Veranstaltungen der Robert-Havemann-Gesellschaft

Titelbild der Reihe "Unangepasst"
Friedenswerkstatt 1985. Gruppenbild der „Lesben in der Kirche“ auf dem
Gelände der Erlöserkirche Ostberlin. Foto: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bettina Dziggel/RHG_Fo_GZ_0396

27.10.2020

"Die politische Dimension des Privaten. Künstlerinnen und Geschlechterdifferenz in der zweiten Öffentlichkeit der DDR"

Online-Werkstattgespräch der Reihe "Unangepasst - Repressionserfahrungen von Frauen in der DDR"

Die Reihe richtet den Fokus auf Frauengruppen, die politisch, sozial oder (sub-)kulturell von den sozialistischen Normen abwichen. Expertinnen und Zeitzeuginnen stellen in einem Online-Werkstattgespräch den aktuellen Forschungsstand vor und vermitteln die Perspektive der Betroffenen.

27. Oktober 2020, 19.00 Uhr
„Die politische Dimension des Privaten. Künstlerinnen und Geschlechterdifferenz in der zweiten Öffentlichkeit der DDR“
…mit der Kunstwissenschaftlerin Angelika Richter moderiert von der Künstlerin und Autorin Elske Rosenfeld

Termin: Dienstag, 27.10.2020, 19:00 Uhr
In den unabhängigen Kunstszenen der späten DDR thematisierten und kritisierten Frauen tradierte Vorstellungen von Geschlecht – mit Performances, Modeschauen, Keramiken, fotografischen Serien, Selbstinszenierungen. Diese Künstlerinnen erfuhren mitunter mehrfache Ausgrenzungen: als unangepasste Künstlerinnen in der DDR und als Frauen in einer männerdominierten Kunstszene. Die Kunstwissenschaftlerin Angelika Richter hat diese Ausschlüsse anhand der Biografien und des Schaffens dieser Künstlerinnen erkundet. Sie gibt einen Einblick in ihre wissenschaftliche Arbeit. Das Gespräch wird moderiert von der Künstlerin und Autorin Elske Rosenfeld.

Die Veranstaltung findet online über Zoom statt. Für die Teilnahme registrieren Sie sich bitte bis 5.10.2020 unter folgendem Link:
zoom.us/webinar/register/WN_J9QYHnSqTK-p1lsg0X6BVg
Nach Ihrer erfolgreichen Registrierung erhalten Sie eine automatische Mail mit den Zugangsdaten zur Veranstaltung.

Veranstaltungsflyer (pdf)

Dieses Werkstattgespräch ist eine Veranstaltung der Agentur für Bildung - Geschichte, Politik und Medien e. V. in Kooperation mit der Robert Havemann Gesellschaft e. V. Die Veranstaltung wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Immer unter Beobachtung. Ein Punk bei einem Konzert Ende der 1980er Jahre. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Nikolaus Becker/RHG_Fo_NiBe_023_39

05.11.2020

+++Ausgebucht!+++ TOO MUCH FUTURE. Punkrock GDR 1980–1989

+++Kurze Info für alle Interessierten: Die Veranstaltung ist bereits restlos ausgebucht. Bitte kommen Sie nur zur Vorstellung, wenn Sie eine Teilnahmebestätigung durch die Mitarbeiter des BStU erhalten haben.+++

Lesung und Album-Vorstellung

Ob in der Provinz oder in den Großstädten: Punks fielen ins Auge und veränderten in den 1980er Jahren das Straßenbild der DDR. Ihre Musik war schrill, laut und oft verboten – Konzerte waren meist nur in privaten oder kirchlichen Räumen möglich. Das nonkonforme Auftreten der Punks passte nicht in das Idealbild der Staatsmacht – die Szene geriet in das Visier der Geheimpolizei der DDR.

Die Compilation „Too Much Future – Punkrock GDR 1980–1989“ widmet sich Punkbands, deren Existenz in der DDR illegal war und die von der Staatssicherheit verfolgt wurden. Einige von ihnen spielten nie vor Publikum. 

Herausgeber Henryk Gericke führt durch den Abend und liest aus der umfangreichen Begleitpublikation. Er spielt Songs von bekannten DDR-Punkbands, wie „Planlos“ und „L'Attentat“ oder den weniger bekannten wie „Konstruktives Liebes Kommando“ und „Küchenspione“. Einige der Songs sind nach jahrelangen Recherchen zum ersten Mal auf einer Bühne zu hören. Sie werden begleitet von bildlichen Eindrücken der Punkszene aus den Beständen des Archivs der DDR-Opposition.

Henryk Gericke war Teil der Ostberliner Punkband „The Leistungsleichen“. Gericke ist  Autor und Herausgeber von Büchern und Texten zur DDR-Subkultur, Kurator der Ausstellungsreihe „ostPUNK – too much future“ und Autor der gleichnamigen Kinodokumentation.

Termin: 5. November 2020, 19.00 Uhr
Ort: „Haus 22“, Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin
Verkehrsanbindung: U5, Magdalenenstraße 

Im Vorfeld der Lesung findet ab 17:30 Uhr eine Sonderführung des Archivs der DDR-Opposition und des Stasi-Unterlagen-Archivs statt. Beide Archive zeigen die Punkszene aus verschiedenen Perspektiven. Treffpunkt: „Haus 7“, Foyer im Erdgeschoss

Aufgrund der begrenzten Kapazitäten bitten wir für die Führungen und auch für die Veranstaltung um Anmeldung per Mail unter: besuch(at)bstu.bund.de oder per Tel. 030 2324-6699.

Die Veranstaltung findet gemäß der Auflagen der aktuellen Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin statt. Daher ist die Teilnehmerzahl auf 50 Personen begrenzt. Der Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei zugänglich.

Veranstalter: Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen


Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.

Zahlreiche Flüsse und Seen wurden durch das Einleiten von giftigen Industrieabwässern verschmutzt. In der Folge verendeten Fische, Bäume starben ab. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper/RHG_Fo_AnKae_3475

12.11.2020

STASI IM CHEMIEREVIER. Planwirtschaft und Umweltkonflikte im Blick der Geheimpolizei

Buchvorstellung und Diskussion

Das Hallenser Chemierevier war ein Schwerpunkt der Stasi-Überwachung: 1989 führte alleine die Objektdienststelle Chemiekombinat Bitterfeld 32 hauptamtliche und 158 inoffizielle Mitarbeiter. Die Geheimpolizei ermittelte bei Planmanipulationen, kontrollierte Anlagenimporte, sorgte für die Geheimhaltung von Umweltdaten und war stets bei größeren Unfällen und Havarien vor Ort.

Warum waren die Offiziere gerade in diesem Sektor so aktiv? Mit welchen Methoden gingen sie vor? Und welche Auswirkungen hatte das auf die Betroffenen? Historiker und Zeitzeugen widmen sich der Stasi als Akteurin der Planwirtschaft. Sie analysieren, wie SED und Geheimpolizei mit der ökonomischen Überforderung der Betriebe und der damit einhergehenden Umweltkatastrophe umgingen. Damit beleuchten sie eine bisher eher selten beachtete Rolle der Staatssicherheit.

PROGRAMM

17 Uhr | Sonderführung
Sonderführung mit den beiden Buchautoren im Stasi-Unterlagen-Archiv.

18.30 Uhr | Buchvorstellung und Diskussion
Begrüßung: Prof. Dr. Daniela Münkel, BStU

Kurzvortrag: Dr. Martin Stief und Dr. Mark Schiefer

Film: Bitteres aus Bitterfeld (Kurzfassung einer Dokumentation, die die Umweltskandale aufdeckte und die Stasi auf den Plan rief.)

Podiumsdiskussion:

Dr. Mark Schiefer (Historiker, BStU) arbeitet zur Verflechtung von Staatssicherheit und Planwirtschaft im Chemierevier, Autor „Profiteur der Krise“
Dr. Martin Stief (Historiker, BStU) forscht zu Staatssicherheit und Umweltzerstörung im Chemierevier Halle–Bitterfeld, Autor „Stellt die Bürger ruhig“
Uli Neumann, Journalist und Dokumentarfilmer, war an der Entstehung und Verbreitung der Dokumentation „Bitteres aus Bitterfeld“ beteiligt.

Moderation: Peter Wensierski, berichtete als Redakteur des ARD-Magazins Kontraste über Umweltkonflikte der DDR.

Termin: 12. November 2020, ab 17.00 Uhr
Ort: „Haus 22“, Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin
Verkehrsanbindung: U5, Magdalenenstraße

Veranstaltungsflyer (pdf)

Aufgrund der begrenzten Kapazitäten bitten wir für die Führungen und auch für die Veranstaltung um Anmeldung per Mail unter: besuch(at)bstu.bund.de oder per Tel. 030 2324-6699.

Die Veranstaltung findet gemäß der Auflagen der aktuellen Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin statt. Daher ist die Teilnehmerzahl auf 50 Personen begrenzt. Der Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei zugänglich.

Veranstalter: Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.


Bei unseren Veranstaltungen gelten die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln. Wer nicht die Möglichkeit hat, an unseren Veranstaltungen in der Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie persönlich teilzunehmen, dem bieten wir mit unserem Campus-Stream ein digitales Alternativprogramm.

Mit dem Campus-Stream möchten wir mit Ihnen im Gespräch bleiben und Ihnen die Möglichkeit geben, an den Diskussionen und Gesprächen zu unseren Themenschwerpunkten teilzunehmen. Die Übertragung unserer Veranstaltungen finden Sie auf den Social Media-Kanälen von Robert-Havemann-Gesellschaft und den jeweiligen Kooperationspartnern. Während des Streams können Sie Ihre Fragen direkt an unsere Gäste aus Gesellschaft, Kultur und Forschung stellen. Die Aufzeichnungen der Gespräche werden im Anschluss auch auf den Kanälen der Partner abrufbar sein. Hier geht's zum Campus-Stream

Darüberhinaus haben wir in unserem Beitrag RHG-Digital zusammengefasst, wie sie unsere Inhalte auch online zu sich nach Hause holen können. Hier geht's zu RHG-Digital.