Veranstaltungen der Robert-Havemann-Gesellschaft


Wolfgang Ullman bei der Kundgebung "04.November, nicht vergessen.." am 4. November 1990 auf dem Berliner Alexanderplatz. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Gerald Zörner/RHG_Fo_RDA_03337

09.12.2019

Enthüllung einer Gedenktafel zu Ehren von Wolfgang Ullmann

Wolfgang Ullmann, dessen vielseitiges Wirken ihn als Theologe, Publizist und Politiker bekannt gemacht hat, zählt zu den Symbolfiguren des Epochenbruches 1989/90. Ab 1987 bereits Mitglied der „Initiative Absage an Praxis und Prinzip der Abgrenzung“ (IAPPA) war er im Herbst 1989 Mitbegründer einer der ersten Bürgerbewegungen „Demokratie Jetzt“. Sein umfangreicher Nachlass befindet sich im Archiv der DDR-Opposition der Robert-Havemann-Gesellschaft.

Wolfgang Ullmann gehörte zu den Initiatoren des Zentralen Runden Tisches der DDR, dessen Arbeit er als zentrale Persönlichkeit und vielseitiger Vermittler wesentlich prägte. Nach seiner Amtszeit als Minister ohne Geschäftsbereich in der Regierung Modrow gestaltete er als Abgeordneter von Bündnis 90 in der ersten und letzten frei gewählten Volkskammer der DDR und schließlich im Deutschen Bundestag zudem die parlamentarische Arbeit im Transformationsprozess mit. Nachdem er bereits am Runden Tisch an einer neuen Verfassung der DDR mitgearbeitet hatte, setzte er sich nach der deutschen Einheit in verschiedenen Kommissionen für eine gesamtdeutsche Verfassung ein.

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution lädt die Senatsverwaltung für Kultur und Europa in Verbindung mit der Historischen Kommission zu Berlin e.V. am Montag, den 9. Dezember 2019, 14.30 Uhr zur Enthüllung einer „Berliner Gedenktafel“ zu Ehren des 2004 verstorbenen Wolfgang Ullmann in der Tieckstraße 17, 10115 Berlin.

Grußworte:
Dr. Torsten Wöhlert, Staatssekretär für Kultur
Dr. Christine Schlund, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Koepjohann’sche Stiftung

Laudationes:
Tina Krone, Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.
Stephan Bickhardt, Direktor der Evangelischen Akademie Meißen

Im Anschluss lädt die Senatsverwaltung für Kultur und Europa zu einem Umtrunk ein.
Um Anmeldung unter protokoll(at)kultur.berlin.de wird gebeten.

Termin: 9. Dezember 2019, 14.30 Uhr
Ort: Tieckstraße 17, 10115 Berlin
Verkehrsanbindung: S-Bahnhof Nordbahnhof

Veranstalter:
Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Historischen Kommission zu Berlin e.V.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.

©itworks

10.12.2019

Filmvorführung mit anschließendem Filmgespräch: "SCHÖNHEIT & VERGÄNGLICHKEIT"

Zum Film: Schon vor dem Mauerfall porträtiert der Fotograf Sven Marquardt – heute auch durch sein markantes Aussehen als Türsteher des legendären Technoclubs Berghain bekannt – die subkulturelle Ost-Berliner Szene in Schwarzweiß-Fotografien. Nach 25 Jahren Unterbrechung erfindet sich Marquardt neu, erlangt mit seinen Arbeiten für Fashionlabels Weltruhm. Seine Werke strahlen Nacht, Rausch, Exzess und Dunkelheit aus. Er trifft zwei seiner Weggefährten aus der gemeinsamen Ost-Berliner Punkzeit wieder: Robert Paris und Dominique "Dome" Hollenstein. Ein neues Projekt über Berlin entsteht, über Sehnsucht nach Individualität, Unangepassheit und Rebellion in zwei unterschiedlichen Wertesystemen.

Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es ein Gespräch mit der Regisseurin Annekatrin Hendel und dem Schriftsteller Henryk Gericke. Dieser war in den achtziger Jahren Teil der Ostberliner Punkszene und veröffentlichte nach dem Mauerfall diverse Bücher und Beiträge zum Thema Subkultur in der DDR.

Filmtrailer (Youtube)

Termin: 10. Dezember 2019, 20.00 Uhr
Ort: Kino Krokodil, Greifenhagener Straße 32, 10437 Berlin
Verkehrsanbindung: U2, S41/42 Schönhauser Allee 

Veranstalter:
Real Fiction Filmverleih, Kino Krokodil, Robert-Havemann-Gesellschaft.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.

 

 

Wir freuen uns, Sie auch im Jahr 2020 bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen. Bis dahin wünschen wir Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr.


Ein "stiller Abschluss" der Montagsdemonstrationen des Jahres 1989. Mit Kerzen in den Händen gedenken 100.000 Bürger am 18. Dezember den Opfern von Gewalt und geistiger Unterdrückung in der DDR. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper/RHG_Fo_AnKae_1485

Sonderausstellung für Kinder vom 30. Oktober 2019 bis 9. Februar 2020: WAS IST EIN KERZENMEER?

Heute gehen viele Schüler und Schülerinnen zur Klimarettung auf die Straße. Vor 30 Jahren haben auch viele Menschen demonstriert. Viele dieser mutigen Menschen wohnten in der Nähe vom MACHmit! Museum im Prenzlauer Berg. Diese Friedliche Revolution von 1989 feiern wir heute. Kann man die Demos vergleichen? Warum wurde protestiert? Wer war dabei? Was war das Ergebnis?

Der Mauerfall kam nicht aus dem Nichts. Berührende Geschichten einzelner Akteur*innen aus den Monaten vor dem Mauerfall werden in der Sonderausstellung erzählt. Dazu wurden Zeitzeug*innen von ihren Kindern oder Enkeln befragt. Dadurch sollen Besucherkinder angeregt werden, mit ihren Familien und Nachbar*innen ins Gespräch zu kommen: Was haben Kerzen damit zu tun? War es gefährlich? Was ist ein Mauerspecht?

Das MACHmit! Museum ist ein Ort für Kinder und ihre Erwachsenen. An den Werktischen vertiefen künstlerische und handwerkliche Aktionen das Ausstellungsthema. Die Robert-Havemann-Gesellschaft beteiligt sich mit Bildern und Fotos aus dem Archiv der DDR-Opposition an der Ausstellung.

 

30. Oktober 2019 bis 9. Februar 2020.
Öffnungszeiten des MACHmit! Museums:
Familien, Dienstag – Sonntag 10 –18 Uhr
Schule/Kita/Hort, Dienstag – Freitag 8.45 – 18 Uhr
an Feiertagen geöffnet, außer Montag/Weihnachten/Silvester

Ort: MACHmit! Museum, Senefelder Straße 5, 10437 Berlin
Verkehrsanbindung: U2 Eberswalderstraße

Initiates file downloadAusstellungsflyer (pdf)

Die Ausstellung wurde gefördert durch Fonds Soziokultur e.V., Jugendamt Pankow und Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Eine Ausstellung des MACHmit! Museums in Kooperation mit der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur