© Buchcover

11.06.2024

Lesebühne: "Tanz den Kommunismus"

Buchvorstellung mit Autor Henryk Gericke und Moderatorin Juliane Liebert

Henryk Gericke porträtiert Punkbands, die in der DDR in der Illegalität aktiv waren. Sie setzten der Pflicht zur staatlichen Einstufung einen Spielbetrieb entgegen, der sich um keine Erlaubnis scherte. Die Porträts unternehmen den leidenschaftlichen Versuch, neben den Bands und ihrer Musik auch deren sozio-kulturelles Umfeld zu spiegeln. Im Gespräch mit der Autorin Juliane Liebert gibt Henryk Gericke Einblick in die DDR-Punkszene der 1980er Jahre und spielt ausgewählte, teils unveröffentlichte Stücke live auf dem Plattenspieler.

Der Autor, Herausgeber und Galerist Henryk Gericke wurde 1964 in Berlin geboren. Von 1981-82 war er Sänger der Ostberliner Punkband The Leistungsleichen und 1985-89 Herausgeber und Autor unabhängiger Editionen und Samisdat-Hefte. 1990 war er Mitbegründer des Verlages Druckhaus Galrev. Ab 2005 veröffentlichte er diverse Bücher, realisierte Ausstellungen, Rundfunkproduktionen sowie einen Dokumentarfilm zum Thema Subkultur in der DDR. 2010 gründete er die Staatsgalerie Prenzlauer Berg. Seit 2019 ist er Herausgeber der Schallplatten-Edition "tapetopia – GDR Undergroundtapes". 2024 wurde Henryk Gericke zum 31. Burgschreiber zu Beeskow gewählt.

Termin: Donnerstag, 11. Juni 2024, 18.00 Uhr
Ort: "Haus 22", Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin
Verkehrsanbindung: U5 Magdalenenstraße

Der Eintritt ist frei.

Ab 16.45 Uhr haben Sie die Möglichkeit, an einer Führung durch das Archiv der DDR-Opposition zum Thema "Punk in der DDR" teilzunehmen. Treffpunkt ist vor dem Besucherzentrum "Haus 22" der Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie. Um Anmeldung wird unter info(at)havemann-gesellschaft.de gebeten.

Die Veranstaltung ist die letzte der Reihe "Lesebühne" vor der Sommerpause. Die Reihe der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. und des Stasi-Unterlagen-Archivs im Bundesarchiv wird ab September fortgesetzt.

Veranstalter:
Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., Stasi-Unterlagen-Archiv im Bundesarchiv

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.