Veranstaltungen der Robert-Havemann-Gesellschaft

Illumination am "Haus 7" der Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie im November 2019. ©BStU/Griebe

11.08.2020

CAMPUS-KINO

Filme in der ehemaligen Stasi-Zentrale

Ab dem 11. August wird der Innenhof der ehemaligen Stasi-Zentrale erstmals zum großen Open-Air-Kino. Die Akteure des Geländes präsentieren dienstags und donnerstags Spiel- und Dokumentarfilme rund um die Themen des Campus für Demokratie – Open-Air und kostenlos. Ergänzt wird das Programm mit historischen Originalfilmen aus dem Archiv der DDR-Opposition und dem Stasi-Unterlagen-Archiv. Im Anschluss an das Filmprogramm sprechen wir mit Filmschaffenden, Zeitzeugen und –zeuginnen und Fachleuten.

 

Spielfilme

13. August 2020, BARBARA
(105 Min., 2012)
Eine Ärztin in Ost-Berlin stellt einen Ausreiseantrag und wird in die Provinz versetzt. Ihr Geliebter aus dem Westen bereitet ihre Flucht vor. | Gespräch mit Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

20. August 2020, ZWISCHEN DEN ZEITEN
(110 Min., 2014)
Annette Schuster ist technische Leiterin für die Rekonstruktion zerstörter Stasi-Akten. Ihre Arbeit führt sie zu dem Mann, mit dem sie Jugendliebe und Schuld verbinden. | Gespräch mit Fachleuten des Stasi-Unterlagen-Archivs

27. August 2020, FATHERLAND
(105 Min., 1986 (engl/dt. UT))
Ein DDR-Liedermacher hadert nach seiner Abschiebung mit den Spielregeln des Westens und mit seiner Vergangenheit. Hauptdarsteller Gerulf Pannach musste als kritischer Musiker (Renft) 1977 selbst die DDR verlassen. | Gespräch mit Liedermacher und Autor Salli Sallmann

3. September 2020, GUNDERMANN
(127 Min., 2018 (engl UT))
Portrait des Baggerfahrers und Liedermachers Gerhard Gundermann (1955 – 1998): Überzeugter Kommunist, Stasi-Informant und Stasi-Opfer. | Gespräch mit Drehbuchautorin Laila Stieler

 

Dokumentationen

11. August 2020, DER DUFT DES WESTPAKETS
(65 Min., 2019)
Filmische Suche nach einer West-Ost-Verbindung in einem geteilten Land, das bei Vielen Erinnerungen und Emotionen wachruft. | Gespräch mit Historikerin Dr. Konstanze Soch (BStU)

18. August 2020, LUGAU CITY LIGHTS
(52 min, 2019)
Ein DDR-Dorf schreibt Pop-Geschichte: Mitten im Nirgendwo gründen Jugendliche einen Musikklub, ehemalige Gäste erinnern sich. Für den Dokumentarfilmpreis 2020 nominiert. | Gespräch mit Drehbuchautor und Zeitzeuge Alexander Kühne

25. August 2020, FEINDBERÜHRUNG
(92 Min, 2010)
Ein Student verpflichtet sich, einen Freund und Regimekritiker für die Stasi zu bespitzeln. Dieser landet für zwei Jahre im Gefängnis. 30 Jahre später treffen sich beide wieder. | Gespräch mit Dieter Dombrowski, Vorsitzender UOKG e. V.

1. September 2020, ABGEHAUEN
(89 Min., 1998)
Im Haus des Schauspielers Manfred Krug versammeln sich Künstlerinnen und Künstler in der DDR nach ihrem Protest gegen die Ausweisung des Sängers Wolf Biermann – die Staatsmacht schickt Besuch. | Gespräch mit Rebecca Hernandez Garcia (Archiv der DDR-Opposition) 


Veranstaltungsflyer (pdf)

Termin: 11. August bis 3. September 2020, jeweils 19.30 Uhr
Ort: Innenhof, Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin
Verkehrsanbindung: U5, Magdalenenstraße

An jedem Donnerstag werden vor Veranstaltungsbeginn kostenlose Führungen auf dem Gelände angeboten. Am 27. August führt der Zeitzeuge Tim Eisenlohr durch die Open-Air-Ausstellung „Revolution und Mauerfall“. Da die Gruppengrößen begrenzt sind, bitten wir Sie, sich unter veranstaltungen@bstu.bund.de anzumelden.

Das Programm findet bei jedem Wetter und gemäß der Auflagen der aktuellen Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin statt. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.

Veranstalter: Robert-Havemann-Gesellschaft, Stasimuseum/ASTAK e.V., Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.

 

 

Tom Ehrhardt, Regisseur des Film "Der verlorene Schatz".

21.08.2020

DER VERGESSENE SCHATZ

Filmvorführung und Gespräch

An einem geheimen Ort in Brasilia lagert ein Schatz: die größte Privatsammlung nonkonformer Kunst aus der DDR. Ihr Sammler, ein brasilianischer Diplomat, ist der Schlüssel zu einem fast vergessenen Kapitel deutscher Geschichte.

Aus der Perspektive des Regisseurs Tom Ehrhardt, der Aktivistin und Schriftstellerin Gabriele Stötzer, des Malers Eberhard Göschel und des exzentrischen Sammlers Chagas Freitas aus dem brasilianischen Urwald erzählt der Film von Freundschaft und Kunst, den Schwierigkeiten der Wiedervereinigung und dem inneren Bedürfnis, immer den eigenen Weg zu gehen.

DER VERGESSENE SCHATZ ist der erste abendfüllende Dokumentarfilm über die nonkonforme Kunstszene der DDR. Künstler wie Gerda Lepke, Max Uhlig, Stefan Plenkers, Peter Makolies, Karin Wieckhorst, Matthias Jackisch, Helge Leiberg und Hartwig Ebersbach, Angela Hampel und Sabine Herrmann kommen zu Wort.

Der Regisseur Tom Ehrhardt leitet in die Vorführung des Films ein und steht im Anschluss für Fragen zur Verfügung.

Filmtrailer (Vimeo-Link)

Termin: 21. August 2020, 17.00 Uhr
Ort: Innenhof, Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin
Verkehrsanbindung: U5, Magdalenenstraße

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter und gemäß der Auflagen der aktuellen Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin statt. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.

Veranstalter: Robert-Havemann-Gesellschaft, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.


Bei unseren Veranstaltungen gelten die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln. Wer nicht die Möglichkeit hat, an unseren Veranstaltungen in der Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie persönlich teilzunehmen, dem bieten wir mit unserem Campus-Stream ein digitales Alternativprogramm.

Mit dem Campus-Stream möchten wir mit Ihnen im Gespräch bleiben und Ihnen die Möglichkeit geben, an den Diskussionen und Gesprächen zu unseren Themenschwerpunkten teilzunehmen. Die Übertragung unserer Veranstaltungen finden Sie auf den Social Media-Kanälen von Robert-Havemann-Gesellschaft und den jeweiligen Kooperationspartnern. Während des Streams können Sie Ihre Fragen direkt an unsere Gäste aus Gesellschaft, Kultur und Forschung stellen. Die Aufzeichnungen der Gespräche werden im Anschluss auch auf den Kanälen der Partner abrufbar sein. Hier geht's zum Campus-Stream