Veranstaltungen der Robert-Havemann-Gesellschaft


23.03.2019

Nikolai Passion

Aufführung der "Johannespassion" von Johann Sebastian Bach durch den Konzertchor Leipzig im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Spätestens seit den Leipziger Montagsdemonstrationen ist die Friedliche Revolution in vollem Gange. Immer montags sammeln sich die Bürger Leipzigs nach den Friedensgebeten vor der Nikolaikirche um gegen die staatlichen Repressionsmaßnahmen, für Reisefreiheit, Demokratie und die Einhaltung der Menschenrechte zu demonstrieren. Schnell verbreitet sich im ganzen Land der Ruf der Leipziger Friedensgebete. Die Montagsgebete und -demonstrationen tragen den Protest auf die Straße und in die Gesellschaft hinein. Damit läuten sie das Ende der DDR ein.

Ebenfalls in der Nikolaikirche, jedoch 264 Jahre zuvor, wurde die Johannespassion von Johann Sebastian Bach uraufgeführt. Beide Ereignisse stehen beispielhaft für die bewegte Vergangenheit der Leipziger Nikolaikirche. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Friedlichen Revolution feiert der Konzertchor Leipzig am 23. März 2019 unter dem Namen „Nikolai Passion“ beide historischen Ereignisse und widmet ihnen ein Konzert von Johann Sebastian Bachs „Johannespassion“. 

Beteiligt sind:
Reglint Bühler, Sopran
Susanne Krumbiegel, Alt
Nico Eckert, Tenor
Philipp Goldmann, Bass (Jesus)
Gun Wook Lee, Bass (Arien)

Konzertchor Leipzig
Neues Leipziger Barockensemble

Edward Caswell, Leitung

Termin: 23. März 2019, 19.30 Uhr
Ort: Nikolaikirche, Nikolaikirchhof 3, 04109 Leipzig
Verkehrsanbindung: S-Bahnhof Leipzig, Markt

Veranstaltungsplakat

Tickets sind über das Ticketportal RESERVIX oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Veranstalter: Konzertchor Leipzig, Robert-Havemann-Gesellschaft und das Archiv Bürgerbewegung Leipzig.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.

Robert-Havemann-Gesellschaft/Volker Döring/RHG_Fo_HAB_23612

02.04.2019

„Warten auf den Vater - Erinnerungen an Ibrahim Böhme“

Vorstellung des Buches „Warten auf den Vater - Erinnerungen an Ibrahim Böhme“ von Tatjana Böhme-Mehner

Frühjahr 1990: Manfred „Ibrahim“ Böhme wird zum Vorsitzenden der neu-gegründeten Ost-SPD gewählt. Er gilt als aussichtsreicher Bewerber um den Posten des DDR-Ministerpräsidenten. Wenig später wurde Böhme als inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit enttarnt und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Es bleiben viele Fragen: Manfred oder Ibrahim? Dissident oder Stasi-Spitzel? Weltflüchter oder Realist? Arbeiter oder Intellektueller? Tragischer Held oder Clown? Tatjana Böhme-Mehner, Tochter von Ibrahim Böhme, ist sich nicht sicher.

Im freien Fall von der Lichtgestalt zum enttarnten Spitzel – sie war beiden gegenüber skeptisch.
Die Autorin entwickelt in ihrem Buch „Warten auf den Vater - Erinnerungen an Ibrahim Böhme“  anhand ihrer persönlichen Erfahrungen das schwierige Verhältnis zu einem irrealen Vater. Dass Böhme auch ein „politischer Heiratsschwindler” war und wie aus dem jungen Sympathisanten des Prager Frühlings ein gut getarnter und übereifriger Stasi-Zuträger wurde - darüber wird Christiane Baumann, Autorin des Buches „Manfred „Ibrahim“ Böhme. Das Prinzip Verrat“ aufklären.

Moderiert wird die Runde von Hans-Jürgen Börner. Er hat viele Jahre das Satire-Magazin extra drei moderiert. Eine journalistisch besondere Zeit verbrachte Hans-Jürgen Börner als Fernsehkorrespondent der ARD in der DDR. Er ist, neben vielen anderen Filmen, Autor der Dokumentation „Mein Ost-Berlin“ aus dem Jahr 1989.

Im Gespräch:

Tatjana Böhme-Mehner, Autorin
Christiane Baumann,
Journalistin, Autorin

Moderation:

Hans-Jürgen Börner, Journalist

Termin: 2. April 2019, 19.00 Uhr
Ort: Haus 22, Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin
Verkehrsanbindung: U5 Magdalenenstraße 

Der Eintritt ist frei.

Im Vorfeld der Buchpremiere findet eine Sonderführung durch das Stasi-Unterlagen-Archiv statt. Beginn: 18:00 Uhr, Treffpunkt: „Haus 7“. 

Veranstaltungsflyer

Veranstalter: Die Robert-Havemann-Gesellschaft, der Europa-Verlag und der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.

Robert-Havemann-Gesellschaft/Nikolaus Becker/RHG_Fo_NiBe_456_08

Veranstaltungsreihe: Macht, Menschenrechte, Mauerfall

Das Jahr 1989 markiert einen historischen Wendepunkt in der deutschen Geschichte: Einer friedlichen Bürgerbewegung gelang es, das SED-Regime und seinen stark bewaffneten Sicherheitsapparat zu entmachten. Die Veranstaltungsreihe beleuchtet die Dynamik der Ereignisse – geprägt durch eine aufblühende Zivilgesellschaft, Momente der Konfrontation und die Überwindung der Angst.

Termine

Menschenrechte in der Diktatur - Die Stasi und der KSZE-Prozess in den 1970er und 1980er Jahren
Mittwoch, 27. Februar 2019, 18:00 Uhr

Wahlbetrug ‘89 - Die Kommunalwahlen in Berlin und ihre Folgen
Dienstag, 7. Mai 2019, 18:00 Uhr

Klagetrommeln für China - Reaktionen in der DDR auf das Tiananmen-Massaker
Dienstag, 4. Juni 2019, 18:00 Uhr

Der Weg in die Freiheit - Die Botschaftsflüchtlinge in Warschau, Prag und Ost-Berlin
Mittwoch, 4. September 2019, 18:00 Uhr

Knüppel gegen Demonstranten - Die Gedächtnisprotokolle zum 7. Oktober 1989 in Ost-Berlin
Dienstag, 8. Oktober 2019, 18:00 Uhr

"Stasi in die Produktion" - Massendemonstration am Alexanderplatz
Dienstag, 5. November 2019 18:00 Uhr

Veranstaltungsflyer

Ort: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin
Verkehrsanbindung: U5 Magdalenenstraße 

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Die Robert-Havemann-Gesellschaft und der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Mit der Teilnahme an den Veranstaltungen erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.

Weitere Veranstaltung für das Jahr 2019 befinden sich in Planung.