17.10.2018

Schülerprojekttag "Das schweigende Klassenzimmer"

Über hundert Schüler und angehende Lehrer fanden sich am 17. Oktober 2018 zu einem Projekttag in der Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie. Zusammen mit der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und dem Filmverleih studiocanal zeigten wir den Film „Das schweigende Klassenzimmer“.

Der Film erzählt die wahre Geschichte einer Gruppe ostdeutscher Oberschüler, die aus Protest gegen die blutige Niederschlagung des ungarischen Volksaufstands 1956 während des Unterrichts eine Schweigeminute für die Opfer einlegten. Hauptdarstellerin des Films ist die junge Berlinerin Lena Klenke, die den Schülern und angehenden Lehrern im Anschluss Rede und Antwort stand. Die Fragen drehten sich vor allem um die Beweggründe der Protagonisten und wie sich Lena Klenke ihrer Rolle genähert hat. Beeindruckt waren die Schüler besonders vom Zusammenhalt der Jugendlichen und welche Opfer sie für ihre Freiheit bereit waren zu erbringen. Nach dem Film und dem Gespräch mit Lena Klenke hatten die Schüler noch die Möglichkeit einer der Ausstellungen auf dem Gelände zu besuchen.

In welcher ostdeutschen Stadt sich die Geschichte des schweigenden Klassenzimmers wirklich abspielte und wie nah der Film an der Realität ist, können Sie auf unserer Seite www.jugendopposition.de nachlesen, auf der wir die Ereignisse mit zahlreichen Bildern und Dokumenten aufbereitet haben.

 

 

Alle in der Ausstellung gezeigten Werke, können käuflich erworben werden. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Eröffnung wurde die Ausstellung durch Hauswalds langjährigen Freund Roland Jahn. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Besucher der Vernissage im Café März in Berlin-Prenzlauer Berg. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Fotograf Hauswald beim Signieren seiner Bücher. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert

07.10.2018

Eröffnung der Ausstellung "Damals war's" von Harald Hauswald

Harald Hauswald dokumentierte in seinen Bildern nicht nur einige der wichtigsten Ereignisse der Friedlichen Revolution, sondern hielt auch zahlreiche Momente des sozialistischen Alltagslebens mit seiner Kamera fest – die weniger munteren, wie die skurrilen.

Immer mit dem Fokus auf den Emotionen und der Geschichte der Portraitierten. Zusammen mit Freunden und Wegbegleitern zeigt Harald Hauswald ab dem 7. Oktober 2018 eine Auswahl seiner Bilder im Café März im Prenzlauer Berg – also genau in dem Kiez in dem Harald Hauswald einen Großteil seiner Bilder geschossen hat und auch noch heute lebt.

Die Ausstellung wird eröffnet durch Roland Jahn. Danach wird Harald Hauswald selbst die Eröffnungsgäste durch die Ausstellungsräume führen und sicher auch die ein oder andere Anekdote zur Entstehung der Bilder erzählen.

Musikalische Begleitung: Stephan Krawczyk, Liedermacher

Termin: 7. Oktober 2018, 17.00 Uhr
Ort: Café März, Greifenhagener Straße 17, 10437 Berlin
Verkehrsanbindung: S- und U-Bahnhof Schönhauser Allee

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter:
Die Robert-Havemann-Gesellschaft, grooove-station.net, Gina M. und Ostkreuz/Agentur der Fotografen.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.

Sollten Sie zukünftig Veranstaltungsinformationen der Robert-Havemann-Gesellschaft nicht mehr erhalten wollen, teilen Sie uns dies bitte per Mail mit.

Sowjetsoldaten am 8. Mai 1978 in Berlin-Friedrichsfelde; Foto: Harald Schmitt

02.10.2018

Ausstellung: Verordnete Freundschaft -Die Sowjetische Besatzung 1945 bis 1994

Die Ausstellung spannt einen historischen Bogen über fast fünf Jahrzehnte sowjetischer Besatzungsherrschaft im Osten Deutschlands. Zahlreiche Fotos und Dokumente beleuchten dieses besondere Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Und immer wieder fließen dabei persönliche Erinnerungen ein.

Ein halbes Jahrhundert lang lebten sowjetische Besatzer und DDR-Bewohner neben- und miteinander bis 1989 die Mauer fiel und die letzten 546.000 Soldaten friedlich abzogen. Wie haben Ostdeutsche und Sowjetsoldaten einander wahrgenommen zwischen hermetisch abgeriegelten KGB-Vierteln, Kasernengeländen und frei zugänglichen „Russen-Magazinen“, zwischen der Furcht vor gewaltsamen Übergriffen und Mitleid mit dem harten Leben der einfachen Soldaten? 

Am 2. Oktober 2018 um 17.00 Uhr wurde die Ausstellung im Grenzhus Schalgsdorf eröffnet. Nach einer Einführung durch den Bürgerrechtler Martin Klähn sprach Kuratorin Freya Klier über ihre Arbeit und führte anschließend selbst durch die Ausstellung.  

Ort: Grenzhus Schlagsdorf, Neubauernweg 1, 19217 Schlagsdorf
Ausstellungsdauer: 2. Oktober bis 25. November 2018
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 bis 16.30 Uhr,  Samstag und Sonntag 10.00 -18.00 Uhr
Veranstalter: Grenzhus Schlagsdorf, Politische Memoriale e. V. Mecklenburg-Vorpommern

Verordnete Freundschaft ist eine Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft realisiert von Freya Klier. Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

01.10.2018

"Nur mit Euch" - Fest zum Tag der Deutschen Einheit 2018

Unter dem Motto „Nur mit euch“ lud Berlin anlässlich der diesjährigen offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit vom 1. bis 3. Oktober auf die Straße des 17. Juni zu einem Fest der Demokratie, Vielfalt und Freiheit ein. Berlin nahm dabei die eigene Geschichte zum Anlass, um unter dem Motto "Nur mit Euch" den Stand der Einheit zu beleuchten und Ideen für die Zukunft zu präsentieren.

Zusammen mit dem Stasimuseum und dem Stasi-Unterlagen-Archiv trat die Robert-Havemann-Gesellschaft erstmals gemeinsam als „Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie“ auf. Auf der sogenannten „Geschichtsmeile“ stellten wir ausgewählte Objekte und Dokumente aus dem Archiv der DDR-Opposition aus und informierten über unsere Arbeit und unsere Vorstellungen zur Entwicklung eines „Campus für Demokratie“. Im Programmzelt „Geschichte und Erinnern“ präsentierte die Robert-Havemann-Gesellschaft die Vorstellung des Buches „So viel Anfang war nie – Notizen aus der ostdeutschen Provinz“ des Journalisten und Autors Christhard Läpple.

Programmheft (Auszug)
Magazin
Geländekarte

Termin: 1. bis 3. Oktober 2018
Ort: Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit, Straße des 17. Juni, Berlin

Veranstalter:
Die Robert-Havemann-Gesellschaft, Astak e.V und der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU)


Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. 

Filmemacher Konrad Herrmann. ©Robert-Havemann-Gesellschaft
Filmemacherin Katharina Herrmann. ©Robert-Havemann-Gesellschaft
Dr. Jens Gieseke, Historiker am Zentrum für Zeithistorische Forschung (links) und Peter Miethe ehemaliger Leiter der Abteilung Sicherheit im Zentralkomitee der SED (rechts). ©Robert-Havemann-Gesellschaft
Moderatorin Franziska Hessberger. ©Robert-Havemann-Gesellschaft

27.09.2018

"Honeckers unheimlicher Plan - Die geheimen Isolierungslager in der DDR"

Es ist ein unheimlicher Plan für den „Tag X“: Mit einem speziellen Codewort an alle 211 Kreisdienststellen des MfS wird eine ungeheuerliche Maschinerie in Gang gesetzt: DDR-weit sollen innerhalb von 24 Stunden über 2.900 Personen festgenommen und über 10.000 in Isolierungslager verschleppt werden.

Weitere 72.000 Bürgerinnen und Bürger sollen unter verstärkte Überwachung gestellt werden. So sieht es die streng geheime „Direktive 1/67“ von Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit, vor.

Anhand von Stasi-Unterlagen und Zeitzeugenberichten rekonstruiert der Dokumentarfilm dieses gewaltige Planspiel von unfassbarem Ausmaß und erschreckender Präzision. Die anschließende Diskussion behandelt unter anderem die Frage, warum dieser Plan in den heißen Tagen des Herbstes 1989 nicht zum Einsatz kam. Im Gespräch:

Im Podium:
Katharina Herrmann, Filmemacherin
Peter Miethe,
ehemaliger Mitarbeiter in der Abteilung für Sicherheitsfragen im ZK der SED
Dr. Jens Gieseke
, Historiker, Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF)
Konrad Herrmann, Filmemacher

Moderation:
Franziska Hessberger, Moderatorin rbb

Veranstaltungsflyer

Termin: 27. September 2018, 19 Uhr

Ort: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Haus 22,
Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Verkehrsanbindung: U5 Magdalenenstraße

Der Film wird am 01. Oktober 2018 um 23:30 im Programm der ARD erstausgestrahlt.

Ein Film von Herrmannfilm, produziert für den RBB mit Unterstützung durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Der Eintritt ist frei. Die Platzkapazitäten sind begrenzt.
Der Zugang zu "Haus 22" ist nicht barrierefrei. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

Veranstalter:
Die Robert-Havemann-Gesellschaft, HerrmannFilm und der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU)

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

 

Der Leiter des Stasimuseum Jörg Drieselmann (Mitte) mit den Podiumsteilnehmern Patrick Baab, Heinrich Wille, Moderator Dirk Pohlmann und Prof. Dr. Robert E. Harkavy.
Die gut besuchte Diskussionsveranstaltung im Foyer des Stasimuseums. ©Robert-Havemann-Gesellschaft

19.09.2018

„Im Spinnennetz der Geheimdienste: Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet?“

Mit ihrem Buch „Im Spinnennetz der Geheimdienste“ werfen Patrik Baab und Robert E. Harkavy ein helles Licht auf die verdeckten Operationen westlicher Geheimdienste. Am Beispiel der bis heute ungeklärten Todesfälle von Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby beleuchten sie die Strippenzieher und Hintergründe.

Sie haben Quellen aus fünf verschiedenen Geheimdiensten ausgewertet, zahlreiche ehemalige Geheimdienstler interviewt und führen die drei Todesfälle vor dem Hintergrund der Iran-Contra-Affäre und eines Schattenkrieges der CIA, dessen größter Teil immer noch im Dunkeln liegt, zusammen. Im Gespräch mit Heinrich Wille, dem ehemaligen Chefermittler im Fall Barschel, rollen die beiden Autoren den wohl bekanntesten und gleichzeitig umstrittensten Politikermord der jüngeren deutschen Geschichte neu auf.

Im Gespräch:

Patrik Baab, NDR-Journalist und Autor
Prof. Dr. Robert E. Harkavy, Pennsylvania State University, Autor
Heinrich Wille, Rechtsanwalt, Leitender Oberstaatsanwalt a.D. und ehem. Chefermittler im Fall Barschel

Moderation:

Dirk Pohlmann, Journalist und Filmemacher

Termin: 19. September 2018, 19 Uhr

Ort: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Stasimuseum Berlin, Haus 1, Ruschestraße 103, 10365 Berlin

 

Veranstalter:
Die Robert-Havemann-Gesellschaft, Haus der Zukunft e.V. und Astak e.V.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Podiumsdiskussion und Preview zum Film "BALLON" im Kino "International". ©Robert-Havemann-Gesellschaft
Infostand der Aufarbeitungsinitiativen vor dem Kinosaal. ©Robert-Havemann-Gesellschaft
Podiumsdiskussion und Preview zum Film "BALLON". ©Robert-Havemann-Gesellschaft
Hauptdarstellerin Karoline Schuch. ©Robert-Havemann-Gesellschaft
Moderatorin Ulrike Bieritz. ©Robert-Havemann-Gesellschaft
Ballonnäher Günter Wetzel. ©Robert-Havemann-Gesellschaft
Der Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen Roland Jahn.
Hauptdarsteller Friedrich Mücke. ©Robert-Havemann-Gesellschaft

18.09.2018

„BALLON“ - Für die Freiheit riskierten sie alles

Michael Bully Herbig hat mit BALLON eine der spektakulärsten Fluchten aus der ehemaligen DDR in die BRD verfilmt. Am 16. September 1979 versuchen die Familie Strelzyk und Wetzel mit einem selbstgebauten Heißluftballon die Grenze zu überwinden und in die Bundesrepublik zu fliehen. Klingt nach Hollywood, aber der Stoff für den Film ist Geschichte – nachzulesen in den Akten der Staatssicherheit.

Film-Trailer
Einladungskarte

Noch bevor der Film am 27. September 2018 in die Kinos kommt, lädt die Robert-Havemann-Gesellschaft mit weiteren Partnern ins Kino International ein. Im anschließenden Gespräch mit dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn und der Hauptdarstellerin des Films Karoline Schuch berichtet Zeitzeuge Günter Wetzel von seiner ganz realen Flucht mit einem Heißluftballon über die innerdeutsche Grenze.

Im Gespräch:

Karoline Schuch, Hauptdarstellerin des Films „Ballon“
Friedrich Mücke, Hauptdarsteller des Films „Ballon“
Roland Jahn
, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR
Günter Wetzel, flüchtete 1979 mit einem Heißluftballon über die innerdeutsche Grenze

Moderation: 

Ulrike Bieritz, Redakteurin RBB

Termin: 18. September 2018, Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr
Ort: Kino International, Karl-Marx-Allee 33, 10178 Berlin

Karten für die Veranstaltung erhalten Sie beim Kino International im Vorverkauf und an der Abendkasse.

Verkehrsanbindung: U5 Schillingstraße

 

Veranstalter:

Robert-Havemann-Gesellschaft, Studiocanal und der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden. 

©Robert-Haveman-Gesellschaft/Nikolaus Becker
©Robert-Haveman-Gesellschaft/Nikolaus Becker

12.09.2018

So viel Anfang war nie - Notizen aus der ostdeutschen Provinz

Lesung mit Christhard Läpple und Musik von Stephan Krawczyk

Nennen wir es "Herzdorf", dieses kleine reale Dorf in der Nähe von Berlin, das eigentlich jedes Dorf sein könnte. Ein Mikrokosmos menschlicher Befindlichkeiten, über die Jahrhunderte gewachsen in seinen Strukturen und dem sozialen Gefüge. Den historischen Widrigkeiten haben seine Einwohner ebenso die Stirn geboten wie den Herausforderungen des Alltags.

Was hat das Dorf nicht alles gesehen? Die Schrecken der Kriege, Flüchtlingstrecks, LPGs – und schließlich die Wiedervereinigung. Kreative und Glücksritter. Gewinner und Verlierer. Pessimisten und Visionäre. Alteingesessene und Berliner Großstadtmenschen, die in der unberührten Natur ihr Glück bei der Ansaat von Biogemüse suchen. Theaterleute, die Freiräume mit Kulturprojekten aufladen wollen. Landschaftsarchitekten, die das Dorf neu erfinden. So viel Anfang war nie! So viel Hoffnung, so viele Erwartungen, so viele Wünsche. Doch das Dorf bleibt das Dorf – hier herrschen eigene Gesetzmäßigkeiten. Wie unter dem Brennglas werden die Triebfedern urmenschlicher Verhaltensweisen sichtbar – Leidenschaft, Eifersucht, Ängste und Tatendrang. Und auf einmal entbrennt selbst im kleinsten Dorf ein Drama von unvorhergesehener Größe.

Lesung:
Christhard Läpple, Autor, Fernsehjournalist (ZDF)

Musik:
Stephan Krawczyk, Liedermacher

Termin: 12. September 2018, 18.30 Uhr
Ort: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Café Vernunft, Ruschestraße 103, 10365 Berlin


Verkehrsanbindung: U5 Magdalenenstraße

Der Eintritt ist frei.
Der Zugang zu "Haus 22" ist nicht barrierefrei. Wir bitten, dies zu entschuldigen.
Die Platzkapazitäten sind begrenzt.

Veranstalter:
Die Robert-Havemann-Gesellschaft und Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU)

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden. 

 

 

Zeitzeugenführung durch Tim Eisenlohr. ©Robert-Havemann-Gesellschaft
Zeitzeugenführung durch Tim Eisenlohr. ©Robert-Havemann-Gesellschaft
Großer Saal in Haus 2, der "Keimzelle der Staatssicherheit". ©Robert-Havemann-Gesellschaft
Zeitzeugenführung durch Tim Eisenlohr. ©Robert-Havemann-Gesellschaft

08.09.2018

Tag des offenen Denkmals 2018 „Mielkes Revier“ – Die Stasi im Kiez

Zum Tag des offenen Denkmals 2018 luden wir mit einem vielseitigen Programm zur Erkundung der Stasi-Zentrale und ihrer Umgebung ein. Neben Führungen durch die verschiedenen Ausstellungen des Geländes und durch die Nachbarschaft der Stasi-Zentrale wurde auch so manche verschlossene Türe im Rahmen des Sonderprogramms exklusiv geöffnet.

Wie sah es im Inneren der Stasi-Zentrale aus? Wie griff die Stasi in das Leben der Bevölkerung ein? Wie lebte es sich in direkter Nachbarschaft zur Staatssicherheit? Und wie hat sich der Kiez seit dem „Sturm auf die Stasi-Zentrale“ verändert?

Mitten im Lichtenberger Wohngebiet hatte sich das Ministerium für Staatssicherheit im Jahre 1950 niedergelassen. Bis 1989 galt das rund zwei Quadratkilometer große Areal als geheimnisumwitterter Ort, der sich dem Blick Außenstehender weitestgehend entzog. Nur selten drangen Aufnahmen der „Stasi-Stadt“ an die Öffentlichkeit. Im Inneren des gigantischen Komplexes leistete die Staatssicherheit bis zur Friedlichen Revolution als „Schild und Schwert der Partei“ ihren Beitrag zur Sicherung der Diktatur. In der Stasi-Zentrale organisierten bis zu 7000 Hauptamtlichen Mitarbeiter den Repressionsapparat zur Überwachung und Unterdrückung der DDR-Bevölkerung sowie ihre Aktivitäten im Ausland.

 

Führungen durch die Open-Air-Ausstellungen „Revolution und Mauerfall“ durch den Zeitzeugen Tim Eisenlohr fanden um 11.30 und 16.00 Uhr statt. Treffpunkt ist jeweils vor Haus 22.

Eine Zusammenfassung des Tag des offenen Denkmals finden Sie im Blog der Open-Air-Ausstellung "Revolution und Muerfall".

Termin: Samstag, 8. September 2018, 11.00 bis 18.00 Uhr

Ort: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Verkehrsanbindung: U5 Magdalenenstraße

 

Veranstaltungsflyer 

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Tags des offenen Denkmals.

Veranstalter:

Die Robert-Havemann-Gesellschaft, das Stasimuseum/ASTAK e.V., das Bürgerkomitee 15. Januar e.V. und der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU)

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Blick in die Ausstellung "Revolution und Mauerfall". Im Hintergrund das beleuchtete Haus 7 der Stasi-Zentrale. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Sebastian Zilm
Haus 1 der Stasi-Zentrale am frühen Abend der Langen Nacht der Museen. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Sebastian Zilm
Besucher der Führung von Tim Eisenlohr durch die Open-Air-Ausstellung "Revolution und Mauerfall". ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Sebastian Zilm
Der "Zug der Liebe", der sich am 25. August 2018 durch die Stadt bewegte, endete zur Langen Nacht der Museen direkt vor der Stasi-Zentrale. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Sebastian Zilm

25.08.2018

Lange Nacht der Museen in der Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie

Am 25. August 2018 startete Die Lange Nacht der Museen in ihre 38. Runde. Auch dieses Jahr konnten zahlreich Museen und Ausstellung in der ganzen Stadt besucht werden – alles verbunden durch einen komfortablen Shuttle-Service.

Zusammen mit dem Stasi-Museum und der Stasiunterlagenbehörde luden wir unter dem Motto „Repression – Revolution – Aufklärung“ in die Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie ein. Neben unserer Ausstellung „Revolution und Mauerfall“ konnten Interessierte außerdem das Stasimuseum und die neue Ausstellung des Stasi-Unterlagen Archivs „Einblick ins Geheime“ besuchen. Zum vielfältigen Angebot gehörten unter anderem Führungen mit dem Leiter des Stasi-Museums Jörg Drieselmann und dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn, sowie eine szenische Lesung aus Stasi-Akten und ein Zeitzeugengespräch rund um die Ereignisse des Prager Frühlings im Jahr 1968.

Für uns führte der Zeitzeuge Tim Eisenlohr durch die Open-Air-Ausstellung im Innenhof. Eisenlohr war zur DDR-Zeiten Mitglied der Oppositionsgruppe Umweltbibliothek und berichtet über seine Politisierung, seine Arbeit in der Umweltbibliothek und seine Erfahrungen mit der Staatssicherheit. Seine Führungen fanden um 18.30 Uhr, 20.30 Uhr und 22.30 Uhr statt. Treffpunkt war jeweils vor Haus 22. Erreichbar ist der Campus für Demokratie durch ein Shuttle der Linie R2, oder über den U-Bahnhof Magadalenenstraße.

Veranstaltungsflyer.

Termin: 25. August 2018, 18.00 Uhr bis 02.00 Uhr
Ort: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin
Verkehrsanbindung: U5 Magdalenenstraße
Achtung: die Shuttle-Linie R 2 wurde gestrichen. Die Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie ist nur über den U-Bahnhof Magdalenenstraße erreichbar.

Die Podiumsteilnehmer diskutierten im Anschluss über das Phänomen Pegida und welche tiefergreifenden Probleme hinter der Bewegung stecken. Von links nach rechts: Prof. Dr. Naika Foroutan, Dr. Michael Oberender, Jacqueline Boysen, Sabine Michel, Thomas Decker. ©Robert-Havemann-Gesellschaft
Präsentation des Films "Montags in Dresden" in der Stasi-Zentrale. ©Robert-Havemann-Gesellschaft

04.07.2018

Montags in Dresden - Identitätsverlust in „Blühenden Landschaften“?

Vorführung der Dokumentation "Montags in Dresden" mit anschließender Diskussion über das Phänomen Pegida und warum die Bewegung gerade in Ostdeutschland so viele Anhänger findet, zwischen Prof. Dr. Naika Foroutan, Dr. Michael Oberender, Jacqueline Boysen, Sabine Michel, Thomas Decker

Sie heißen René, Sabine, Daniel - drei von Tausenden, die jeden Montag als "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) durch Dresden ziehen. Sie rufen "Wir sind das Volk!". Sie fordern "Merkel muss weg!". Die Regisseurin Sabine Michel hat sie über ein Jahr lang begleitet - auf ihren Demonstrationen und in ihrem Alltag. „Montags in Dresden“ ist kein Film über Pegida, er fragt nach den privaten Gründen für das patriotische Aufbegehren, ein Film über reale und absurde Ängste der Gegenwart. Gezeigt wird die ca. 50-minütige Kurzfassung der Dokumentation.

In der anschließenden Diskussion wurde betrachtet, warum gerade im Osten Deutschlands das Phänomen Pegida so präsent ist. Liegt es an einer westdeutschen Bevormundung der Ostdeutschen? Der immer noch herrschenden Ungleichheit zwischen Ost und West? Oder aber an einem allgemeinen Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen, dass sich durch jahrelange Repressionserfahrungen durch SED und das Ministerium für Staatssicherheit in den Köpfen festgesetzt hat?

Es diskutierten:

Prof. Dr. Naika Foroutan, Leiterin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM)
Sabine Michel, Regisseurin „Montags in Dresden“
Markus Decker, Autor und Journalist Berliner Zeitung
Dr. Thomas Oberender, Intendant Berliner Festspiele

Moderation:

Jacqueline Boysen, Journalistin und Autorin

Die Langfassung der Dokumentation „Montags in Dresden“ lief am 4. Juli 2018 ganztägig am Infopunkt in „Haus 22“ und startete jeweils um 11, 13, 15 und 17 Uhr.

Termin: 4. Juli 2018, 19 Uhr
Ort: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, „Haus 22“, Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Veranstaltungsflyer

Neonazis am 20. April 1990 auf dem Ostberliner Alexanderplatz. © Robert-Havemann-Gesellschaft / Matthias Weber / RHG_Fo_RDA_05053
Peter Wensierski (l.) und Ingo Hasselbach (r.) im Gespräch mit Nadja Klier. ©Robert-Havemann-Gesellschaft
©Robert-Havemann-Gesellschaft

24.05.2018

Wiedersehen in Lichtenberg - Über Neonazis und die Verharmlosung rechter Gewalt

Gesprächsabend zwischen dem ehemalige Ostberliner Neonazi Ingo Hasselbach und dem Westberliner Journalisten Peter Wensierski

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf: Dass es in der DDR ein gravierendes Neonazi-Problem gab, wurde von Staats wegen aus ideologischen Gründen lange Zeit systematisch vertuscht. Dabei finden sich in den Stasi-Unterlagen schon früh die Beweise für eine tiefe Verwurzelung rechter Strukturen in der DDR. Erst als das Ausmaß rechter Gewalt in den 1980er Jahren nicht mehr verheimlicht werden konnte, wurde das Phänomen von SED und Stasi als jugendliches „Rowdytum“ verharmlost, das vom Westen gesteuert sei. Der nachlässige Umgang, das Tabuisieren und Totschweigen führte dazu, dass sich rechtes Gedankengut in der Gesellschaft verfestigte und sich ein harter Kern rechter Kader herausbilden konnte, deren Einfluss bis in die Gegenwart reicht.

Ingo Hasselbach – ehemalige Führungsgröße der Ostberliner Neonazi-Szene und Gründer der Aussteigerinitiative EXIT – diskutiert mit dem Journalisten Peter Wensierski über die rechte Szene in der DDR und die Ursprünge der Radikalisierung. Sie gehen dabei auch der Frage nach, wie offensiv heute rassistische und neonazistische Motive und Taten als solche benannt werden. Das Gespräch wird von Nadja Klier moderiert. Es werden bislang unveröffentlichte Filmausschnitte aus der rechten Szene Ostberlins um 1990 gezeigt.

Gespräch:
Ingo Hasselbach, Autor - Aussteiger aus der Neonazi-Szene, Mitbegründer der Aussteigerinitiative EXIT 
Peter Wensierski, Journalist, Autor und Dokumentarfilmer

Moderation: 
Nadja Klier, Fotografin, Autorin und Filmproduzentin

Veranstaltungsflyer

Termin: 24. Mai 2018, 19 Uhr
Ort: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, „Haus 22“, Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Fotoarchivar Christoph Och führt durch das Bildarchiv der Robert-Havemann-Gesellschaft. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Sebastian Zilm
Auswahl aus dem Bildarchiv. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Sebastian Zilm
Schriftgut-Archiv der Robert-Havemann-Gesellschaft. ©Sebsatian Zilm

03.03.2018

Führungen durch das Archiv der DDR-Opposition am 9. bundesweiten TAG DER ARCHIVE

Zum "Tag der Archive" öffnete das Archiv der DDR-Opposition seine Pforten und zeigte das Schriftgutarchiv, das Bildarchiv und die Objektsammlung.

Unter dem Motto „DEMOKRATIE UND BÜRGERRECHTE“ öffnete die Robert-Havemann-Gesellschaft zum Tag der Archive ihre Türen. Jeweils um 14.00 und 16.00 Uhr boten wir Ihnen geführte Rundgänge durch das Archiv der DDR-Opposition an. Treffpunkt war vor Haus 22 auf dem Campus für Demokratie (ehemaliges Offizierscasino der Stasizentrale). Zum Tag der Archive befanden sich, nach eineinhalb Jahren Zwischenlagerung der Archivalien im Bundesarchiv, erstmals wieder alle Bestände des Archivs der DDR-Opposition am Sitz der Robert-Havemann-Gesellschaft in der Ruschestraße 103 (Haus 17).

Was gab es zu sehen:

Schriftgutarchiv, einzigartige Zeugnisse von Opposition und Widerstand, Einblicke in die persönlichen Nachlässe Oppositioneller wie Robert Havemann und Bärbel Bohley
Bildarchiv, faszinierende Aufnahmen aus dem 350.000 Fotos umfassenden Bildarchiv zur Geschichte der Oppositions- und Bürgerbewegung
Objektsammlung, museales Sammlungsgut aus über 40 Jahren Opposition und Widerstand gegen die kommunistische Diktatur

Außerdem bestand die Möglichkeit einen Teil der
Ausstellung „Gesichter der Friedlichen Revolution“ des Fotografen Dirk Vogel in den Räumen der Robert-Havemann-Gesellschaft zu besichtigen.

Termin: 3. März 2018, 14.00 und 16.00 Uhr
Ort: Stasizentrale Haus 22, Ruschestraße 103, 10365 Berlin
Verkehrsanbindung: U-Bahn Magdalenenstraße

Von links nach rechts: Eckhart Gillen, Andreas Schmidt-Schaller, Caro Korneli, Gabriele Stötzer, Christoph Singelnstein, Jürgen Böttcher, Fritz Puppel, Toni Krahl. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Walther
Podiumsteilnehmer Harald Hauswald und Stephan Krawczyk. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Walther
Von links nach rechts: Caro Korneli, Peter Wensierski, Axel Klausmeier, Christoph Singelnstein, Bernd Greiner, Nadja Klier, Line Maaß. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Walther
Konzert von Herbst in Peking im Anschluss an die Veranstaltung. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Walther

05.02.2018

28 | 28

Achtundzwanzig Jahre mit und ohne Mauer

Ein historisches Datum: Am 5.2.2018 existiert die Berliner Mauer genauso lange nicht mehr, wie sie Berlin und einen Kontinent in Halbwelten zerschnitt - rund 28 Jahre und drei Monate. Was bleibt von ihrer Geschichte in dem Moment, da sie selbst Geschichte ist?

Welche Konflikte wuchsen im Schatten des Eisernen Vorhangs und wurden erst nach der Friedlichen Revolution 1990 sichtbar? Was trennt unser Denken heute? Wie können diese neuen Mauern wahrnehmbar gemacht und untergraben werden?

Veranstaltungsflyer
Programm im Detail

Rezension der Veranstaltung im Deutschlandfunk Kultur
"Zeitzeugenauflauf mit Musik", Frankfurter Rundschau vom 6. Februar 2018

In zwei Gesprächsrunden – „PAST“ und „FUTURE“ – beschreiben Zeitzeugen, Künstler, Historiker und Publizisten Kontinuitäten und Perspektiven. Die erste Reflexionsrunde behandelt die Aufarbeitung der 28 Jahre Mauerzeit und die Frage: „Wie zu Ende ist der Kalte Krieg?“. Die zweite Runde dreht sich um Gegenwartsmauern, ob im Sozialgefälle, in der Flüchtlingsfrage oder zwischen Demokraten und Antidemokraten.

Dazu werden außergewöhnliche Mauer-Kurzfilme gezeigt und es gibt Live-Musik mit CITY und "Herbst in Peking", sowie dem Jazz-Gitarristen Lothar Fiedler.

In Halbzeit eins ("PAST") ist Thema "28 Mauerjahre und deren Aufarbeitung". Mit Beiträgen von dem Schauspieler Andreas Schmidt-Schaller ("Soko Leipzig"), der Filmemacher Jürgen Böttcher ("Jahrgang 45"/ "Die Mauer"), Eckhart Gillen (Kunsthistoriker), Prof. Bernd Greiner (Leiter des Berliner Kollegs Kalter Krieg), Peter Wensierski (SPIEGEL-Autor "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution"), die Berliner Fotografin Nadja Klier("Oderberger Straße"), die Autorin Susanne Schädlich ("Briefe ohne Unterschrift"), Brandenburgs ehemalige Aufarbeitungsbeauftragte Ulrike Poppe, die Erfurter Performancekünstlerin und Lyrikerin Gabriele Stötzer, die am 4.12.1989 zu den ersten Besetzerinnen der Stasi in der DDR gehörte, Prof. Axel Klausmeier (Direktor der Berliner Stiftung Berliner Mauer) und Line Maaß (in der Punk- und Widerstandsbewegung der DDR aktiv, nach dem Mauerfall Besetzerin des Kulturhauses "IM Eimer" und des Tacheles).

Halbzeit zwei ("FUTURE") widmet sich den seit 1989 sichtbar(er) gewordenen "neuen Mauern". Beteiligt sind Dr. Matthias Quent (Direktor des Jenaer Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft), Ingo Hasselbach (Ex-Neonazi und Gründer der Aussteigerinitiative EXIT), Pfarrer Jürgen Quandt (Berliner Gründer des Kirchenasyls), Tim Eisenlohr (vor 30 Jahren vom MfS verhaftetes, ehemals jüngstes Mitglied der oppositionellen Berliner Umweltbibliothek, jetzt mit eigener Organisation Flüchtlingshelfer in Griechenland), Lyés Bouziane (Fußballer und Leiter eines der größten Sportsozialprojekte entlang der Bernauer Straße im Berliner Wedding), der Fotograf Harald Hauswald (Ostkreuz) und Thomas Krüger (Präsident der bpb). 

Moderation:

Caro Korneli (Radio Fritz) und Christoph Singelnstein (RBB).

Live spielen:

Toni Krahl & Fritz Puppel (CITY), der Jazz-Gitarrist Lothar Fiedler und ab ca. 22.30 Uhr "Herbst in Peking

Außerdem laufen Mauer-Filme, u.a. von Jürgen Böttcher ("Die Mauer"), Marc Bauder ("Mauerstücke"), Hartmut Jahn & Peter Wensierski ("Berliner Blau"), Holger Kulick ("Dt.-dt. Hundeschule") und vom MfS. 

Termin: 5. Februar 2018, 19.30 Uhr

Ort: Volksbühne Berlin (Großes Haus), Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin

Der neue Berliner Aufarbeitungsbeauftragte Tom Sello begrüßt die Gäste. ©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
Wolfgang Wieland, Clemens Binninger, Harald Asel, Winfriede Schreiber und Helmuth Müller-Enbergs (v.l.n.r.). ©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
Winfriede Schreiber, ehemalige Leiterin des Landesamtes für Verfassungsschutz Brandenburg ©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
Clemens Binninger, bis 2017 Mitglied im Deutschen Bundestag, berichtet von seiner Arbeit im Parlamentarischen Kontrollgremium. ©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
Historiker Helmuth Müller-Enbergs ©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft

06.12.2017

Was bleibt? Die Staatssicherheit und die Zukunft der „Dienste“

Der Verfassungsschutz sucht Mitarbeiter, die „im Verborgenen Gutes tun!“ Der Bundesnachrichtendienst residiert in einem der größten Neubauvorhaben der Bundesrepublik seit ihrer Gründung. Die Dimensionen erinnern an Mielkes Revier in Berlin-Lichtenberg.
Kurz: Die „Dienste“ haben Konjunktur. Vorbei die Zeit, als in der Demokratie Transparenz, Offenheit und Kontrolle gefordert wurden. Angesichts terroristischer Bedrohung findet eine ungehinderte Aufrüstung statt. Neuerdings müssen die Akten der „Dienste“ nicht einmal mehr dem Bundesarchiv abgeliefert werden – der Quellenschutz gilt jetzt auch historisch.
Wurde also nichts aus der Stasi-Vergangenheit gelernt? Ist die Kontrolle der „Dienste“ wirklich ausreichend?

Diskussion:

Clemens Binninger, Vorsitzender der Konferenz der Parlamentarischen Kontrollgremien für die „Dienste“

Dr. Helmuth Müller-Enbergs, Historiker

Winfriede Schreiber, Juristin, 2004-2013 Leiterin des Verfassungsschutzes Brandenburg

Wolfgang Wieland, Jurist, stellv. Mitglied der G 10-Kommission des letzten Bundestages

Moderation: Harald Asel, Journalist beim Rundfunk Berlin-Brandenburg

Termin: 06.12.2018, 19 Uhr 

Ort: Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24,  Berlin-Charlottenburg

Veranstaltungsflyer 

"Geheimdienste - raus aus der Schmuddelecke", von Marcel Fürstenau für Die Deutsche Welle

"Geheimdienste und Demokratie – Lehren aus der Geschichte der "Stasi", Live-Mitschnitt der Veranstaltungen für das RBB-Inforadio

Der Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin, die Landeszentrale für politische Bildung und die Robert-Havemann-Gesellschaft


Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Peter Wensierski, Journalist, begrüßt die über 200 Gäste.
©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags und Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, beim anschießenden Gespräch zum Film.
©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
Der Autor des Films, Peter Wensierski, und Angela Marquardt die im Film von ihrer eigenen Erfahrung mit der Stasi spricht.
©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
Die Podiumsteilnehmer, Peter Wensierski, Angela Marquardt der Moderator Harald Asel vom RBB, Petra Pau und Roland Jahn.
©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
Monika Haeger (Bildmitte) bei einem Auftritt in der Berliner Friedenswerkstatt 1984; © Robert-Havemann-Gesellschaft/Hartmut Beil

21.11.2017

IM Dienst der Stasi – Der Fall Monika Haeger

Was macht man mit dem Eingeständnis, selbst Teil eines Systems gewesen zu sein, das andere Menschen unterdrückt hat? Monika Haeger (1945-2006) gab darüber an einem Spätsommerabend 1990 in ihrer Wohnung im Prenzlauer Berg ein vier Stunden langes Interview, das lange Zeit als verschollen galt. Der Film des Journalisten Peter Wensierski über die inoffizielle Stasi-Mitarbeiterin zeichnet nicht nur ihren Lebensweg vom Kinderheim Königsheide bis ins Zentrum der Ost-Berliner Opposition nach - auch ihr Führungsoffizier kommt erstmals zu Wort. Wensierski stellt Fragen danach, was der Umgang mit der eigenen Verstrickung in Repression für Demokratie und Gesellschaft heute bedeutet.

Film: „IM Dienst der Stasi – Der Fall Monika Haeger“

Dokumentation von Peter Wensierski, 45 Minuten

 

Gespräch:

Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags

Angela Marquardt, SPD-Politikerin

Peter Wensierski, Journalist, Der SPIEGEL

Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

Moderation: Harald Asel, Rundfunk Berlin-Brandenburg


Termin: 21. November 2017, 19 Uhr

Ort: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, „Haus 22“, Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Der Film wird am 26.11.2017 um 22:55 Uhr im Programm des rbb erstausgestrahlt.


Veranstalter:

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), die Robert-Havemann-Gesellschaft und der Rundfunk Berlin-Brandenburg

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Initiates file downloadEinladung als PDF


Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind.

16.11.2017

Allwissend und hilflos? Die Stasi im Herrschaftsgefüge des SED -Staates

Mit der zunehmenden Überwachung aller gesellschaftlichen Bereiche und immer mehr geheimen Informationen ließen die Fähigkeiten der DDR zur Korrektur von Fehlern und zur Vornahme wirklicher Veränderungen nach. Wie ist dieser Widerspruch zu erklären? Wieso konnte die Staatssicherheit die Revolution 1989 nicht verhindern? Welche Bedeutung kam der Geheimpolizei unter dem SED-Regime überhaupt zu? War die Stasi lediglich „Schild und Schwert“ der Partei – oder vielmehr Staat im Staate? Antworten darauf stehen auch Jahrzehnte nach dem Ende der DDR noch aus.

Diskussion: 

Dr. Jens Gieseke, Historiker, Abteilungsleiter beim Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Ronny Heidenreich, Historiker, Mitarbeiter der Kommission zur Erforschung der Geschichte des BND

Prof. Dr. Jens Reich, Molekularbiologe, 1989 im Neuen Forum aktiv, Mitglied der frei gewählten Volkskammer


Moderation: 

Prof. Dr. Daniela Münkel, Historikerin, Projektleiterin beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen


Termin: 16. November 2017, 19 Uhr

Ort: Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund, Mohrenstr. 64, 10117 Berlin

Verkehrsanbindung: U-Bahn Mohrenstraße, Bus M 48 und 200

Veranstalter:

Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin und die Robert-Havemann-Gesellschaft


Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.

Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert

12.11.2017

Die Europavorstellungen der Kreisauer und die Widersprüche im Europa von heute

Es ist 27 Jahre her, dass die Bürgerbewegung Demokratie Jetzt gegründet wurde. Unter den Gründern waren Mitglieder der Bartholomäus-Gemeinde Berlin-Friedrichshain, die sich schon 1987 für eine Öffnung des Landes eingesetzt hatten (Absage an Praxis und Prinzip der Abgrenzung). In nahezu jedem Jahr laden wir zu einer Herbst-Veranstaltung in diesem Geist ein. Am 12. November 2017 wird einer Initiative gedacht, die unter Mitwirkung von Wolfgang Ullmann und Ludwig Mehlhorn bereits im Juni 1989 ins Leben gerufen wurde: der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung in Krzyzowa, Polen. Annemarie Franke, langjährige Leiterin der Gedenkstätte der Stiftung, hat über dieses Neue Kreisau und seine Entstehung eine Dissertation verfasst, die jetzt als Buch erscheint. Denn das Kreisau des Widerstands gegen den Nationalsozialismus, u. a. getragen von Freya und Helmuth James Graf von Moltke, hat eine zweite und junge Dimension gewonnen, die europäische Verständigung.

Im Sommer 1989 war es ein mutiges und hochpolitisches Projekt in einem polnischen Dorf ein Zentrum für europäischen Dialog zwischen den Gesellschaften diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs zu schaffen. Die ostmitteleuropäische Opposition gegen den gescheiterten Sozialismus beförderte damals die Dynamik des Geschehens. Welche Aufgabe gibt uns das Vermächtnis des Widerstands? Gibt die gemeinsame europäische Menschenrechtstradition Antwort auf den Angriff gegenüber dem Rechtsstaat? Weiterhin bleibt zu fragen, wie mit autoritären Staatsführungen und nationalem Rückzug umzugehen ist. Was ist zu tun, um die grausame Flüchtlingskrise abzuwenden?
Europa erfand sich neu mit und nach dem Jahr 1989. Darum: Welche Aufgabe stellt sich heute, um den Kontinent an seine Demokratiegeschichte neu zu binden? Wo sind die kleinen Gemeinschaften, die die soziale Kraft entfalten, das neue Europa in Freiheit zu aktivieren?

Programm:

9.30 Uhr  

Gottesdienst - mit Renate Ellmenreich, Pfarrerin und Menschenrechtlerin


11.00 Uhr  
Vortrag: Das Neue Kreisau und der Umbruch in Europa 1989/90 – Dr. Annemarie Franke

11.30 Uhr 
Podium: Die Europavorstellungen der Kreisauer und die Widersprüche im Europa von heute


Dr. Agniezka Łada, Institute of Public Affaires Warschau, Aufsichtsrat der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung

Staatssekretär Stephan Steinlein, Leiter des Bundespräsidialamtes

Dr. Annemarie Franke, Leiterin der Gedenkstätte Kreisau-Krzyzowa 2001-2012

Moderation: Stephan Bickhardt, Demokratie Jetzt-Mitbegründer
Kommentar: Dr. Ellen Ueberschär, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung

 

12.30 Einladung zu einem Imbiss

 

Termin: 12. November 2017, 9.30 Uhr – 12.30 Uhr

Ort: Bartholomäus Kirche Berlin-Friedrichshain,  Friedenstr. 1 

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Bartholomäus-Gemeinde Berlin-Friedrichshain, der Heinrich-Böll-Stiftung der Kreisau-Initiative e.V. und der Robert-Havemann-Gesellschaft durchgeführt.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Buchhinweis:

Annemarie Franke: Das neue Kreisau. Die Entstehungsgeschichte der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung 1989-1998.
Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft 20. Juli e.V., Bd. 22
Augsburg 2017, ISBN: 978‐ 3‐ 95786‐ 105‐ 4 (Preis 34,90 Euro)

Das Buch erscheint zugleich in polnischer Sprache im Verlag Nauka I Innowacje Poznań in der Reihe des Willy Brandt-Zentrums für Deutschland- und Europastudien der Universität Wrocław. 

©Robert-Havemann-Geselschaft/Andreas Kämper
Der Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen Roland Jahn begrüßt rund 200 Gäste im großen Saal von Haus 22. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Der Film von Martin Kobylinski "IM Dienst der Stasi - Der Fall Wolfgang Schnur" lief am 26. November 2017 im RBB-Fernsehen. ©Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Moderator Professor Jürgen Haase (Mitte) im Gespräch mit den ehemaligen Schnur Mandanten Lothar Rochau, Ulrike Poppe und Thomas Kretschmar, sowie dem Historiker Prof. Dr. Brandt. ©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
Thomas Kretschmann (Bild) verweigerte 1980 den Wehrdienst, wobei er rechtlich durch Wolfgang Schnur betreut wurde. ©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
Ulrike Poppe wurde 1983 zusammen mit anderen Bürgerrechtlerinnen wegen des "Verdachts auf landesverräterische Nachrichtenübermittlung" verhaftet. Ihr Anwalt: Wolfgang Schnur. ©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
Lothar Rochau, Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre Jugenddiakon in Halle Neustadt, wurde 1983 verhaftet und wenig später in die Bundesrepublik abgeschoben. ©Frank Ebert/Robert-Havemann-Gesellschaft
 

01.11.2017

"Ein unmögliches Leben" Der Fall Wolfgang Schnur - Premiere des Films von Alexander Kobylinski

Premiere der 45-minütigen Co-Produktion von rbb Fernsehen und HAASE-Filmproduktion.
Eine filmisch-kritische Auseinandersetzung mit dem Leben des Wolfgang Schnur.

Er war ganz oben. Dann stürzte er ins Bodenlose. – Stasi-Spitzel, DDR-Oppositionellen-Anwalt, Wendepolitiker in einer Person: Wolfgang Schnur.1989 hatte er die Partei Demokratischer Aufbruch gegründet, war sogar vier Monate deren Vorsitzender gewesen. Vor den ersten freien Wahlen der DDR galt der Vorsitzende des Demokratischen Aufbruchs vielen bereits als neuer Ministerpräsident, ehe er wenige Tage vor der Volkskammerwahl, am 18. März 1990, als Stasi-Spitzel enttarnt wurde. In einem letzten Interview vor seinem Tod stellte sich Schnur im Januar 2016 den Fragen des inzwischen ebenfalls verstorbenen Journalisten Alexander Kobylinski. Ein einmaliges filmisches Zeitdokument.

Moderation: Prof. Jürgen Haase (Filmproduzent und Kulturmanager)

Podium:
Lothar Rochau (ehem. Jugenddiakon Halle/Neustadt und Schnur-Mandant)

Ulrike Poppe (DDR-Bürgerrechtlerin)

Thomas Kretschmer (Holzbildhauer und ehemaliger Mandant von Wolfgang Schnur)


Datum: Mittwoch, 01. November 2017, 19:00 Uhr

Ort: Stasi-Zentrale, Campus für Demokratie, „Haus 22“, Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Eine Veranstaltung des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) in Kooperation mit dem Wilhelm Fraenger-Institut Berlin, der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., dem rbb Fernsehen und der Stiftung Berliner Mauer.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

26.10.2017

„Heißes Herz, kühler Kopf, saubere Hände …“ Korruption und Verfall in der Stasi

Es ist wenig bekannt, dass in der Stasi die Korruption grassierte. Das galt nicht nur für Sonderbereiche wie die des Obristen Wurm und seines „Nachfolgers“ Schalck-Golodkowski. Auch im normalen Alltag bauten sich Stasi-Offiziere Luxusvillen, gegen die die Häuser in Wandlitz unscheinbar waren. Beim Einsatz von Spitzeln wurden laufend Zahlungen – auch in Devisen – unterschlagen. Mielke kritisierte den Prunk seiner „Bezirksfürsten“ – tat aber nichts dagegen.


Impulsreferat: Dr. Klaus Bästlein, Historiker und Jurist, Referent beim Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen

 

Diskussion:

Jan Eik, Diplom-Ingenieur und Schriftsteller

Prof. Dr. Bernd Stöver, Historiker, Universität Potsdam

Dr. Klaus Bästlein

Moderation: Gerald Endres, Dokumentarfilmer


Termin: 26. Oktober 2017, 19 Uhr

Ort: Rathaus Mitte, Robert-Havemann-Saal, Karl-Marx-Allee 31, Berlin-Mitte

Initiates file downloadEinladung als PDF


Veranstalter:

Der Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, die Robert-Havemann-Gesellschaft und das Deutsch-Russische-Museum


Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Einladungskarte zur Tagung.
Dr. Thomas Thiele, Leiter des Museum Lichtenberg, eröffnet die Tagung. © Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Guntolf Herzberg, Autor der beim Mitveranstalter Christoph-Links-Verlag erschienenen Biographie "Rudolf Bahro - Glaube an das Veränderbare. © Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Wolfgang Templin äußerte sich u. a. zur Frage, welche Rolle die „Alternative“ in der marxistischen Systemkritik einnahm und ob sie mehr war als eine politische Utopie.
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
In der Runde, moderiert von Dr. Bernd Florath, ging es um die Frage, welche Wege das Manuskript bis zur Veröffentlichung nahm, wer Bahros Arbeit unterstütze und wer aus welchen Gründen Zutritt zu den unterstützenden Personenkreisen erhielt. © Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Karl-Heinz Baum und Ulrich Schwarz, beide Korrespondenten westdeutscher Presse in der DDR, berichten über den Schmuggel des Buches „Alternative“ in die DDR.
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Hannes Schwenger gründete 1977 in Reaktion auf die Inhaftierung von Rudolf Bahro das Komitee „Freiheit und Sozialismus“. Tina Krone berichtete über die Resonanz der Thesen Bahros auf Diskussionen in reformorientierten oder systemkritischen Kreisen. © Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Dirk Moldt diskutierte mit Reiner Land und Andreas Siemoneit ob die Thesen Bahros heute noch Relevanz haben.
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert

21.10.2017

Konferenz: „Glaube an das Veränderbare“ 40 Jahre Rudolf Bahros „Alternative“ und die Gemeinschaft seiner Unterstützer

Vor vierzig Jahren veröffentlichte der Spiegel den Vorabdruck der Sozialismuskritik „Die Alternative“ von Rudolf Bahro. Bahro wurde verhaftet und in die U-Haft des MfS nach Berlin-Hohenschönhausen gebracht. Wenig später erschien das Buch in der Europäischen Verlagsanstalt. Dass die Publikation nicht das Werk der Einzelperson Bahro war, ist wenigen bekannt. Wer ihn unterstützte, was seine Kritik am Realsozialismus bewirkte und wie sie mit historischem Abstand zu bewerten ist, möchte diese Konferenz ergründen. Es werden Kenner des Buches, der historischen Person Rudolf Bahro, ehemals Beteiligte und von der Arbeit Beeinflusste oder Angeregte zu Wort kommen.

 

Programm:

10.00 Uhr: Einlass und Registrierung

10.15 Uhr: Begrüßung

10.30 Uhr: Einführungsvorträge

Guntolf Herzberg: Die „Alternative" - Größe und Grenzen einer Konzeption

Thomas Schubert: Die "Alternative" - Dokument einer politischen Religion und Theologie?

11.30 Uhr Panel 1: „Wessen Alternative – ein tragfähiges Konzept?“

Welche Rolle nimmt die „Alternative“ in der marxistischen Systemkritik ein und war sie mehr als politische Utopie? Welchen Bezug hatte sie zu anderen Reformideen, so zu denen Robert Havemanns oder osteuropäischer Dissidenten?

Mittagspause

13.30 Uhr Panel 2: „Offener Kreis – geschlossener Zirkel?“

Welche Wege nahm das Manuskript bis zur Veröffentlichung, wer unterstütze Bahros Arbeit und wer erhielt aus welchen Gründen Zutritt zu den unterstützenden Personenkreisen?

Kurze Pause

14.45 Uhr Panel 3: „Und schweigt ihr Bahro dreimal tot …“

Wie gingen der Staat und die SED mit der öffentlich gewordenen Systemkritik um? Welche Resonanz hatten die Thesen Bahros auf Diskussionen in reformorientierten oder systemkritischen Kreisen?

Kurze Pause

16.00 Abschlussdiskussion: „Was bleibt von Bahros Alternative?“

Welche Relevanz haben Bahros Thesen heute und gibt es in der Gegenwart Gesellschaftsmodelle und -entwürfe oder Utopien mit vergleichbaren Intentionen?

Als Teilnehmer haben bisher zugesagt: Guntolf Herzberg, Christoph Links, Thomas Schubert, Ines Weber; angefragt sind und angekündigt haben ihre Teilnahme bisher u.a. Alexander Amberger, Bernd Florath, Tina Krone, Hannes Schwenger, Ulrich Schwarz, Wolfgang Templin, Karl-Heinz Baum

Weitere Informationen folgen oder sind unter Opens external link in new windowwww.museum-lichtenberg.de zu finden.


Eine Konferenz des Museums Lichtenberg in Zusammenarbeit mit dem Christoph Links Verlag und der Robert Havemann Gesellschaft, gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Ort: Ruschestraße 103, 10365 Berlin, Haus 22

Silke Maier-Witt war ab 1977 Mitglied der RAF und tauchte 1980 in der DDR unter. Heute lebt sie in Mazedonien. © Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Frank Wilhelm, Dr. Butz Peters und Silke Maier-Witt (v.l.n.r.) © Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
 

18.10.2017

Als RAF-Terroristen im Osten abtauchten - Silke Maier-Witt und ihr Leben in der DDR

Silke Maier-Witt gehörte seit 1977 zur Roten-Armee-Fraktion (RAF) und war als Späherin an der Entführung und Ermordung des damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer beteiligt. 1979 tauchte sie in der DDR unter. Sie lebte zunächst in Erfurt, wurde dort aber von einem Besucher aus der Bundesrepublik erkannt. Sie unterzog sich einer Gesichtsoperation und zog nach Neubrandenburg. 1990 folgte die Verhaftung, 1991 die Verurteilung zu zehn Jahren Gefängnis. 1995 wurde sie vorzeitig aus der Haft entlassen. Sie arbeitete seit dem u.a. im zivilen Friedensdienst im Kosovo.
Wir wollen den Fragen nachgehen, wie erlebte sie die DDR? Was war der Deal zwischen der Staatssicherheit und der Roten-Armee-Fraktion? Welche Lehren resultieren aus dem sogenannten „bewaffneten Kampf“?

 

Einführung: Dr. Butz Peters, Rechtsanwalt 

Film: „Als RAF-Terroristen im Norden abtauchten - Silke Maier-Witt und ihr Leben in der DDR – Fernsehdokumentation von Kathrin Matern, Erstausstrahlung NDR III 21. Juni 2017, 45 Minuten

Gespräch:

Silke Maier-Witt

Frank Wilhelm, (Autor „RAF im Osten: Terroristen unter dem Schutz der Stasi“)

Dr. Butz Peters

 

Termin: 18. Oktober 2017, 19 Uhr

Ort: DDR-Museum, Besucherzentrum, St. Wolfgang Straße 2, Berlin-Mitte

Verkehrsanbindung: S- und U-Bahnhof Alexanderplatz
S-Bahnhof Hackescher Markt
Bus: 100, 200, 248, M48, TXL: Haltestelle Spandauer Straße
Tram: M5, M4, M6: Haltestelle Spandauer Straße


Einladungskarte (PDF)

Eine Veranstaltung des Berliner Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen und des NDR in Kooperation mit dem DDR-Museum und der Robert-Havemann-Gesellschaft.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. 

Opens external link in new window„Ich bin jetzt wie mein Vater, der SS-Mann“, Frankfurter Rundschau zur Veranstaltung am 20.10.2017

28.09.2017

Gespräche mit Oppositionellen

Seit 1983 führte die Autorin Doris Liebermann viele Gespräche für Features und Rundfunksendungen zur DDR und zur Literatur, Kultur und Geschichte Osteuropas. Das umfangreiche Interviewmaterial wurde nie in vollem Umfang ausgestrahlt, sondern immer nur in Auszügen. Der vorliegende Band enthält die Langfassungen der Gespräche mit sechzehn besonderen Zeugen der deutschen und tschechoslowakischen Geschichte des letzten Jahrhunderts.

Einer der Porträtierten, der Psychologe Stefan Brandt ist Podiumsgast, wenn das Buch erstmals in Berlin vorgestellt wird. Stefan Brandt, geboren 1949 in Ost-Berlin, flüchtete 1958 mit Eltern und Geschwistern in den Westen. Sein Vater, der SED-Funktionär Heinz Brandt, der sich während des 17. Juni 1953 mit den streikenden Arbeitern solidarisiert hatte, wollte sich so einer drohenden Verhaftung entziehen. Stefan Brandt berichtete Doris Liebermann, wie er als Kind die Flucht und kurz darauf mehrere Kindheitsjahre ohne Vater erlebte. Kurz vor dem Mauerbau entführte die ostdeutschen Geheimpolizei Heinz Brandt in die DDR. Dort wurde der Kommunist, der in der NS-Zeit Zuchthaus und KZ überlebt hatte, zu 13 Jahren Zuchthaus verurteilt und im berüchtigten Gefängnis Bautzen II bis 1964 gefangen gehalten. Eine weltweite Solidaritätsbewegung erzwang seine vorzeitige Entlassung aus der Haft: Heinz Brandt war der erste Gefangene des Jahres von Amnesty International.

Das Gespräch mit Doris Liebermann und Stefan Brandt moderiert Dr. Sabine Kuder, Bundesstiftung Aufarbeitung.

In der vorliegenden Publikation sind die Gespräche mit Bärbel Bohley, Heinz Brandt, Stefan Brandt, Marie Charousková, František Cerný, Bernd Eisenfeld, Rainer Eppelmann, Jürgen Fuchs, Lilo Fuchs, Hans-Joachim Lazai, Utz Rachowski, Jens Reich, Sebastian Pflugbeil, Wolfgang Templin, Wolfgang Ullmann und Jürgen Wiechert dokumentiert. Doris Liebermann zeichnete die Interviews auf Audiokassetten auf, die sich heute im Archiv der DDR-Opposition befinden. Die Buchvorstellung ist zugleich Auftaktveranstaltung einer neuen Reihe der Robert-Havemann-Gesellschaft, in der Dokumente aus dem Archiv präsentiert werden.

Doris Liebermann: Gespräche mit Oppositionellen

Inhaltsverzeichnis, Metropol Verlag

Termin: 28. September 2017 um 18 Uhr

Ort: Café Vernunft, Haus 19, Stasi-Zentrale, Ruschestraße 109, 10365 Berlin

Fahrverbindung: U5 Magdalenenstraße (es gibt kaum Parkmöglichkeiten im Umfeld)

Der Eintritt ist frei. 

Veranstalter: Robert-Havemann-Gesellschaft in Kooperation mit dem Metropol Verlag. Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

09.09.2017

Tag des offenen Denkmals: Macht und Pracht?

Die Stasi und ihr Erbe in Berlin-Lichtenberg
Bis 1989 galt die Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg als geheimnisumwitterter Ort, Ausdruck von Macht und Herrschaft im SED-Staat. Die historische Bedeutung des Geländes führte 2014 dazu, dass der Senat einen Kernbereich des Geländes in die Berliner Denkmalliste aufgenommen hat. Dazu gehören das Archiv, der Ministersitz und das Offizierskasino.
Zum Tag des offenen Denkmals zeigen historische Foto- und Videoaufnahmen, wie die Stasi die einzelnen Häuser nutzte. Führungen geben Einblicke in die Baudenkmale und veranschaulichen, wie sich das Stasi-Gelände im Laufe der Jahre entwickelt hat.

Programm:

10.00 Uhr, Geländeführung: Unterwegs im Stasi-Revier
Wie hat sich die Stasi-Zentrale über vier Jahrzehnte DDR entwickelt? Welche Mitarbeiter arbeiteten in welchen Gebäuden? Was waren ihre Aufgaben? Eine Führung über das Gelände zeigt dessen Geschichte.
Treffpunkt ist vor "Haus 22".

11.00 und 13.00 Uhr, Archivführung: Macht und Ohnmacht
Im Stasi-Unterlagen-Archiv in Berlin lagern rund 43 Kilometer Schriftgut, Karteikarten und Bild- und Tondokumente. Die Führung gibt einen Eindruck von der Sammelwut der Geheimpolizei und vom Umgang mit den Archivdokumenten nach der Friedlichen Revolution.
Treffpunkt ist vor "Haus 7"

12.00 und 17.00 Uhr, Führung durch das Stasimuseum: Vom Machtzentrum zum Denkmal
Der Rundgang durch die Dauerausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur" führt auch durch die weitgehend original erhaltene Ministeretage von Erich Mielke. Von seinem Arbeitsplatz steuerte er den Apparat der Geheimpolizei, verfügte aber auch über private Rückzugsräume.
Treffpunkt ist vor "Haus 1". Um Anmeldung unter veranstaltungen@bstu.bund.<wbr />de wird gebeten.

14.00 Uhr, Vortrag: Zeugnisse von Macht und Pracht
Die Stasi-Zentrale war Ort von Konferenzen, Aufmärschen und Festen der Geheimpolizei. Das dokumentieren historische Foto- und Videodokumente aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv. Darunter eine Aufnahme des britischen Doppelagenten Kim Philby, der in "Haus 22" vor Stasi-Mitarbeitern eine Rede hielt. Der Vortrag zeigt außerdem, wie die repräsentativen Räume vor 1990 ausgesehen haben und was die Stasi ihren Gästen bieten wollte.
Treffpunkt ist vor "Haus 22"

12.30 und 14.30 Uhr, Zeitzeugenführung: Gegen die Macht einer Diktatur
Im Januar und im September 1990 war die Stasi-Zentrale Schauplatz der Friedlichen Revolution. Zeitzeugen führen durch die Open-Air-Ausstellung "Revolution und Mauerfall" und berichten vom Ende der DDR und den Ereignissen an diesem Ort bis zur deutschen Einheit.
Treffpunkt ist vor "Haus 22".

15.00 Uhr, Sonderführung: Die letzten Stasi-Büros
Der Rundgang führt in den sonst verschlossenen Nordflügel von "Haus 7" mit weitgehend im Original erhaltenen Büroräumen der Stasi. Sie tragen noch Spuren der Hauptamtlichen Mitarbeiter, die für die hier ansässige "Hauptabteilung XX" Kirchen und Kulturschaffende in der DDR überwachten. Vor einer geplanten Sanierung wird dies eine der seltenen Möglichkeiten bleiben, die Räume zu begehen.
Treffpunkt ist vor "Haus 22". Um Anmeldung unter veranstaltungen@bstu.bund.<wbr />de wird gebeten.

16.00 Uhr Podiumsdiskussion: "...Ort der Aufklärung über Diktatur und Widerstand" – von der Idee zur Verwirklichung
Um die Zukunft der ehemaligen Stasi-Zentrale hat sich eine lebhafte Diskussion entwickelt. Politik und zivilgesellschaftliche Akteure entwerfen Nutzungsszenarien, aber noch steht der Veränderungsprozess am Anfang. Wie geht es weiter mit dem historischen Gelände und seiner Nutzung?
Treffpunkt ist vor "Haus 22".

Weitere Programmangebote:
* Bürgerberatung zur Einsicht in die Stasi-Unterlagen
* Präsentation der Stasi-Mediathek mit historischen Fotos von der Stasi-Zentrale
* Präsentation der Bildungsangebote des Stasi-Unterlagen-Archivs
* "Future Maker/s – Future Market/s" – Präsentation eines internationalen Studierendenprojektes zu Begegnungsformaten auf dem Campus der Demokratie
* Streetfood-Spezialitäten von milchmädchen

Wahlplakat des Demokratischen Aufbruch für die einzige freie Wahl in der Geschichte der DDR zur Volkskammer.
©Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper
Die Aufarbeitungsbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt, Birgit Neumann-Becker, moderierte den Abend. Den Film stellte Prof. Haase vom Wilhelm Fraenger-Institut vor. Von ihren Erfahrungen mit Wolfgang Schnur berichteten Andreas Ilse und der ehemalige Mandant von W. Schnur Lothar Rochau.
Im Publikum waren viele ehemalige Mandaten von Wolfgang Schnur die ihre eigenen Erfahrungen mit ihm machen mussten.
 

09.09.2017

Vorpremiere der rbb-Dokumentation "Der Fall Wolfgang Schnur – ein unmögliches Leben"

Wolfgang Schnur war eine der schillerndsten DDR-Figuren: Als freiberuflicher Rechtsanwalt vertrat er politisch Verfolgte und Wehrdienstverweigerer vor Gericht, beriet die Leitung der Evangelischen Kirche und verriet als Stasi-Spitzel alle miteinander an das Ministerium für Staatssicherheit. Gierig nach Anerkennung ließ er sich sowohl von kirchlichen Gremien, als auch dem Mielke-Ministerium hofieren. Auf dem Höhepunkt seiner gegensätzlichen Karrieren wurde er 1989/90 Vorsitzender des neu gegründeten Demokratischen Aufbruch und wäre beinahe der erste frei gewählte Ministerpräsident der DDR geworden. Aber die Stasi selbst  verhinderte das: Sie gab Wolfgang Schnur öffentlich als einen der ihren bekannt. Damit waren die Karrieren des Wolfgang Schnur beendet.

Einige Monate vor seinem Tod - im Januar 2016 - gab Schnur dem Filmemacher Alexander Kobylinski - selbst ehemaliger Mandant von Schnur - ein bisher unveröffentlichtes Interview. In dem 45-minütigen Film äußert sich Schnur zu seiner Rolle als Rechtsbeistand in der Diktatur sowie zu seiner Arbeit innerhalb der Evangelischen Kirche und der Tätigkeit für das MfS, ergänzt durch Erinnerungen von Kirchenvertretern und ehemaligen Mandanten.

Im Anschluss an den Dokumentarfilm von Alexander Kobylinski (1964-2017) diskutieren mit dem Publikum:

Prof. Jürgen Haase, Berlin, Filmproduzent und geschäftsführender Gesellschafter des Wilhelm Fraenger-Instituts

Andreas Ilse, Finne und Lothar Rochau, Halle, ehemalige Mandanten von Wolfgang Schnur

Moderation:

Birgit Neumann-Becker, Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Sachsen-Anhalt

Am Klavier:

Lora Kostina

Ort: Kulturscheune Knapendorf, Zur Mühle 3, 06258 Knapendorf (OT der Gemeinde Schkopau)

Veranstalter:

Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Sachsen-Anhalt, Zeit-Geschichte(n) e.V. Halle, Kulturscheune Knapendorf und Robert-Havemann-Gesellschaft. Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

© Robert-Havemann-Gesellschaft/Tom Sello
Zeitzeugengespräch mit Bodo Wolff und Stephan Krawczyk zum Piratensender "Schwarzer Kanal".
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Tom Sello
Führung durch das Areal der Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg.
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Tom Sello
Zeitzeugengespräch mit Bodo Wolff und Dieter Rulff zu "Radio Glasnost".
© Robert-Havemann-Gesellschaft/Tom Sello

19.08.2017

Lange Nacht der Museen: „Made in Berlin“

In Ost-Berlin, der sogenannten Hauptstadt der DDR, befanden sich alle zentralen Institutionen zur Durchsetzung und Sicherung der SED-Herrschaft. So war auch die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit ein Produkt „Made in Berlin“.


Im Programm zur Langen Nacht der Museen erfahren Sie, warum und mit welchen Mitteln die Stasi die Bevölkerung der DDR umfassend kontrollierte. Hören Sie die Berichte von Zeitzeugen, wie Menschen der Diktatur widerstanden. Folgen Sie den Spuren der Demonstranten, die am 15. Januar 1990 in das Stasihauptquartier eindrangen.

Die Sonderausstellung „Hergestellt in Berlin“ zeigt Spionagetechnik aus den geheimen Werkstätten der Staatssicherheit, „Ausgestellt in Berlin“ informiert über die „Büros für Reise- und Besuchsangelegenheiten“ der Stasi in West-Berlin. Unter dem Titel „Ganz Ohr“ finden Veranstaltungen zur Sendung „Radio Glasnost“ statt, die von 1987 bis 1989 die Ost-Berliner Opposition aus dem Westen unterstützte und von der Staatssicherheit abgehört wurde.

28.06.2017

Vortrag und Diskussion „Zersetzung“ als Strategie in Folge der KSZE

Mit der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE ) und der KSZE-Schlussakte von Helsinki 1975 wurde es für die SED-Führung immer schwieriger, politische Gegner offen zu unterdrücken. Kritische Stimmen sollten fortan möglichst lautlos unterbunden werden. Die “Zersetzung” wurde zum bevorzugten Kampfmittel der ostdeutschen Geheimpolizei.

Zu ihren  Maßnahmen gehörten die Organisation beruflicher Misserfolge, die Anprangerung „unmoralischer Lebensweisen“, Telefonterror, offene Überwachung oder die Verdächtigung als Stasi-Spitzel. Für die Betroffenen hatte das oft tiefgreifende Folgen, unter denen nicht wenige bis heute leiden. “Zersetzung” war aber keine Erfindung der Stasi, sondern gehörte stets zum Repertoire von Geheimdiensten.

 

Termin: Mittwoch, 28. Juni 2017 | 19 Uhr

Ort: Landesvertretung Thüringen | Mohrenstraße 64, 10117 Berlin

Vortrag:

Hans-Hermann Lochen, Jurist, Ministerialrat im BMI a. D.

 

Im Podium diskutieren:

Rainer Eppelmann, Theologe, DDR-Oppositioneller und von Zersetzungsmaßnahmen Betroffener

Hans-Herrmann Lochen

D. Gerhard Sälter, Historiker und Mitarbeiter im Projekt zur Geschichte des BND 

Moderation:

Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer


Fahrverbindung: U2 Bahnhof Mohrenstraße, Bus M 48, 200

Veranstalter: Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen,  Stiftung Berliner Mauer  und Robert-Havemann-Gesellschaft. Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 Die Teilnahme bedarf keiner Anmeldung; Eintritt wird nicht erhoben. 

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Robert-Havemann-Gesellschaft verwendet werden.

Initiates file downloadEinladung als PDF

Dr. Jacqueline Boysen moderierte das Gespräch mit Karl-Heinz Baum und Wolfgang Templin.
©Robert-Havemann-Gesellschaft/Tom Sello
©Robert-Havemann-Gesellschaft/Tom Sello
Zum Autor:
Jahrgang 1941, Studium der Geschichte, der Politischen Wissenschaft und Publizistik an der Freien Universität Berlin, seit 1966 Journalist in Mainz, Parlamentsberichterstatter, Korrespondent für Rheinland-Pfalz und Saarland, von 1977 bis 1990 DDR-Korrespondent für die »Frankfurter Rundschau«, seit 2003 freier Journalist und Autor in Berlin.
 

21.06.2017

Buchvorstellung: Kein Indianerspiel. DDR-Reportagen eines Westjournalisten

Ein Gespräch zwischen Karl-Heinz Baum und Wolfgang Templin moderiert Dr. Jacqueline Boysen, Journalistin aus Berlin.

Karl-Heinz Baum arbeitete von 1977 bis 1990 als DDR-Korrespondent der Frankfurter Rundschau in Ost-Berlin. In dieser Zeit verfasste er zahlreiche Reportagen, in denen sich nicht nur die deutsch-deutsche Politik spiegelt, sondern auch der Alltag der Ostdeutschen: Mit den Menschen sprechen und sie sprechen lassen, die Wirklichkeit einfangen, um sie unvoreingenommen zu beschreiben, lautete sein journalistisches Prinzip.

Baums ungewöhnliche Reportagen rufen nicht nur Alltagsereignisse in der DDR und auch die dramatischen Ereignisse des Wendeherbstes 1989 in Erinnerung, sondern bringen schon damals erstaunlich hellsichtig in wenigen markanten Sätzen historisch gewordene Geschichtsmomente auf den Punkt (dpa). Hintergrundberichte zur Entstehung und Wirkung der Reportagen geben einen spannenden Einblick in Karl-Heinz Baums Arbeit. Er thematisierte Probleme, die die große Mehrheit westdeutscher Journalisten nicht aufgriffen. Auch aus diesem Blickwinkel hat seine Auseinandersetzung mit der Tätigkeit eines Journalisten in einer Diktatur bis heute nichts an Brisanz verloren. Zahlreiche Abbildungen, Karikaturen und konkrete Arbeitsanregungen für Schüler der 9. bis 12. Klassen ergänzen den Textband und ermöglichen den Einsatz im Geschichtsunterricht.

Wolfgang Templin, der systemkritische Beiträge in DDR-Untergrundzeitschriften veröffentlichte, wagte es auch in westdeutschen Medien unter seinem Namen zu publizieren, stand West-Journalisten als Gesprächspartner zur Verfügung, lieferte ihnen Hintergrundinformationen und war spätestens im Zuge seiner Inhaftierung und Ausbürgerung 1988 selbst Gegenstand der Berichterstattung.

Interview mit Karl-Heinz Baum

 

Termin: 21. Juni 2017 um 18 Uhr

Ort: Café Vernunft, Haus 19, Stasi-Zentrale, Ruschestraße 109, 10365 Berlin

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter ts(at)havemann-gesellschaft.de wird gebeten.

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Veranstalter: Robert-Havemann-Gesellschaft in Kooperation mit dem CH. LINKS VERLAG. Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Tom Sello, Kurator der Ausstellung "Revolution und Mauerfall", setzt den 17. Juni 1953 mit der Friedlichen Revolution 1989/90 in Beziehung.
Edith Fiedler (r.) hat den Volksaufstand als Mauerlehrling in Berlin erlebt. Helmut Schlönvoigt (l.) und Klaus Hobrack (2. v. r.) waren 1953 in Jena dabei. Sie schilderten ihre Erinnerungen im Gespräch mit Dagmar Hovestädt (Pressesprecherin des BStU).

17.06.2017

Aufruhr in der Diktatur: Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 und die Folgen

Aktionstag: Der 17. Juni 1953 ist ein Schlüsselereignis der DDR-Geschichte: Nur wenige Jahre nach Gründung der DDR kam es in fast 700 Städten und Gemeinden zu Demonstrationen und Streiks. Was als Protest von Bauarbeitern begann, entwickelte sich rasch zu einem Volksaufstand.

Die Ereignisse trafen das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) genauso unvorbereitet wie die SED-Führung. Nur durch das Eingreifen des sowjetischen Militärs konnte der Aufstand niedergeschlagen werden.

Die Erhebung und das Versagen des Sicherheitsapparats lösten ein tiefsitzendes Trauma bei den Machthabern der DDR aus. In der Folge wuchs die Stasi zu einem umfassenden Überwachungs-, Disziplinierungs- und Repressionsapparat, der seine Methoden im Laufe der Jahrzehnte verfeinerte. Dennoch war sie im Herbst 1989 nicht in der Lage, die Friedliche Revolution zu stoppen.

Filme, Vorträge, Gespräche und Führungen am Ort der ehemaligen Stasi-Zentrale nehmen die Ereignisse vom 17. Juni in den Blick und fragen nach den Folgen des Aufstandes. Welche Lehren zog die Stasi aus ihrem Versagen? Was bewirkte die niedergeschlagene Rebellion bei den Menschen? Welche Parallelen lassen sich zu Aufständen der jüngsten Vergangenheit ziehen?

Aktuelle Programmhinweise finden Sie unter www.bstu.bund.de/17-juni.

Aus dem Programm:

16.00 Uhr: Eröffnung

Gespräch mit Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen), Dr. Hubertus Knabe (Direktor Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen), Tom Sello (Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.) und Bernd Lippmann (Vorsitzender des Trägervereins für das Stasimuseum)

Impulsvortrag: Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 und die Folgen, Dr.

Roger Engelmann (Historiker beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen / BStU)

 

16.00 Uhr: Podiumsdiskussion "Träume und Traumata gescheiterter Revolutionen" - Welche Parallelen haben der 17. Juni und Aufstände in Diktaturen heute? Es diskutieren Dina El-Sharnouby (Politikwissenschaftlerin), Srđa Popović (Politaktivist, angefragt), Roland Jahn

Moderation: Dagmar Hovestädt (Pressesprecherin des BStU)

 

17.30 Uhr: Führung "Stasi-Minister Erich Mielke und der 17. Juni 1953"

- Wie beeinflusste der Volksaufstand den späteren Aufstieg von Erich Mielke? Sonderführung durch die historische Minister-Etage im Stasimuseum Sven Behrend (Politikwissenschaftler, Stasimuseum)

 

18.00 Uhr: Vortrag "Im Goldenen Käfig. DDR-Anwälte in der Ära Honecker"

- Vorstellung einer neuen wissenschaftlichen Studie über die Versuche von SED, Justizapparat und Stasi, DDR-Rechtsanwälte im Sinne des Idealbildes vom "sozialistischen Anwalt" zu formen, Dr. Christian Booß (Forscher beim BStU)

 

18.30 Uhr Geländeführung "Vom Finanzamt zur Stasi-Stadt" - Führung zur Entwicklung und zum fortwährenden Ausbau der Stasi-Zentrale nach dem Volksaufstand

 

18.30 Uhr Führung "Das Innenleben einer Geheimpolizei" - Rundgang durch das Stasi-Unterlagen-Archiv

 

19.00 Uhr Führung "Die vollendete Revolution" - Eine Kuratorenführung durch die Open-Air-Ausstellung "Revolution und Mauerfall" setzt den 17.

Juni mit der Friedlichen Revolution 1989/90 in Beziehung.

 

19.00 Uhr Vortrag "Der 17. Juni im Spiegel der Stasi-Unterlagen" - Präsentation von Akten, Fotos und Tondokumenten zum 17. Juni in der "Stasi-Mediathek des BStU"

 

19.30 Uhr Vortrag Die Stasi im Westen - Struktur und Ziele der MfS-Auslandsspionage Prof. Dr. Daniela Münkel (Historikerin beim BStU)

 

20.00 Uhr Gespräch Westarbeit der Stasi zwischen Fiktion und Wirklichkeit - Vorführung der ZDF-Agentenserie "Der gleiche Himmel" (3), vorab Expertengespräch mit der Histori kerin Prof. Dr. Daniela Münkel und Filmschaffenden

Moderation: Dagmar Hovestädt

 

Weitere Programmangebote:

- Der 17. Juni 1953 im Film - Ausgewählte Fernsehfilme und Dokumentationen über den 17. Juni

- Bildungswegweiser zum 17. Juni 1953 - Pädagogische Angebote für die schulische und außerschulische Bildung

- Virtueller Rundgang durch das Stasi-Gefängnis - Virtuelle Reise durch das frühere Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen

- Bürgerberatung und Antragstellung zur Einsicht in die Stasi-Unterlagen (Bitte ein gültiges Personaldokument mitbringen)

- Info-Tisch der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.

- Dauerausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur" im Stasimuseum, "Haus 1" (geöffnet bis 20 Uhr)

- Gefangenentransporter - Ausstellung von zwei DDR-Gefangenentransportern, ausgestattet mit mobilen Hörstationen.

Ehemalige politische Häftlinge berichten über ihre Erfahrungen

- "Wo landeten die inhaftierten Aufständischen des 17. Juni?" - Shuttle-Transfer um 16.30, 17.30 und 18.30 Uhr zur Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

- "Revolution und Mauerfall" - Open-Air-Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft

- Spezialitäten von Street-Food-Anbieter "Milchmädchen"

Initiates file download Veranstaltungsflyer als PDF

Der Eintritt ist frei.

Ort:

Ehemalige Stasi-Zentrale

Ruschestraße 103

10365 Berlin

 

Veranstalter:

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR Karl-Liebknecht-Straße 31/33

10178 Berlin

Telefon: (030) 23 24-89 18

Fax: (030) 23 24-71 79

E-Mail: veranstaltungen(at)bstu.bund.de

 

Mitveranstalter:

Stasimuseum Berlin

Gedenkstätte Berlin Hohenschönhausen

Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.

UOKG - Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.

 

15.06.2017

Buchvorstellung mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema: Staatssicherheit an der Charité

Im Auftrag der SED nahm die Staatssicherheit die größte medizinische Einrichtung der DDR, die Charité, zunehmend in den Griff. Mit von der Partie waren die Leitungsorgane der Klinik und der Humboldt-Universität sowie die Spitzen der Volkspolizei und des Ministeriums für Hoch- und Fachschulwesen. Es entstand eine geheime Parallelwelt. Überwachungen, Lauschangriffe, Denunziationen und Verrat waren an der Tagesordnung. Trotzdem zeigten Einzelne des Klinikpersonals Eigensinn und Zivilcourage, so dass die Geheimpolizei an ihre Grenzen stieß.

Buchvorstellung: „Staatssicherheit an der Charité“

Dr. Jutta Begenau, Medizin-Soziologin und Autorin

Vortrag: „Die Charité zwischen Selbstreinigung und Auflösung 1990-95“

Prof. Dr. em. Harald Mau, Facharzt für Kinderchirurgie, 1990-95 Dekan der Medizinischen Fakultät, Mitglied des Vorstandes der Ärztekammer Berlin

 

Im Podium diskutieren:

Dr. Jutta Begenau

Prof. Dr. Harald Mau

Dr. Helmut Müller-Enbergs, Historiker

Moderation: 

Prof. Dr. Sabine Schleiermacher, Medizin-Historikerin an der Charité

Termin: 15. Juni 2017, 19 Uhr

Ort: Berliner Medizinhistorisches Museum, Hörsaalruine, Charitéplatz, Berlin-Mitte

Veranstalter: 

Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Metropol-Verlag, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Robert-Havemann-Gesellschaft e.V

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Einladungskarte als pdf

Opens external link in new windowBeitrag vom Kulturradio des rbb

Dagmar Hovestaedt, Pressesprecherin des BStU, stellt den Autor Peter Wensierski vor.
Lesung mit dem Autor Peter Wensierski und dem Schauspieler Konstantin Buchholz.
Im Podium sprachen, moderiert von Dagmar Hovestaedt, die Zeitzeuginnen Kathrin Mahler-Walther und Susanne Krug mit dem Autor.

05.04.2017

Buchvorstellung: Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution Wie eine Gruppe junger Leipziger die Rebellion in der DDR wagte

Sie sind jung, sie sind frech, sie verweigern sich dem System und fordern den Staat heraus. Sie wollen sich nicht mehr anpassen. Sie wohnen gemeinsam in Leipziger Abrisshäusern, planen in langen Nächten am See ihre nächsten Aktionen, drucken heimlich Flugblätter, feiern in ihrer illegalen Nachtbar bis der Morgen anbricht. Am Tag demonstrieren sie in der ersten Reihe. Sie werden von der Stasi verfolgt, aber mit jeder neuen Aktion verlieren sie ein Stückchen mehr Angst und die Diktatur an Kraft. Deutschland erlebt zum ersten Mal in der Geschichte eine gelungene demokratische Revolution.

 

Aus dem Programm:

- Begrüßung Roland Jahn (BStU)

- Lesung mit dem Autor Peter Wensierski und dem Schauspieler Konstantin Buchholz

- Präsentation von historischen Videos, Fotos, Tondokumenten

- Zeitzeugengespräch mit Kathrin Mahler-Walther und Susanne Krug, moderiert von Dagmar Hovestädt (BStU)

Zeit: 05. April 2017, 19 Uhr

Ort: Ehemalige Stasi-Zentrale "Haus 22" Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Veranstalter: Deutsche Verlags-Anstalt, Robert-Havemann-Gesellschaft und der Spiegel Buchverlag


Einladungskarte als PDF

Dr. Jens Gieseke vom Zentrum für Zeithistorische Forschung hält den Einführungsvortrag.
Im Podium diskutieren: Dr. Jens Gieseke; Ruth Hoffmann, Autorin des Buches „Stasi-Kinder“; Dr. Uwe Krähnke, Mitautor der Studie "Im Dienst der Staatssicherheit
Eine soziologische Studie über die hauptamtlichen Mitarbeiter des DDR-Geheimdienstes"
Moderation: Dr. Falco Werkentin, Soziologe, Berlin

29.03.2017

Kader für die Firma – Personalentwicklung und Lebenswelt der Stasi

Die ostdeutsche Geheimpolizei nahm ihre Tätigkeit 1950 mit rund 2.700 Mitarbeitern auf. Neues Personal musste rasch angeworben und ausgebildet werden, was anfangs viele Probleme machte. 1955 gab es schon ca. 15.000, 1965 etwa 30.000, 1975 rund 60.000 und 1989 über 91.000 Hauptamtliche. Ganze Familien waren über mehrere Generationen für die Stasi tätig. Oft wird unterschätzt, dass auch unter den Mitarbeitern des MfS strengste Geheimhaltung galt. Selbst Freunde und Familienangehörige durften nichts über die eigentliche Tätigkeit erfahren. So entwickelte sich eine eigene Lebenswelt in von Stasi-Angehörigen dominierten Wohnvierteln. Das tschekistische Milieu war geprägt von Misstrauen, Isolation, Unterwürfigkeit, Karrierestreben und extremem Spießertum.

 

Initiates file downloadVortrag: Dr. Jens Gieseke, Historiker, Abteilungsleiter beim Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam

Im Podium diskutieren:

Dr. Jens Gieseke

Ruth Hoffmann, Journalistin, Hamburg (Autorin des Buches „Stasi-Kinder“)

Dr. Uwe Krähnke, Soziologe, Universität Leipzig

Moderation: 

Dr. Falco Werkentin, Soziologe, Berlin

Zeit: 29. März 2017, 19 Uhr

Ort: Landesvertretung Sachsen-Anhalt, Luisenstraße 18, Berlin-Mitte

Fahrverbindung: Fern-, S- und U-Bhf. Friedrichstraße, Bus 147

Veranstalter: Robert-Havemann-Gesellschaft e.V und  der Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Einladungskarte als PDF

25.01.2017

Erich Mielke – Das Gesicht der Stasi

Die Veranstaltung soll den historischen Ort der Stasi bestimmen. Es geht daher weniger um den stalinistischen Spießer Mielke, als um die Stellung der DDR-Geheimpolizei im 20. Jahrhundert. Die Person Mielkes wird daher als Spiegel geheimdienstlicher Tätigkeit betrachtet.
Der Schwerpunkt liegt bei der Stasi, der Mielke sein Gesicht gab.

 

Initiates file downloadVortrag: Dr. Klaus Bästlein (unkorrigiert), Historiker und Jurist, Referent beim Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen

Im Podium diskutieren

Dr. Klaus Bästlein

Dr. Heribert Schwan, Journalist und Mielke-Biograf

Prof. Dr. Bernd Stöver, Historiker, Potsdam

Moderation: Harald Asel, Journalist, RBB-Inforadio, Historiker

Ort: Rathaus Mitte, Robert-Havemann-Saal, Karl-Marx-Allee 31, Berlin-Mitte

Veranstalter: Robert-Havemann-Gesellschaft e.V,  der Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen  in Kooperation mit dem RBB-Inforadio

Flyer für alle geplanten Veranstaltungen des LStU im 1. Halbjahr 2017

 

 

©Rolf Walter/Robert-Havemann-Gesellschaft

06.01.2017

Einmal Stasi – immer Stasi? Der „Fall Andrej Holm“ und der gesellschaftliche Umgang mit der jüngsten Vergangenheit

Seit über 25 Jahren stellen persönliche Verwicklungen mit dem Ministerium für Staatssicherheit ein öffentliches Erregungsthema dar. Wenn es um die Stasi geht, scheint es kaum möglich, eine abwägende Debatte zu führen. Dabei geht es eigentlich um die Frage, wie viel Geschichte unsere Gegenwart aushält. Im Normalfall gibt es keine glatte, bruchfreie Biographie, sondern die meisten sind mit der jeweiligen Zeit widersprüchlich verbunden. Kaum jemand war nur Held und kaum jemand nur Schurke.

Die Debatte um den jüngst zum Staatssekretär berufenen Soziologen Andrej Holm stellt so auch ein Lehrstück dar, bei dem die vielen Diskussionslinien kaum noch zu erkennen sind. Im Gespräch mit Andrej Holm und dem Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk soll debattiert werden, worum es geht: um die reale Vergangenheit oder um unseren Umgang heute mit unserer Geschichte? Ist was schiefgelaufen in dieser Debatte? Warum eignet sich Geschichte immer wieder dazu, von allen politischen Lagern instrumentalisiert zu werden? Wie verlaufen in dieser Debatte die Grenzlinien? Geht es auch um historische Fragen? Sollen bestimmte politische Ansätze mit „Geschichte als Argument“ bekämpft werden? Müssen wir uns fragen, ob die Aufarbeitung angesichts der erregten Debatten um die Verwicklungen eines sehr jungen Menschen in das SED-Regime gescheitert ist?
Solche und andere Fragen sollen im Einführungsreferat, im Podiumsgespräch und im Gespräch mit dem Publikum besprochen werden.

Impulsvortrag: Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, assoziierter Forscher der Robert-Havemann-Gesellschaft, Berlin

Podium: Staatssekretär Dr. Andrej Holm, Berlin und Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk

Moderation: Ulrike Bieritz, Redakteurin rbb

Zeit: 06. Januar 2017, 19.00 Uhr

Ort: Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, Prenzlauer Allee 227-228, 10405 Berlin

Veranstalter: Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., mit freundlicher Unterstützung durch  das Amt für Weiterbildung und Kultur - Museum Pankow

Dokumente:

Begrüßung durch den Geschäftsführers der Initiates file downloadRobert-Havemann-Gesellschaft.

Initiates file downloadImpulsreferat des assoziierten Forschers der Robert-Havemann-Gesellschaft E.V. gehalten auf der Veranstaltung "Einmal Stasi – immer Stasi? Der „Fall Andrej Holm“

Opens external link in new windowLive-Video der Podiumsdiskussion und Bericht von rbb24.de

03.01.2017

"Der unbequeme Dichter" – 40 Jahre Ausbürgerung Wolf Biermanns

Im Rahmen der Veranstaltung der Point-Alpha-Stiftung "Der unbequeme Dichter" – 40 Jahre Ausbürgerung Wolf Biermanns - wird die Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft "Der Mut der Wenigen: Protest – Repression – Solidarität. Folgen einer Ausbürgerung“ gezeigt. 

Schwerpunkt der Ausstellung sind die bislang unbekannteren Proteste gegen die Ausbürgerung Biermanns angefangen von Petitionen über Protestresulutionen, offenen und anonymen Solidaritätserklärungen in Betrieben, Schulen, Universitäten und Militär, Unterschriftensammlungen, Einzel- und Gruppenproteste bis zur Verbreitung von Texten und Liedern. Der Staat reagiert mit Verhaftungen, Exmatrikulationen, Ausbürgerungen. Nicht alle lassen sich davon entmutigen. Im Westen aber auch in der DDR erheben sich Stimmen der Solidarität mit den politischen Gefangenen.

24. November - 03. Januar 2017

Ort: Haus auf der Grenze, Platz der deutschen Einheit 1, 36419 Geisa

Link zur Veranstaltungsseite von Point Alpha