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Robert Havemann Ende der 1920er Jahre im Labor. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Georg Groscurth und Robert Havemann in ihrem Labor des Robert-Koch-Krankenhauses in Berlin-Moabit, um 1936. Georg Groscurth und Robert Havemann gründeten zusammen mit Gleichgesinnten 1939 die Widerstandsgruppe Europäische Union. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Am 31. Oktober 1950 verurteilt das Sowjetische Militärtribunal in Schwerin Roland Bude wegen „Spionage und antisowjetischer Hetze“ zu zweimal 25 Jahren Besserungsarbeitslager, so die offizielle Bezeichnung. Er wird zur Zwangsarbeit nach Workuta in ein Straflager besonders strengen Regimes nördlich des Polarkreises verschleppt. Das Foto zeigt Roland Bude während seiner Zeit in Workuta. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Roland Bude
In der ostthüringischen Kleinstadt Eisenberg bildet sich Anfang der 1950er Jahre ein Widerstandskreis von Oberschülern. Die Schüler sind empört über die Kampagne gegen die Junge Gemeinde und die Drangsalierung von christlichen Mitschülern. Einer der Initiatoren ist Thomas Ammer. Im Bild Thomas Ammer 1955. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Freche Aussage: Dieses Transparent wird am 1. Mai 1976 am Balkon der Wohnung Jahnstraße 10 in Jena angebracht. Die Losung Nr. 2 in der jährlich zum 1. Mai von der SED veröffentlichten Liste der offiziellen Mai-Losungen lautet: „Proletarier aller Länder vereinigt euch“. Die Idee stammt von Wolfgang Hinkeldey, der im November 1976 nach der Protestaktion gegen die Wolf-Biermann-Ausbürgerung verhaftet wird. Am 2. September 1977 wird er zusammen mit einigen Freunden nach West-Berlin ausgewiesen. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Hans-Helmut Kurz
Christian Kunert, Gerulf Pannach (v.l.n.r.) und Jürgen Fuchs (r.) beziehen wie viele beliebte DDR-Künstler offen Stellung gegen die Ausbürgerung Biermanns. Wenig später werden auch sie zur Ausreise gezwungen. Wolf Biermann empfängt sie am 27. August 1977 in seiner West-Berliner Wohnung. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Johanna Elbauer
Robert Havemann darf endlich sein Haus verlassen: Treffen und Lesung bei Gerd Poppe in Woltersdorf, nach der Aufhebung des Hausarrests am 27. Juni 1981. (v.l.n.r.: Karin Teichert, Robert Havemann, Reinhard Weißhuhn, Lutz Rathenow, Elke Erb, Gerd Neumann, Sabine Kloß, Christian Kloß) Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Gerd Poppe
In Danzig gründet sich am 1. Juli 1980 die unabhängige Gewerkschaft „Solidarität“. Auf die erste offizielle Opposition in einem sozialistischen Land seit dem Prager Frühling reagiert die Staatsmacht mit voller Härte: die Solidarnosc wird wieder verboten und der General Wojciech Jaruzelski ruft das Kriegsrecht aus. "Der Streik der Solidarnosc geht weiter" und "So wahr uns Gott helfe" - Parolen in den Straßen von Danzig 1981 zeugen davon, dass sich die Menschen nicht entmutigen lassen. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Markowsky
In der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 1981 kommt es in Polen zu einem Militärputsch des Generals Wojciech Jaruzelski. Das Kriegsrecht wird ausgerufen, die Solidarnosc verboten und ihre führenden Köpfe verhaftet. Im Bild: Aktivisten der Solidarnosc in Krakow im November 1981 beim Drucken von Flugblätter. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Markowsky
Fahrraddemo gegen verpestete Luft (4. Juli 1982): Die Radler wollen auf die zunehmende Umweltzerstörung in den Städten der DDR aufmerksam machen und binden sich auf der Straße Unter den Linden Tücher vor Mund und Nase. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Tom Sello
Ab Oktober1981 veranstaltete das Ehepaar Bahß private Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in ihrer Wohnung in der Magdeburger Hegelstraße 33. Die Ausstellungen wurden von Lesungen und musikalischen Darbietungen begleitet. Am 3. März 1983 liest Heiner Müller (rechts) vor etwa 130 Zuhörern zur Ausstellungseröffnung von A. R. Penck. Mit dabei ist Sascha Anderson (links), der als IM der Staatsicherheit über alle Details berichtet. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Dietrich Bahß
Jürgen Fuchs und Heinz Brandt im Januar 1983 bei einer Diskussion in West-Berlin.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Markowsky
Ab Ende der 1970er-Jahre entstehen in der DDR oppositionelle Gruppen. Ihr Protest richtet sich gegen die Aufrüstung und Militarisierung der Gesellschaft, gegen Umweltzerstörung und den Verfall der Städte. Eine dieser Gruppen ist die Friedensgemeinschaft Jena. Am 18. März 1983 nehmen die Aktivisten der Friedensgemeinschaft mit eigenen Transparenten an einer SED-Demonstration in Jena teil. Sie fordern „Militarismus raus aus unserem Leben!“ Die Mitglieder der Friedensgemeinschaft und ihre öffentlichen Aktionen prägen die Entwicklung der politischen Opposition in der DDR. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Albrecht
Die Losung „Schwerter zu Pflugscharen“ taucht zunächst vor allem bei kirchlichen Friedensveranstaltungen auf. Ab 1981 gelangt sie als Aufnäher in die breite Öffentlichkeit und wird zum Protestsymbol. Jugendlicher mit Aufnäher "Schwerter zu Pflugscharen" auf dem Parker, ca. 1983. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Peter Wensierski
Friedenswerkstatt in der Erlöserkirche Berlin: Barbe Linke, Katja Havemann und Gisela Metz (v.l.n.r.) am Stand der Frauen für den Frieden (3. Juli 1983). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Werner Fischer
Unerlaubte Menschenkette an der Marienkirche in Ost-Berlin zum Weltfriedenstag am 1. September 1983. Mit dabei: die Frauen für den Frieden. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Ulrike Poppe
In der Nacht zum 25. November 1987 dringt die Staatssicherheit in Räume der Ostberliner Zionsgemeinde ein, beschlagnahmt die Druckmaschinen und verhaftet alle Anwesenden Mitglieder der Umwelt-Bibliothek. In der Zionskirche wird daraufhin eine Mahnwache eingerichtet. Die Teilnehmer informieren über die verhafteten Mitarbeiter der Umwelt-Bibliothek und die Proteste für ihre Freilassung. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Siegbert Schefke
Mahnwache in der Zionskirche: Das MfS filmt im November 1987 den Hof des Gemeindehauses in der Griebenowstraße 16 und wird dabei von Siegbert Schefke fotografiert. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Siegbert Schefke
In Gedenken an den Schwedischen Politiker Olof-Palme findet im September 1987 ein Friedensmarsch in ganz Europa statt. Die Protestroute führt auch durch die DDR. Viele Demonstranten tragen Plakate, die sich offen gegen die Politik der Staatsführung richten. Wegen der Beteiligung ausländischer Demonstranten, schreitet die Staatssicherheit nicht ein. Damit ist der Marsch die erste legale Kundgebung der DDR-Opposition. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Walter
Im Januar 1988 gründet sich im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg (Fehrbelliner Straße 7) das Grün-ökologische Netzwerk Arche. V.l.n.r. (oben): Achim de Haas, Harry Hirsch, Carlo Jordan, Eva Ewald, Henrik de Haas, unbekannt, Mario Hamel (IM des MfS), Ivo Piacentini (IM des MfS), Frank Pleß, Christiane Schult. V.l.n.r. (unten): Andreas Schönfelder, Matthias Voigt. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Siegbert Schefke
Am 17. Januar 1988 findet in Ost-Berlin die offizielle Gedenkdemonstration zu Ehren von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt. Ausreisewillige und Oppositionelle demonstrieren gemeinsam unter dem Motto "Freiheit für Andersdenkende". Derartige Aktionen sind in der DDR Straftaten. Mehr als hundert Demonstranten werden verhaftet. Oppositionelle am Vorabend der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration mit ihren selbstgefertigten Transparenten. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Freutel
Der Tumult, den die Punks in der DDR veranstalten, währt ganze zehn Jahre: von 1979 bis 1989. Die Punks schreiben ein bizarres Kapitel DDR-Geschichte – grell durch die nonkonforme Überspanntheit ihres Treibens, finster durch dessen Verfolgung durch die Staatssicherheit. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Volker Döring
Siegbert Schefke (im Bild) und Aram Radomski dokumentieren mit Videokameras den Städtezerfall und die zunehmende Umweltverschmutzung in der DDR. In ARD-Politmagazinen wie Kontraste werden ihre Beiträge ausgestrahlt und kommen so in die Wohnzimmer der DDR-Bürger. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Aram Radomski
Erlöserkirche in Ost-Berlin, Mitte Juni 1989. Die Opposition protestiert hier und vor weiteren Kirchen mit einem mehrtägigen Klagetrommeln gegen die Niederschlagung der Demokratiebewegung in China. Zuvor waren drei Demonstrationen zur chinesischen Botschaft von der Staatssicherheit gewaltsam aufgelöst worden. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Siegbert Schefke
Am Vorabend des 40. Jahrestags der DDR-Gründung lässt sich die SED-Führung ein allerletztes Mal mit einem Fackelzug der FDJ feiern. Schon einen Tag später demonstrieren Zehntausende in den Straßen Ost-Berlins, Leipzigs und in anderen Städten gegen den SED-Staat. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Gerhard Zwickert
Bis zum Oktober 1989 erinnern Demonstranten auf dem Alexanderplatz an fast jedem siebenten Tag eines Monats an die Wahlfälschung vom 7. Mai 1989. Am 7. Oktober schließen sich Tausende der Demonstration an. Sie laufen in Richtung Palast der Republik, in dem die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Gründung der DDR stattfinden. Polizisten riegeln das Gebäude ab. Die Rufe der Demonstranten nach Reformen sind auch in den Innenräumen zu hören. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Nikolaus Becker
Bis zum Oktober 1989 erinnern Demonstranten auf dem Alexanderplatz an fast jedem siebenten Tag eines Monats an die Wahlfälschung vom 7. Mai 1989. Am 7. Oktober schließen sich Tausende der Demonstration an. Polizei und Staatssicherheit prügeln in der Mollstraße auf die friedlichen Demonstranten ein. Hunderte werden verhaftet, darunter auch unbeteiligte Passanten und Minderjährige. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Nikolaus Becker
Am 9. Oktober 1989 demonstrieren mehr als 70.000 Menschen in Leipzig friedlich gegen das SED-Regime und fordern Reformen. Aram Radomski und Siegbert Schefke filmen und fotografieren heimlich dieses Ereignis. Anschließend werden ihre Aufnahmen mit Hilfe von West-Journalisten nach West-Berlin geschmuggelt. Die sensationellen Bilder sind noch am selben Abend in den Tagesthemen zu sehen. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Aram Radomski
In Dresden versammeln sich am 26. Oktober 1989 etwa 100.000 Menschen und fordern u.a. freie Wahlen und die Zulassung der Oppositionsgruppen. Die Verantwortlichen der SED-Bezirksleitung, u.a. der 1. Sekretär Hans Modrow, müssen den Bürgern Rede und Antwort stehen. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper
Am 4. November 1989 findet auf dem Alexanderplatz die größte systemkritische Demonstration in der Geschichte der DDR statt. Die SED versucht ihren Machtanspruch zu behaupten. Hunderttausende fordern dagegen demokratische Rechte und die Abschaffung der Einparteienherrschaft. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper
Am 4. November 1989 findet auf dem Alexanderplatz die größte systemkritische Demonstration in der Geschichte der DDR statt. Die SED versucht ihren Machtanspruch zu behaupten. Hunderttausende fordern dagegen demokratische Rechte und die Abschaffung der Einparteienherrschaft. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper
Tausende Menschen haben sich in der Nacht des 9. November 1989 vor dem Grenzübergang Bornholmer Brücke versammelt und fordern die Öffnung der Grenze. Kurz vor 23:30 Uhr wird die Lage immer dramatischer. Es reicht nicht mehr, einzelne Personen durchzulassen. Kurze Zeit später wird der Grenzübergang komplett geöffnet. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Rainer M. Schulz
9. November 1989: Möglicherweise das erste Foto nach Öffnung der Mauer am Grenzübergang Bornholmer Straße, um ca. 23.30 Uhr. Blick in Richtung Westen. Der Autoübergang ist 23:29 Uhr beiseitegeschoben worden. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Rainer M. Schulz
Nach der Bekanntgabe einer neuen Reiseregelung am Abend des 9. November 1989 strömen die Ostberliner zu den Grenzübergängen. Am Grenzübergang Bornholmer Straße versammeln sich mehrere Tausend DDR-Bürger. "Wir fluten jetzt. Wir machen alles auf." Mit diesen Worten eines Grenzoffiziers wird am 9. November 1989 gegen 23.30 Uhr an der Bornholmer Straße der erste Grenzübergang geöffnet. Die Mauer ist gefallen. Menschen und Autos drängen sich auf der Bösebrücke in Richtung West-Berlin. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper
Tausende Menschen haben in der Nacht vom 10. Zum 11. November 1989 die Mauerkrone am Brandenburger Tor besetzt. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Markowsky
Am 11. November 1989 demonstrieren mehrere tausend Menschen in Dresden gegen die Führungsrolle der SED. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper
Dresdner Künstler initiieren am 19. November 1989 eine Demonstration für eine neue Verfassung. Die Demonstration endet mit einer Kundgebung auf dem Theaterplatz, an der rund 50 000 Demonstranten teilnehmen. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper
Am 6. Dezember 1989 begrüßen DDR-Bürgerrechtlern den Dalai Lama in Ost-Berlin. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Gerhard Zwickert
Im Dezember 1989 kommt es in Bukarest, Timisoara und anderen Städten Rumäniens zu einer Vielzahl von Demonstrationen und blutigen Unruhen. Die Demonstranten forderten ein Ende der Ceausesku-Diktatur. Als Teile der Armee sich mit den Demonstranten verbünden kommt es zu Straßenkämpfen mit mehr als tausend Opfern. Im Bild Militäreinheiten in den Straßen von Timisoara im Dezember 1989. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Markowsky
Zehntausende demonstrieren im November und Dezember 1989 in Prag für demokratische Reformen. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Markowsky
Am 7. Dezember wird unter Vorsitz der Kirchenvertreter Martin Ziegler, Karl-Heinz Ducke und Martin Lange der Zentrale Runde Tisch in Ost-Berlin eröffnet. Er arbeitet bis zum 12. März 1990. Nach seiner Gründung gibt es auch regionale und thematische Runde Tische. Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Walter
Die Mitarbeiter der Stasi-Zentrale in der Ost-Berliner Normannenstraße können im Gegensatz zu allen untergeordneten Dienststellen bis zum Januar 1990 ungehindert weiter ihre Akten zerstören. Demonstranten folgen am 15. Januar 1990 dem Aufruf des Neuen Forums, die Zugänge des Gebäudes in einem symbolischen Akt zu vermauern und gegen die Aktenvernichtung zu protestieren. Die Demonstration vor den Toren endet mit der Besetzung der Zentrale des Staatssicherheitsdienstes in Ost-Berlin. Eine der letzten Stasi-Bastionen fällt und die Bürger erkämpfen sich friedlich ihre Freiheit. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Walter
Am 2. Januar 1992, kurz nach Inkrafttreten des Stasiunterlagengesetzes, nehmen Bürgerrechtler Einsicht in die Unterlagen, die von der Stasi zu ihnen angelegt wurden. (v.l.n.r. Eva-Maria Hagen, Pamela Biermann, Katja Havemann, Jürgen Fuchs, Wolf Biermann) Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Peter Wensierski
Wahlplakate zur ersten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990 in Ost-Berlin. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper
Beginn der Demontage des Lenindenkmals auf dem Leninplatz in Berlin am 13.11.1991. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Gerald Zörner
 

Fotobestände des Archivs der DDR-Opposition

Die Fotobestände des Archivs der DDR-Opposition umfassen mit Stand vom Februar 2018 etwa 360.000 Fotos. Davon sind ca. 60.000 Fotos digitalisiert und in einer AUGIAS-Datenbank verzeichnet. Den Kern des Bildarchivs bilden die Sammlungen Archiv der DDR-Opposition und der Fotobestand der Redaktion der Wochenzeitung „die andere“. Im Jahr 2003 wurde mit dem Archiv GrauZone auch die Fotosammlung zur ostdeutschen Frauengeschichte übernommen. In den letzten Jahren konnten weitere Bestände von prominenten Fotografen übernommen werden.

Mit Unterstützung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien wird seit Dezember 2016 eine Online-Datenbank zur Recherche in den Fotobeständen zur Verfügung gestellt. Aktuell können hier zunächst über 600 Fotos aus der Sammlung Archiv der DDR-Opposition und aus dem Bestand des Fotografen Andreas Kämper recherchiert werden. Weitere Fotos werden kontinuierlich für die Onlinestellung aufbereitet. Nähere Angaben können den Informationen zu den einzelnen Beständen und Sammlungen entnommen werden.



Das Archiv der DDR-Opposition konnte in den letzten Jahren eine Vielzahl themenrelevanter Fotobestände prominenter Fotografen übernehmen. Zu ihnen gehören u.a. Dietrich Bahß, Nikolaus Becker, Uwe Dähn, Volker Döring, Werner Fischer, Bernhard Freutel, Gisela Funke, Andreas Kämper, Bernd Markowsky, Aram Radomski, Siegbert Schefke, Rolf Walter, Bernd Weu, Armin Wiech und Gerhard Zwickert.


Das Fotoarchiv der unabhängigen Wochenzeitung „die andere“ ist ein abgeschlossener Bestand und umfasst 9.563 Fotos. Die Fotos sind von professionellen Fotografen und stammt aus der Zeit von 1980 bis Anfang der 1990er Jahre.


Dieser Bestand mit ca. 2.000 Fotos aus den Redaktionen der in der Umweltbibliothek der Berliner Zionskirche angesiedelten Zeitschriften „Umwelt-Bibliothek“, „Umweltblätter“ und „telegraph“, die bis Ende 1989 zu den bedeutendsten Zeitschriften der DDR-Opposition zählten, ist bislang unerschlossen.

Der Bestand GrauZone mit seinen Sammlungen zur unabhängigen Frauenbewegung in der DDR umfasst etwa 2.000 Fotos von Frauencamps, Gruppentreffen, Friedenswerkstätten, Tagungen, Demonstrationen, Lesbenforen sowie vom Gründungskongress des Unabhängigen Frauen-Verbandes der DDR im Jahre 1991.

Nachlässe/Persönliche Archivbestände

Neben den Schriftgutbeständen von widerständigen Gruppierungen und Vereinigungen zählen die Nachlässe/Persönlichen Archivbestände von Vertretern der Oppositions- und Bürgerbewegung zu den wertvollsten Archivalien des Archivs der DDR-Opposition. In diesen Beständen befinden sich zum Teil zahlreiche Fotos.

Zum Bildarchiv der Robert-Havemann-Gesellschaft gehören die Sammlung Archiv der DDR-Opposition und die Sammlung Robert-Havemann-Gesellschaft. Beide Sammlungen enthalten zusammen mehr als 40.000 Fotos.




Kontakt

Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.
Archiv der DDR-Opposition
Ruschestraße 103,
10365 Berlin


Christoph Ochs
co(at)havemann-gesellschaft.de

+49 30 447 108 23

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