Nachlässe/Persönliche Archivbestände

Neben den Schriftgutbeständen mit den Überlieferungen von Gruppen, Initiativen und Vereinigungen der Oppositions- und Bürgerbewegung der DDR sind die persönlichen Archivbestände und Nachlässe von besonderer Bedeutung und Aussagekraft. Von den hier aufgeführten 93 Beständen sind nur einige wenige noch nicht erschlossen. Zu finden sind hier Nachlässe und persönliche Archivbestände von bekannten Persönlichkeiten, wie Robert Havemann, Wolfgang Ullmann, Gerd und Ulrike Poppe, Roland Jahn, Heiko Lietz, Wolfgang Templin, Bärbel Bohley und Marianne Birthler, sowie Bestände von unbekannteren Personen, die oftmals nur einen bis einige wenige Bände bzw. Dokumente enthalten. In ihrer Gesamtheit zeigen diese Bestände ein breites Bild von oppositionellem und widerständigem Handeln in der DDR.

Vorderseite der vorangestellten Karte von Roland Bude v. 14. Oktober 1955 nach der Entlassung aus dem Straflager in Workuta an seinen Sohn und seine Eltern, geschrieben vom Grenzbahnhof Brest.
(Persönlicher Archivbestand Roland Bude)
14. Oktober 1955. Karte von Roland Bude nach der Entlassung aus dem Straflager in Workuta an seinen Sohn und seine Eltern, geschrieben vom Grenzbahnhof Brest.
(Persönlicher Archivbestand Roland Bude)
Am 20. und 21. September 1968 verteilt Bernd Eisenfeld in Halle etwa 100 selbstgefertigte Flugblätter, mit denen er gegen den Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes in die CSSR protestiert. Während dieser Aktion wird er verhaftet. Im Februar 1969 wird er zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
(Persönlicher Archivbestand Bernd Eisenfeld)
2. Juni 1972. Kassiber von Lutz-Peter Naumann aus der Untersuchungshaftanstalt des MfS Potsdam an seine Freundin mit Informationen zur bevorstehenden Gerichtsverhandlung. Wegen "staatsfeindlicher Hetze" wird er am 14. Juni 1972 zu vier Jahren Haft verurteilt. Am 6. Oktober 1972 wird er amnestiert und in die Bundesrepublik Deutschland entlassen.
(Nachlaß Lutz Peter Naumann)
Voderseite der vorangestellten Postkarte von Roland Jahn v. 30. April 1983, abgeschickt in Ost-Berlin, an den nach West-Berlin ausgebürgerten Ex-Jenenser Peter Rösch.
30. April 1983, Postkarte, abgeschickt in Ost-Berlin, an den nach West-Berlin ausgebürgerten Ex-Jenenser Peter Rösch. Der kurze Text in der Handschrift von Roland Jahn, der wenig später, im Juni 1983, gewaltsam in den Westen abgeschoben wurde, besteht nur aus zwei Zeilen: "... und im Mai da blüht der Flieder" - Matthias Domaschk liebte weißen Flieder. Es grenzt schon fast an Wunder, daß diese Karte überhaupt die Zensur passierte und von der DDR-Post befördert wurde. Sie war ein Protest gegen das staatliche Verschweigen der Vorgänge in der Geraer Untersuchungshaftanstalt, die Matthias Domaschk ums Leben brachten. Die Textzeilen auf der Karte stammen aus dem Refrain des Liedes "Matz" von Peter Kähler.
(Postkarte: Roland Jahn, Persönlicher Archivbestand Peter Rösch)
Undatiert. Brief der drei "grenzfall"-Redakteure Peter Grimm, Peter Rölle und Reiner Dietrich (IM "Cindy") an Roland Jahn (West-Berlin), in dem sie sich u.a. für die Belieferung mit Farbe und Matrizen bedanken. Nach seiner gewaltsamen Abschiebung im Juni 1983 ist Roland Jahn Unterstützer, Kontaktperson und Stimme der DDR-Opposition in der Bundesrepublik.
(Persönlicher Archivbestand Roland Jahn)
Dokument der Kontakttelefon-Gruppe, die sich nach den Verhaftungen während der Luxemburg/Liebknecht-Demonstration am 17. Januar 1988 in Berlin bildete. Neben Notizen über Telefongespräche wird auch festgehalten, wo Protestaktionen in der DDR organisiert werden. Diese Notizen bringen heute überraschende Erkenntnisse, da die fehlende Öffentlichkeit in der DDR ein Bekanntwerden über das wahre Ausmaß der Solidarität verhindert hatte.
(Persönlicher Archivbestand Marianne Birthler)
September 1989. Gründungsaufruf des Neuen Forums - "Aufbruch 89" mit handschriftlichen Korrekturen von Katrin Eigenfeld.
(Persönlicher Archivbestand Katrin Eigenfeld)

Baron, Roland

Lebensdaten

Geb. 1950; Kulturwissenschaftler, freier Autor, Krankenpfleger, Heilpraktiker; 1989 Sprecher des Bürgerkomitees Bötzowviertel sowie des Neuen Forums (NFo) Prenzlauer Berg; Kandidat des NFo zur Kommunalwahl am 6. Mai 1990; 1990-1994 Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Grüne/UFV in der Bezirksverordnetenversammlung Prenzlauer Berg, insbesondere engagiert in Fragen der Sozial- und Gesundheitspolitik sowie der Wohnungspolitik; 1990-1995 Mitglied des Landessprecherrates und des Berliner Arbeitsausschusses; 1991-1994 Mitglied des Bundeskoordinierungsrates und des Vertreterrates des NFo.
 
Bestand

Laufzeit: 1990-1996
Umfang: 1,6 lfm bzw. 47 Bde.
Findmittel: Initiates file downloadFindbuch
Signatur: RBa
Benutzungsbeschränkungen: keine
Inhalt: Neues Forum: Bundesverband, Landesverband Berlin, Berliner Arbeitsausschuss, Regionalverband Berlin-Prenzlauer Berg, Neues Forum in der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Prenzlauer Berg.

Zu den online recherchierbaren Verzeichnungseinheiten des Bestands

Beleites, Michael

Lebensdaten

Geb. 1964 in Halle (Saale); 1981-1983 Ausbildung zum zoologischen Präparator, wegen Intervention des MfS nicht zum Abitur und Studium zugelassen; bis 1987 Präparator am Naturkundemuseum in Gera; danach freiberuflich tätig; 1992-1995 Studium der Agrarwissenschaften und Landwirtschaft; ab 1982 engagiert in überregionalen Initiativen der kirchlichen Friedens- und Umweltbewegung; Mitorganisator zahlreicher Protestveranstaltungen innerhalb der Friedens- und Umweltbewegung; seit 1986 Recherchen zu den ökologischen und gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus der SDAG Wismut, Publizierung der „Pechblende – der Uranbergbau in der DDR und seine Folgen“ im Samisdat; 1982-1989 OV beim MfS; seit 1987 Auslandsreisesperre, wiederholt Berlin-Verbot; Dezember 1989: Mitglied des Geraer Bürgerkomitees zur MfS-Auflösung; 1990 Berater des Neuen Forums am Zentralen Runden Tisch, Mitbegründer von Greenpeace in der DDR, freischaffender Autor; 1991 Berater von Greenpeace in Hamburg; 1992 Berater der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag; ab 1995 Freier Autor; 2000-2010 Sächsischer Landesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR; mehrere Veröffentlichungen.
 
Bestand

Laufzeit: 1980-1992
Umfang: 2 Bde.
Findmittel: Findbuch
Signatur: MB
Benutzungsbeschränkungen: keine
Inhalt: Korrespondenz (1980-1992); Unterlagen aus der Tätigkeit in der Friedens- und Umweltbewegung (1980-1989), u.a. Einladungen, Programme und Texte von verschiedenen Werkstätten, Treffen und Seminaren; Unterlagen aus der kirchlichen Jugendarbeit in Sachsen.

Berger, Götz

Lebensdaten

Geb. 1905; Volksschule und Gymnasium; Studium der Rechts- und Staatswissenschaften sowie der Volkswirtschaft an Universitäten Berlin und Freiburg im Breisgau; 1923 Kommunistische Studentengruppe, 1925 Kommunistischer Jugendverband Deutschlands, 1927 KPD, Rote Hilfe und Internationale Juristenvereinigung; 1929 Promotion zum Dr. jur., 1931 Rechtsanwalt in der Kanzlei von Hilde Benjamin in Berlin-Wedding; 1933 Ausschluss aus der Rechtsanwaltschaft wegen kommunistischer Aktivitäten; 1936-39 Dolmetscher im spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Internationalen Brigaden; 1939-41 Internierung in Frankreich; Mitglied der Britischen Armee in Algerien, 1941-43 Internierung in Algerien; 1943-46  Emigration in die Sowjetunion; 1946-50 Abteilung Justiz des Zentralsekretariats, dann des Zentralkomitees (ZK) der SED, hier maßgebliche Mitarbeit am Aufbau der Justiz in der DDR; 1950-51 Dozent an der Deutschen Verwaltungsakademie in Forst Zinna; 1951-57 Oberrichter in Berlin (1952 beurlaubt während der Kampagne gegen Westemigranten); ab 1958 Rechtsanwalt; 1959 Mitarbeiter des Sekretariats Ulbricht beim ZK der SED; 1963 Rechtsanwalt und Mitglied des Kollegiums der Rechtsanwälte Berlin; 1965 Vaterländischer Verdienstorden in Bronze; 1968 Verteidiger der Söhne Robert Havemanns; 1975 Vaterländischer Verdienstorden in Silber; 1976 Ausschluss aus dem Rechtsanwaltskollegium und Entzug der Zulassung als Rechtsanwalt wegen des Einlegens der Berufung gegen die Verurteilung Robert Havemanns zu Hausarrest und des Protestes gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns; 1989 Rehabilitierung. Götz Berger verstarb 1996 noch im Gerichtssaal nach einer Zeugenaussage im Verfahren gegen Richter und Staatsanwälte, die an Prozessen gegen Robert Havemann beteiligt waren.

 

Bestand
Laufzeit: 1918-2005
Umfang:  16 Bde.
Findmittel: Initiates file downloadFindbuch
Signatur: GB
Benutzungsbeschränkungen: keine
Inhalt:

1.    Manuskripte und Aufzeichnungen Götz Bergers: hand- und maschinenschriftlich überlieferte Texte autobiografischen und politisch-gesellschaftlichen Inhalts)

2.    Korrespondenz, darunter: Protest gegen die Ablösung als Leiter des Strafsenats und Versetzung in den Senat für Wirtschaftsdelikte 1954

3.    Unterlagen zur Biografie: Ausschluss aus dem Rechtsanwaltskollegium der DDR 1976, Transkriptionen lebensgeschichtlicher Interviews, geführt vom Historiker Jochen Cerny u. a.

Sonstiges: Originale Sonderausgabe der „Berliner Illustrirten Zeitung“ [so die Schreibweise!] über die „Berliner Sturmtage“ 1918

Zu den online recherchierbaren Verzeichnungseinheiten des Bestands

Birthler, Marianne

Lebensdaten

Geb. 1948 in Berlin; 1966 Abitur und Facharbeiterbrief, in der 9. Klasse aus der FDJ ausgetreten; 1967-1971 Exportarbeiterin bei der Deutschen Kamera- und ORWO-Film Export GmbH; 1972 Abschluss Fernstudium als Außenhandelswirtschaftlerin; 1976-1981 Ausbildung zur Katechetin und Gemeindehelferin; ab 1982 Kinder- und Jugendarbeit; 1983-1987 Katechetin und Gemeindehelferin in Berlin-Prenzlauer Berg; 1987-1990 Jugendreferentin im ev. Stadtjugendpfarramt Berlin; 1986 Mitbegründerin des Arbeitskreises „Solidarische Kirche“; ab 1988 Mitarbeit in der Initiative Frieden und Menschenrechte, Organisatorin des „Berliner Kontakttelefons“; 1989 Organisatorin des Kurses „Anders lernen“; Oktober 1989-April 1990 unabhängige Untersuchungskommission zu den Ereignissen am 7. und 8. Oktober 1989 in Berlin; Dezember 1989-März 1990 Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Bildung, Erziehung und Jugend des Zentralen Runden Tisches; März-Oktober 1990 Abgeordnete der Volkskammer (Fraktion Bündnis 90/Grüne), Fraktionssprecherin, Ausschuss für Familie und Frauen; Oktober-Dezember 1990 Abgeordnete des Deutschen Bundestages; Oktober 1990 Abgeordnete des Brandenburger Landtages; 1990-1992 Ministerin für Jugend, Bildung und Sport (Rücktritt im Oktober 1992, wegen der Zusammenarbeit des Ministerpräsidenten Manfred Stolpe mit dem MfS); 1991 Mitglied im Geschäftsführenden Ausschuss von Bündnis 90/Die Grünen; 1993-1994 Bundesvorstandssprecherin Bündnis 90/Die Grünen; 1995-1999 Leiterin des Berliner Büros von Bündnis 90/Die Grünen; 1995-1999 Ausbildung zur Organisationsberaterin am Institut für Gestalttherapie und Gestaltpädagogik; 1995 Bundesverdienstkreuz; 1998 Mitarbeit im Berliner Büro von Bündnis 90/Die Grünen; 1999 Referentin für Personalentwicklung und Weiterbildung in der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen; 2000-2011 Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.
 
Bestand

Laufzeit: 1976-1998
Umfang: 2,4 lfm bzw. 87 Bde.
Findmittel: Initiates file downloadFindbuch
Signatur: MBi
Benutzungsbeschränkungen: keine
Inhalt: Manuskripte und Korrespondenz (1989-1992); Arbeitsunterlagen und thematische Sammlungen aus der politischen Tätigkeit bis 1989: Arbeitskreis Solidarische Kirche, Berliner Kontakttelefongruppe, Kurs „Anders lernen“, Olof-Palme-Friedensmarsch 1987, Aktion des MfS gegen die Berliner Umwelt-Bibliothek 1987, Zensur der Wochenzeitung „die kirche“ 1988, Luxemburg/Liebknecht-Demonstration 1988 in Berlin und Protestaktionen nach dem Massaker in Peking/China 1989; Schriftgut aus der politischen Tätigkeit ab Herbst 1989: Initiative Frieden und Menschenrechte Berlin, Zentraler Runder Tisch (v.a. Arbeitsgruppe Bildung, Erziehung und Jugend), unabhängige Untersuchungskommission zu den Ereignissen des 7. und 8. Oktober 1989 in Berlin, Volkskammer (10. WP) (v.a. Fraktion Bündnis 90/Grüne und Ausschuss für Familie und Frauen), Bündnis 90 (v.a. Bundesverband, Landesverbände Berlin und Brandenburg, Fusion mit der Partei Die Grünen); Samisdat aus der DDR.

Zu den online recherchierbaren Verzeichnungseinheiten des Bestands

Bohley, Bärbel

Lebensdaten

Geb. 1945 in Berlin; 1963 Abitur, Lehre als Industriekaufmann, Beschäftigung als Lehrausbilderin und im Kulturbereich; 1969-1974 Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; ab 1974 freischaffende Malerin, nationale und internationale Ausstellungen, zwei Förderpreise; 1979 Mitglied der Sektionsleitung Malerei/Grafik und des Bezirksvorstandes Berlin des Verbandes Bildender Künstler (VBK); 1982 Protest gegen das gerade in der DDR erlassene Wehrdienstgesetz, Initiatorin einer Unterschriftensammlung, Ausschluss aus der Sektionsleitung des Berliner Bezirksverbandes des VBK, Mitbegründerin der Berliner Gruppe Frauen für den Frieden; Dezember 1983 bis Januar 1984 Haft, Ermittlungsverfahren wegen „Landesverräterischer Nachrichtenübermittlung“, nach Protesten im In- und Ausland Freilassung ohne Prozess; ab 1984 Auslandsreiseverbot, Ausstellungs- und Auftragsboykott, private Keramikwerkstatt gemeinsam mit Katja Havemann; 1985 Mitbegründerin der Initiative Frieden und Menschenrechte, Mitherausgeberin und Autorin verschiedener Samisdat-Publikationen; Januar 1988 Verhaftung in Folge der Ereignisse um die Luxemburg/Liebknecht-Demonstration, Ermittlungsverfahren wegen „Landesverräterischer Beziehungen“, Februar 1988 Abschiebung für sechs Monate nach Großbritannien; August 1988 Wiedereinreise in die DDR; September 1989 Initiatorin und Mitbegründerin des Neuen Forums (NFo); Mai bis Dezember 1990 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Ost-Berlin; September 1990 Besetzung des Archivs in der MfS-Zentrale in Berlin; Oktober 1990 bis April 1992 Initiatorin und Organisatorin des Runden Tisches von unten; 1991 Mitarbeiterin der Gruppe NFo/Bürgerbewegung im Abgeordnetenhaus von Berlin, Initiatorin der Initiative „Treuhand von unten“, 1994 Spitzenkandidatin des NFo zur Europawahl; 1995 Ordnungsstrafe wegen Beharrens auf dem Verdacht, das Gregor Gysi ein Spitzel des MfS war; 1996 Mitbegründerin und Vorstandsmitglied des Bürgerbüros zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur, Mitinitiatorin des Initiativkreises „Recht für Dietrich Bonhoeffer“; 1996-1999 zuerst für „cap anamour“, dann als EU-Beauftragte Tätigkeit in Sarajevo für die Rückkehr von Flüchtlingen und den Wiederaufbau der Kriegsgebiete; 1999 Kroatien, hier Gründung des Vereins „Morsca Zvjiezda“ (Seestern) der Kindern aus Bosnien, die Kriegswaisen waren oder aus Flüchtlingsfamilien kamen, kostenlose Ferien ermöglichte; 2008 Rückkehr nach Deutschland; verschiedene Preise, Bundesverdienstkreuz; mehrere Veröffentlichungen. Bärbel Bohley verstarb am 11. September 2010.

Bestand

Laufzeit: 1963-2010
Umfang: 235 Bde., 6 lfm
Findmittel: Initiates file downloadFindbuch
Signatur: BBo
Benutzungsbeschränkungen: keine
Inhalt: Manuskripte für Reden und Vorträge (1991-1996); Korrespondenz (1982-2010, überwiegend aus dem Zeitraum 1989-1990); Lebensdokumente (1980-1995); Arbeitsunterlagen und thematische Sammlungen zur DDR-Friedensbewegung und -Opposition, v.a. Frauen für den Frieden, Luxemburg/Liebknecht-Demonstration 1988 in Berlin und anschließender Englandaufenthalt, Verhältnis der Ev. Kirche zu den oppositionellen Gruppen und Kontakte in die Bundesrepublik (v.a. zu Petra Kelly von den Grünen); Schriftgut aus der politischen Tätigkeit ab Herbst 1989: Neues Forum, Besetzung des Archivs in der ehemaligen Zentrale des MfS im September 1990, letzte Stadtverordnetenversammlung von Ost-Berlin, Runder Tisch von unten, Initiativkreis für eine Treuhand von unten, Initiativkreis Recht für Dietrich Bonhoeffer; Samisdat aus der DDR; Sammlungen zu Personen (u.a. Robert Havemann, Jürgen Fuchs, Petra Kelly, Gert Bastian).

Zu den online recherchierbaren Verzeichnungseinheiten des Bestands

Bohley, Karl

Lebensdaten

Geb. 1942 in Halle/Saale; 1960-1964 erst Hilfs-, dann KfZ-Schlosser in Halle, 1963 Abitur und Facharbeiterprüfung als KfZ-Schlosser als Externer an der Abendschule; 1961 Beginn des OV „Anarchist“; 1964-1966 Eichamt in Halle als Eichmeisteranwärter im Deutschen Amt für Meßwesen und Warenprüfung (DAMW); 1964-1966 Wehrersatzdienst im ersten Durchgang der Bausoldaten in Bärenstein/Erzgebirge; anschließendes Berufsverbot wegen Wehrdienstverweigerung – danach nur noch Beschäftigung in Privatbetrieben der DDR möglich; 1966-1974 Techniker; 1974-1977 Taxifahrer in Halle, sechsmonatige politische Haft, Abschiebung in die Bundesrepublik mit Transit- und Einreiseverbot; 1977-1978 Landeseichamt Berlin; 1978-1992 Berufsamt Berlin; 1992-1993 Verwaltungsakademie Berlin; seit 1993 Senatsverwaltung für Inneres des Landes Berlin.
 
Bestand

Laufzeit: 1964-2000
Umfang: 1 Bd.
Findmittel: Findbuch
Signatur: KB
Benutzungsbeschränkungen: keine
Inhalt: Unterlagen zur Rehabilitierung: Korrespondenz, Beurteilungen und weitere Dokumente zum beruflichen Werdegang von Karl Bohley, zur Wehrdienstverweigerung und zur Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland (Kopien).

Böhme, Manfred „Ibrahim“

Lebensdaten

Geb. am 18.11.1944 in Bad Dürrenberg bei Merseburg (Sachsen-Anhalt), gest. am 22.11.1999 in Neustrelitz; lebte nach dem Tod der Mutter (1947) bis 1949/50 in verschiedenen Pflegefamilien, anschließend im Kinderheim in Zeitz; um 1952 Rückkehr in die Familie des Vaters und Einschulung in Bad Dürrenberg; 1961 Schulabschluss und Beginn einer Maurerlehre in den Leuna-Werken; Vorname „Ibrahim“ später selbst gewählt; 1962 Eintritt in die SED; 1964 Beginn einer Tätigkeit als Erzieher im Lehrlingswohnheim der Leuna-Werke; 1965 Parteistrafe wegen innerparteilicher Kritik an der SED-Position zu Robert Havemann. Absetzung als Erzieher, Lehrlingsproteste dagegen; 1965-1968 Hilfsbibliothekar in Greiz (Thüringen), 1967-1972 Fernstudium als Bibliothekar; 1968 kurzzeitig Jugendklubleiter in Greiz, nach Protesten gegen den Einmarsch in Prag erneute Parteistrafe und „Funktionsentzug“; ab September 1968 zunächst Briefträger bei der Post, später in der Lohnbuchhaltung; Januar 1969: Verpflichtung als inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Staatssicherheit, Deckname „August Drempker“; 1971-1977: Tätigkeit als Kreissekretär des Deutschen Kulturbundes, zeitgleich sehr ausführliche Berichterstattung an die Stasi über die Greizer Kulturszene, kirchliche Kreise und besonders über den Lyriker Reiner Kunze; 1974 neuer Deckname: IM „Paul Bonkarz“; 1977: Ablösung als Kulturbundsekretär, neue Tätigkeit in der Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek in Gera; nach mehreren folgenlosen (anonymen) Selbstanzeigen, Flugblattaktion mit indirekter Selbstanzeige in Magdeburg am 25.3.1978, Verhaftung durch die Stasi; bis 25. Juli 1978 in Stasi-Untersuchungshaft, zunächst in Gera, nach zwei Wochen in Berlin Hohenschönhausen, während der Haft aus der SED ausgeschlossen, Freilassung ohne Prozess und trotz ablehnenden psychiatrischen Gutachtens weiterhin als IM eingesetzt; auf MfS-Beschluss Umzug nach Neustrelitz; 1978-1982 Friedrich-Wolf-Theater Neustrelitz, Bereich Öffentlichkeitsarbeit; ab August 1978 für das MfS als IM „Rohloff“ aktiv; 1982-1983 Sprachlehrer am Institut für Heimerzieher Hohenprießnitz, Kellner in Neubrandenburg, Sägewerker im VEB Kombinat Schnittholz und Holzwaren Düsterförde; 1983-1985 Bibliothekar in der Stadt- und Kreisbibliothek in Neustrelitz, gleichzeitig als IM in örtlichen Friedenskreisen aktiv, die Beziehungen nach Berlin haben; 1985 Umzug nach Berlin; 1985-1986 Leiter des Kreiskulturhauses Berlin Pankow; 1986 Beikoch im Christlichen Hospiz Berlin; ab April 1986 bei der Hauptabteilung XX/ 9 des MfS als IM „Maximilian“ geführt; ab 1986 Kontakte in die Ostberliner oppositionelle Szene, Mitarbeit u. a. in der Initiative Frieden und Menschenrechte und im Arbeitskreis Solidarische Kirche; 1987 Wirtschaftskraft in der ev. Auferstehungsgemeinde Berlin; 1989 Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei der DDR (SDP) und Geschäftsführer; Teilnehmer am Zentralen Runden Tisch; im Februar 1990 zum Parteivorsitzenden der Ost-SPD gewählt; ab März 1990 Mitglied der Volkskammer, Vorsitzender der SPD-Fraktion; 26. März 1990: „Der Spiegel“ berichtet von der inoffiziellen Tätigkeit für das MfS, 1. April: Niederlegung aller Parteiämter, 19.4.1990: Rückkehr in die Volkskammer, ohne eine Klärung; 9.7.-2.12.1990 Polizeibeauftragter des Berliner Magistrats für Ost-Berlin, 31.8.1990: Niederlegung des Mandats als Volkskammerabgeordneter; 10.12.1990: jahrzehntelange Spitzel-Tätigkeit wird zweifelsfrei durch Reiner Kunze im „Spiegel“ belegt; 1992 Ausschluss aus der SPD.


Bestand

Laufzeit: 1961-1999
Umfang: 1,5 lfm bzw. 81 Bde.
Findmittel: Initiates file downloadFindbuch
Signatur: MaB
Benutzungsbeschränkungen: keine
Inhalt: Manuskripte (Gedichte, Hörspiele, Prosa, Vorträge und Autobiographie, 1968-1998), Korrespondenz (1982-1999), Lebensdokumente (Ausweise, Zeugnisse, Arbeitsverträge, Mitgliedsbücher, verschiedene Fassungen des Testaments, 1991-1998); Arbeitsunterlagen / thematische Sammlungen zur politischen Tätigkeit vor 1989 (Initiative Frieden und Menschenrechte Berlin, Arbeitskreis Solidarische Kirche) und ab 1989 (SDP/SPD, zentraler Runder Tisch, SPD-Fraktion in der Volkskammer - 10. Wahlperiode, Polizeibeauftragter des Magistrats von Ost-Berlin); Samisdat aus der DDR.

Buch „Manfred „Ibrahim“ Böhme Ein rekonstruierter Lebenslauf“

Zu den online recherchierbaren Verzeichnungseinheiten des Bestands

Bratfisch, Rainer

Lebensdaten

Musikjournalist; geb. 1946 in Bad Berka; Berufsausbildung mit Abitur (Agrotechniker); 1965-1968 Studium an der Fachschule für Bibliothekare, Abschluss: Dokumentar; 1968-1990 verschiedene Tätigkeiten im Zentralinstitut des Ministeriums für bezirksgeleitete Industrie und Lebensmittelindustrie (zuletzt: Leiter der Bibliothek); seit ca. 1970 zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften, vor allem über populäre Musik; 1989 Mitarbeit in der AG Öffentlichkeitsarbeit des Neuen Forums (NFo), Kontaktaufnahme zur Solidarnosc und zur Prager Charta 77; Mitarbeit an der Vorbereitung des ersten Kongresses des NFo in der Akademie der Künste; ab 1990 freie journalistische Tätigkeit; zahlreiche Veröffentlichungen.

 
Bestand

Laufzeit: 1962-1990
Umfang: 10 Bde.
Findmittel: Datenbank
Signatur: BRa
Benutzungsbeschränkungen: keine
Inhalt: Unterlagen der Revolution 1989/1990: Neues Forum, SDP, Demokratischer Aufbruch, Demokratie Jetzt, Grüne Partei, Initiative Frieden und Menschenrechte, Vereinigte Linke u. a., Aufrufe, Erklärungen und Resolutionen verschiedener Herkunft, Wahlwerbung zur Volkskammerwahl 1990 (September 1989- Juni 1990); Einzelne Aufrufe, Erklärungen und Offene Briefe aus der DDR-Opposition (1985-1989); Materialien des des Arbeitskreises „Wissenschaftsethik” beim Kirchlichen Forschungsheim Wittenberg (1985; Flugblätter und einzelne Ausgaben der Zeitung „Gazeta“ von Solidarnosc in Polen (1989).

Braun Olaf

Lebensdaten:

Geb. 1965 in Lommatzsch; 1982-1984 Ausbildung zum Koch; 1986-1991 Studium Sozialpädagogik, Abschluss: Diplom-Sozialpädagoge (FH)/Sozialdiakon; 1988-1990 Zusatzausbildung Krankenpflege; 1984-1986 Koch, seit 1991 Sozialpädagoge; 1985-1988 Ilmenauer Friedens-, Umwelt- und Dritte-Welt-Kreis; 1989 Teilnahme an den Protesten gegen das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking und gegen die Fälschung der Kommunalwahlen, Beteiligung an der Mahnwache in der Gethsemanekirche Berlin im Herbst 1989.

Bestand


Laufzeit:
1987-1989
Umfang: 2 Bde.
Findmittel: Findbuch
Signatur: OB
Benutzungsbeschränkungen:
keine

Inhalt: Korrespondenz (u. a. Schriftwechsel mit Hans-Dieter Schütt von der „Jungen Welt”, Ordnungsstrafverfahren im Zusammenhang mit den Protesten gegen das Massaker in Peking/China im Juni 1989); Unterlagen von verschiedenen Friedenskreisen und -gruppen (u.a. Kirche von Unten Berlin, Friedenskreis Ilmenau, Offene Arbeit Erfurt).

Bude, Roland

Lebensdaten

Geb. am 22. März 1926 in Freiwaldau/Tschechoslowakei; 1932-1944 Besuch der Volksschule in Aussig und des Staatsrealgymnasiums in Gablenz; 1943-1944 Einsatz als Luftwaffenhelfer in Berlin; im Juni 1944 als Infanteriesoldat zur Wehrmacht einberufen und an die Ostfront abkommandiert; 1945 Kriegsgefangenschaft im Internierungslager Sedlčany (Tschechoslowakei), Flucht im Februar 1946; 1946 als „Umsiedler“ nach Plaue in Thüringen; in Arnstadt Abitur-Sonderlehrgang und Lehrgang für Russischlehrer; in Plaue, Dosdorf und Kleinbreitenbach als solcher tätig; 1947/48 Studium der Slawistik in Jena und gleichzeitig Russischlehrer an der Volksschule Jena Löbstedt; 1948/49 Fortsetzung des Studiums in Rostock, Vorsitzender der Hochschulgruppenleitung der FDJ in Rostock, nach kurzer Zeit Niederlegung des Vorsitzes wegen des auf ihn ausgeübten Drucks, Mitglied der SED zu werden; zusammen mit anderen Studenten an der Universität Rostock mit konspirativen Aktionen Widerstand gegen die SED-Politik geleistet; 13. Juli 1950 Verhaftung nach Kritik an der Zulassungs- und Stipendienordnung; 31. Oktober 1950 Verurteilung durch das Sowjetische Militärtribunal (SMT) in Schwerin zu zweimal  25 Jahren Straflager wegen „Spionage, Antisowjethetze und illegaler Gruppenbildung“; 1951-1955 Lagerhaft in Workuta und in Suchobeswodnoje, Bau- und Bergarbeiter; 1955 vorzeitige Entlassung und Übersiedlung zu seiner inzwischen in die Bundesrepublik geflüchteten Familie; 1956 Studium der Slawistik, Osteuropäischen Geschichte und des Völkerrechts in München, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Osteuropa-Institut der Universität München; 1958 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Ostreferat des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung; 1959 Leiter des Informationszentrums Haus „Einheit in Freiheit“ in Bonn im Verein zur Förderung der Wiedervereinigung Deutschlands; 1962 Berufung ins Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für Innerdeutsche Beziehungen); 1991 Eintritt in den Ruhestand; 1992-1994 Vorsitzender der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG); 1993 Rehabilitation durch die Militärhauptstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation; 1994-1998 Vorstandsvorsitzender der Stiftung für ehemalige politische Häftlinge; 1998 Vizepräsident der Internationalen Assoziation ehemaliger politischer Gefangener und Opfer des Kommunismus; 1999 Mitglied im Fachbeirat „Gesellschaftliche Aufarbeitung“ in der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.


Bestand

Laufzeit: 1932-2012
Umfang: 120 Bde., 4 lfm
Findmittel: Findbuch
Signatur: RBu
Benutzungsbeschränkungen: Anträge auf Unterstützung an die Stiftung für ehemalige politische Häftlinge, und Persönliche Lebensdokumente sind nur nach Rücksprache einsehbar.
Inhalt:

1.       Dokumente zur Ausbildung und zu bedeutenden biographischen Stationen: Studium an der
   Universität Rostock, Verhaftung 1950 und Verurteilung zu 25 Jahren Straflager in der
   Sowjetunion, Rückkehr aus Workuta, Ankunft in Westdeutschland, darunter: Schulzeugnisse, 
   Studienunterlagen, Dokumente und Korrespondenz zur Lagerhaft in Workuta und in 
   Suchobeswodnoje, Dokumente zum Neubeginn in Westdeutschland,

2.       Korrespondenz (1955-2012)

3.       Unterlagen aus beruflicher Tätigkeit

      3.1. Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen und Bundesinnenministerium: Unterlagen zur 
             Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Informationen aus verschiedenen Botschaften der 
             Bundesrepublik zu außenpolitischen Aktivitäten der DDR, Berichte über Reisen Westberliner 
             Schulklassen in die DDR, Unterlagen zur Betreuung von Besuchergruppen an der 
             innerdeutschen Grenze und zu kulturellen Kontakten mit der DDR, Unterlagen zum 
             Gesamtdeutschen Institut,

      3.2. Vortragstätigkeit: Manuskripte und thematische Materialsammlungen zu den Schwerpunkten 
             Deutsche Frage, Osteuropa, Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik, politisches System der 
             DDR, Nationalsozialismus, Verhältnis Polen - Deutschland,


  4.  Unterlagen aus öffentlicher Tätigkeit: Bewilligungsausschuss der Stiftung für ehemalige politische Häftlinge mit Materialsammlungen zu den Themenkreisen Verhältnis Bundesrepublik - DDR, Flüchtlinge, Strafvollzug in der DDR,

 


Thematische Sammlungen: DDR, die Sowjetunion, das deutsch-deutsche Verhältnis, darunter: Strafrecht in der DDR, Opposition und Widerstand in der DDR, Volkskammer, Wirtschaftsentwicklung in beiden deutschen Staaten.

Zu den online recherchierbaren Verzeichnungseinheiten des Bestands

Büdke, Michael

Lebensdaten
Geb. 1952 in Magdeburg; 1971 Abitur; 1970/71 Bewerbungen an der Medizinischen Akademie Magdeburg, Fachrichtung Humanmedizin, Studienplatzabsage aufgrund der Weigerung, während des Studiums an der militärischen Ausbildung teilzunehmen; 1971 pflegerische Hilfskraft in der Nervenklinik der Medizinischen Akademie Magdeburg; 1972 Bewerbung zum Medizinstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), Nichtannahme der Bewerbung wegen der bevorstehenden Einberufung zur NVA; 1973-1975 Bausoldat; 1974 erneute Bewerbung an der MLU, die wiederum abgelehnt; 1975-1976 Arbeitsstelle mit Qualifizierungsvertrag bei einer Buchhandlung in Magdeburg; 1975 Zusage zum Medizinstudium an der MLU für das Studienjahr 1976/77 nach mehreren Eingaben; 1982 Abschluss des Medizinstudiums; ab 1983 erneut Probleme mit Staat und Partei als Mitglied der „Christlichen Mediziner in sozialer Verantwortung“ Halle; 1986-1989 OPK beim MfS.
Bestand
Laufzeit: 1953-2005
Umfang: 32 Bd.
Findmittel: Findbuch
Signatur: MBü
Benutzungsbeschränkungen: keine
Inhalt:
Persönliche Unterlagen: Dokumentation der Bewerbung um einen Studienplatz für Medizin: Korrespondenz, Zeugnisse, Anträge und Beurteilungen; Unterlagen von der Wehrdienstzeit als Bausoldat in Saßnitz/Rügen (1970-1982); Manuskripte (überwiegend für Vorträge, 1983-1999); Korrespondenz (1978-1996); Arbeitsunterlagen und thematische Sammlungen (1980-1993) zur Friedensbewegung, Revolution 1989/90, Gemeindepartnerschaft mit einer ev. Gemeinde in den Niederlanden, zum Arbeitskreis „Christliche Mediziner in sozialer Verantwortung“ Halle und zur IPPNW, zu den drei Vollversammlungen der ökumenischen Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, zum Runden Tisch des Bezirks Halle

Zu den online recherchierbaren Verzeichnungseinheiten des Bestands

Buntrock, Hans-Jürgen

Lebensdaten

Geb. 1960 in Bernau; Berufsausbildung zum Koch; engagiert in verschiedenen oppositionellen Gruppen, u.a. im Friedenskreis Friedrichsfelde, in der illegalen Gruppe um Reinhard Schult und in der Kirche von Unten; 1988 Ausreise nach West-Berlin, von dort Unterstützung der oppositionellen Gruppen in Ost-Berlin; betreibt seit 1993 eine Gaststätte in Berlin-Prenzlauer Berg.

Bestand

Laufzeit: 1988
Umfang: 1 Bd.
Findmittel: Findbuch
Signatur: HJB
Benutzungsbeschränkungen: keine
Inhalt: Dokumente zur Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland.




Kontakt

Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.
Archiv der DDR-Opposition
Ruschestraße 103
10365 Berlin

Petra Söllner
ps(at)havemann-gesellschaft.de

Öffnungszeiten Archiv

Montag, Dienstag, Donnerstag,
Freitag 10 bis 15 Uhr;
Mittwoch 10 bis 18 Uhr

Anmeldung per E-Mail oder Telefon erbeten
Allgemeine Nutzungsbedingungen