ihrer Wiederaneignung heute. Mit Max Hertzberg, Henrike Naumann, Nadia Tsulukidze, Elsa Westreicher und Kai Ziegner, u.a. moderiert von Suza Husse und Elske Rosenfeld.
** 20.00 Uhr – BRONXX. Performance von Henrike Naumann. Ein Versuch, mit den Mitteln experimenteller Musik ein alternatives Kommunikationssystem zum Sprechen über Stasi und Opposition zu entwickeln.