Roland Jahn

Im Januar 2011 wurde Roland Jahn im Deutschen Bundestag zum ersten mal und im Juni 2016 ein zweites mal zum Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen gewählt. Um die Geschichte und aktuellen Auseinandersetzungen zu dokumentieren bietet die Robert-Havemann-Gesellschaft dieses Themendossier an.
Die Materialien dokumentieren wichtige biographische Stationen Jahns, angefangen von frühen Protestaktionen in Jena über seine gewaltsame Ausbürgerung aus der DDR im Jahr 1983 bis hin zu seiner Unterstützung der DDR-Opposition von West-Berlin aus.

Pressemeldung der RHG, 27.01.2011

Dokumente

Roland Jahn: Biografie und Publikationen


Jena, 19.05.1983, die Jenaer Friedensgemeinschaft beteiligt sich mit eigenen Transparenten an der offiziellen Demonstration der FDJ zum Pfingsttreffen im Bezirk Gera. Roland Jahn mit Pappschild "Schwerter zu Pflugscharen".

© Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Albrecht
Jena, 19.05.1983, die Jenaer Friedensgemeinschaft beteiligt sich mit eigenen Transparenten an der offiziellen Demonstration der FDJ zum Pfingsttreffen im Bezirk Gera. Mitarbeiter der Geheimpolizei zerstörten das Schild mit der Aufschrift "Schwerter zu Pflugscharen".

© Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Albrecht
Wochenlang fährt Roland Jahn mit diesem Papierfähnchen an seinem Fahrrad durch Jena. Am 01. September 1982 wird er verhaftet.
© Robert-Havemann-Gesellschaft
Protestpostkarte gegen das Bildungsverbot in der DDR, dass gegen Roland Jahn nach seiner Exmatrikulation verhängt wurde. Die Postkarte wurde 1982 angefertigt und auch im "SPIEGEL" veröffentlicht.
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Manfred Hildebrand
Peter Wensierski und Roland Jahn in der Redaktion des ARD-Politmagazins "Kontraste". © Robert-Havemann-Gesellschaft/Ulrike Michels
Roland Jahn während einer gemeinsamen Veranstaltung der Robert-Havemann-Gesellschaft und des BStU im Bildungszentrum des BStU, Zimmerstraße 90/91, 10117 Berlin: "Provokation beim Staatsakt: Die Folgen der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration 1988"
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Mit großer Mehrheit hat der Deutsche Bundestag am 28.01.2011 Roland Jahn zum Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR gewählt. Jahn ist Nachfolger von Marianne Birthler, die Mitte März 2011 turnusgemäß aus dem Amt schied.
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Alle drei Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR Marianne Birthler, Roland Jahn und Joachim Gauck vor dem Brandenburger Tor.
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Roland Jahn in der Zimmerstraße in Berlin-Mitte vor einer Ausstellungstafel die ihn zusammen mit Peter Rösch zeigt.
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Bernd Neumann (Staatsminister bei der Bundeskanzlerin und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien) mit der Ernennungsurkunde bei der Amtseinführung von Roland Jahn als neuer Bundesbeauftragter für die Stasiunterlagen im Deutschen Historischen Museum in Berlin.
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Verabschiedung von Marianne Birthler und Amtseinführung von Roland Jahn als neuer Bundesbeauftragter für die Stasiunterlagen im Deutschen Historischen Museum in Berlin.
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Erster öffentlicher Auftritt von Roland Jahn als Bundesbeauftragter in der Gedenkstätte Hohenschönhausen bei einer Veranstaltung der Robert-Havemann-Gesellschaft, "Gesichter der Friedlichen Revolution" Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert

Amtseinführung des neuen Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen

"Die Beschäftigung von ehemaligen Stasi-Mitarbeitern in der Behörde für die Stasi-Unterlagen ist unerträglich.Jeder ehemalige Stasi-Mitarbeiter, der in der Behörde angestellt ist, ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer......die Beschäftigung von ehemaligen Stasi-Mitarbeitern in der Behörde beschädigt die Glaubwürdigkeit der Aufarbeitung der Tätigkeit der Staatssicherheit."

Antrittsrede von Roland Jahn anläßlich seiner Amtseinführung am 14.03.2011

Presseerklärung des Bürgerkomitees Leipzig:

Bürgerkomitee unterstützt Roland Jahn in seinem Bemühen endlich die Stasi-Mitarbeiter aus der BStU zu entfernen

Zum Streit des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen, Roland Jahn, mit dem innenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz.

"Kritik von Dieter Wiefelspütz ist absurd - Innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion sollte sich entschuldigen.", Pressemitteilung des Bürgerkomitees Leipzig, 09. Mai 2011

Offener Brief der Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen in Thüringen Hildegund Neubert an Dr. Dieter Wiefelspütz, 09. Mai 2011

"Dieter Wiefelspütz' Kritik an Roand Jahn ist unverschämt", Presseerklärung der UOKG e.V., 09. Mai 2011

"SPD-Politiker Wiefelspütz verteidigt indirekt Stasi-Täter", Presseerklärung der VOS e.V., 09. Mai 2011

Für Glaubwürdigkeit und Transparenz in der DDR-Aufarbeitung, Pressemitteilung des Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Lutz Rathenow, 11. Mai 2011

Opens external link in new window"Freiheit muss man sich nehmen", Interview mit dem Bundesbauftragten.

Offener Brief des ehemaligen Bundestagsabgeordneten der SPD Gunter Weißgerber an den innenpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag Dieter Wiefelspütz.

"Egon Bahr, früherer Ost-Politiker der SPD wirft der Stasi-Unterlagenbehörde mangelnden Versöhnungswillen vor", Der Tagesspiegel, 15.05.2011

Der "Tagesspiegel" dokumentiert einen Beitrag Bahrs zu einer Festschrift aus Anlass des 75. Geburtstags Stolpes., 17.05.2011

Unrechtsaufarbeitung der SPD inakzeptabel - Kein Schlussstrich bei der Stasi-Unrechtsaufarbeitung, Pressemitteilung vom 18.05.2011, FDP-Bundestagsfraktion

Opferverbände und Aufarbeitungsinitiativen unterstützen den Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Erklärung vom 29. Mai 2011

Denkmal für politisch Verfolgte in der DDR eingeweiht:

"All denen, deren Menschenwürde verletzt wurde, den Verfolgten, die gegen kommunistische Diktatur aufrecht für Demokratie und Menschenrechte einstanden. 1945 - 1989."

Rede Roland Jahns am 17. Juni 2010 in Jena anlässlich der Einweihung des Denkmals „Zum Gedenken an die politisch Verfolgten in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in der DDR zwischen 1945 und 1989"

30 Jahre Solidarnosc-Bewegung: Roland Jahn vom polnischen Staatspräsidenten Komorowski ausgezeichnet

Pressemitteilung der Robert-Havemann-Gesellschaft:

Initiates file downloadDas Europäischen Zentrums der Solidarnosc in Danzig verlieh Roland Jahn, Wolfgang Templin und anderen eine Medaille aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums der Solidarnosc-Bewegung.