15.01.2026

Chronik einer Nacht

Besetzung der MfS-Zentrale in Ost-Berlin. © Robert-Havemann-Gesellschaft e.V./Ann-Christine Jansson/RHG_Fo_ACJ_0054

36 Jahre Erstürmung der Stasi-Zentrale

„Nie wieder Stasi!“ forderten die Demonstranten vor 36 Jahren am 15. Januar 1990 vor der Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg. Tatsächlich öffneten sich an jenem Abend die Tore und Tausende Menschen strömten auf das Gelände. Damit setzte sich ein Prozess fort, der in den Bezirken der DDR begann und die weltweit erstmalige umfassende Öffnung von Akten einer Geheimpolizei bewirkte.

Am 36. Jahrestag der Besetzung erinnern die Partner der Stasi- Zentrale. Campus für Demokratie an jenes Ereignis und laden ein zu einem vielfältigen Programm.

PROGRAMM:

12 Uhr • „Streng vertraulich oder Die innere Verfassung“
Dieser Dokumentarfilm berichtet über die Auflösung des Gebäudekomplexes des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der Normannenstraße in Berlin-Lichtenberg.
DEFA, 1990 - Regie: Ralf Marschalleck
Stasi-Unterlagen-Archiv, „Haus 7“, Raum 030 - 90 Min.

13 Uhr • Unterwegs im Stasimuseum
Kostenfreie Sonderführung „Staatssicherheit am Ende. Der 15. Ja[1]nuar 1990 und die Auflösung der Stasi.“ Bitte buchen Sie kostenfreie Tickets auf www.stasimuseum.de um an der Führung teilnehmen zu können.
Treffpunkt: Foyer Stasimuseum, „Haus 1“ - 90 Min. 

14.30 Uhr • Führung durch die Open-Air-Ausstellung
Zeitzeugenführung durch die Ausstellung „Revolution und Mauerfall.
Treffpunkt: vor „Haus 22“ - 90 Min.

15 Uhr • Führung „Das Ende der Staatssicherheit“
Sonderführung zum Stasi-Unterlagen-Archiv zur Besetzung und Auflösung der Stasi.
Anmeldung unter: einblick-ins-geheime@bundesarchiv.de oder
telefonisch unter 030 18 665-6770
Treffpunkt: Foyer Stasi-Unterlagen-Archiv, „Haus 7“ – 90 Min

17 Uhr • Lesung und Zeitzeugengespräch zur Sonderausstellung „Jugendstrafvollzug in der DDR“
In ihrem Roman „Rotstrick“ verwebt Astrid Kreibich die aus der Haft
geschmuggelten Briefe ihres Mannes mit Szenen west- und ostdeutscher Historie.
Mit Astrid Kreibich (Autorin) und Prof. Dr. Udo Grashoff (Historiker)
Ort: „Haus 7“, Raum 427 – 120 Min

18 Uhr • Audiowalk „Reden vs. Schweigen“
Audiowalk auf dem Stasigelände zum Ende der Stasi und der Frage der Aktenöffnung von Lunatiks/Bürgerkomitee 15. Januar e.V.
Anmeldung unter: einblick-ins-geheime@bundesarchiv.de oder
telefonisch unter 030 18 665-6770
Treffpunkt: Foyer Stasi-Unterlagen-Archiv, „Haus 7“ – 90 Min 

19.30 Uhr • Neue Erkenntnisse zum Ende der Stasi
Vortrag mit Filmausschnitten von Dr. Christian Booß (Bürgerkomitee 15. Januar e.V.)
Ort: „Haus 7“, Raum 427 – 90 Min.

 

WEITERE ANGEBOTE

10 – 20 Uhr • Beispielakten lesen
Reproduktionen echter Stasi-Akten bieten die Möglichkeit einen Eindruck von der Arbeitsweise der Stasi zu erhalten.
Ort: „Haus 7“, Raum 029

14 – 20 Uhr • Ausschnitte „Spiegel TV“ zum 15. Januar
Ort: „Haus 7“, Raum 030

Sonderausstellung: Jugendstrafvollzug in der DDR
Die sogenannten „Jugendhäuser“ der DDR waren Gefängnisse für jugendliche Straftäter. Die Wanderausstellung beleuchtet die Realität hinter den Gefängnismauern. Im Mittelpunkt stehen der Haftalltag und die Bedingungen in den Jugendhäusern von Halle, Hohenleuben, Dessau und Torgau.
Ort: „Haus 22“ – Infopunkt EG, geöffnet von 10 Uhr – 20 Uhr

Dauerausstellung: Revolution und Mauerfall
Die Ausstellung dokumentiert die wichtigsten Stationen der Friedlichen Revolution in der DDR − von den Anfängen des Protests über den Mauerfall bis zur deutschen Einheit.
Ort: Open-Air vor dem Stasi-Unterlagen-Archiv „Innenhof“

Mehr Informationen finden Sie im entsprechenden Veranstaltungsflyer.

Termin: 15. Januar 2026, ab 12.00 Uhr
Ort: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin
Verkehrsanbindung: U5 Magdalenenstraße

Veranstalter:
Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., Bürgerkomitee 15. Januar e.V., Stasimuseum / ASTAK e.V., Stasi-Unterlagen-Archiv im Bundesarchiv